Sonntag, 7. September 2014

MSBDS: Zwischenstand

Doch ja, ich bin vorangekommen, ein ganzes Stück sogar. Aber ganz ehrlich: Ich hasse es schon immer, den ersten Ärmel zu stricken, beim zweiten verlässt mich dann nahezu ganz die Lust. Daher dümpelt mein Pulli seit ein paar Tagen in diesem Zustand herum und es geht nichts voran. 


Dazu kommt auch noch, dass ich natürlich in meiner ersten Begeisterung für die Wolle nicht bedacht habe, dass die eingearbeiteten Pailetten evtl. ein bisschen kratzen könnten. Was sie aber beim ersten Anprobieren dann natürlich doch tun. Daran hätte ich doch schon mal vor dem Kauf denken können. Abgesehen davon fühlt sich der Pulli ganz gut an. Die Beulen auf dem Foto sind auch nur dem unordentlichen Hinlegen geschuldet und in der Realität nicht so. 

Bei Chrissy hab ich schon einen Ausblick auf ihren Zwischenstand erhascht, der mich wieder mal an meine im Keller schlummernde Strickmaschine erinnert. Hier sieht man, wie es um alle Strickstücke so steht. 
 

Montag, 1. September 2014

Herbstkindsewalong #2

      Bei Bea von nEmadA findet auch in diesem Jahr der Herbstkindsewalong statt. Letztes Jahr sind tatsächlich beide geplanten Jacken auch fertig geworden. Der Schnitt war an sich schön, das Ergebnis auf dem Bügel auch. Da der Sweatshirtstoff abgesteppt wurde, ist das ganze aber eine eher feste Variante geworden, weniger kuschelig.
Zeit habe ich wie immer gerade gefühlt überhaupt keine. Heute habe ich mir mal eine Stunde Nähzeit freigeschaufelt - und dann, nachdem ich ein kleines Sweatshirt für den Nachwuchs fast fertig hatte, gleich vor lauter Hektik einen Druckknopf verkehrt herum angebracht. In der Praxis sieht es also gerade eher chaotisch aus, im Pläne schmieden bin ich aber gerade zu solchen Zeiten gut. Und das Kind braucht ja auch mal eine Jacke. Daher der feste Vorsatz, neben einer Hose für mich, möglichst zeitnah auch eine Kinderjacke zu nähen.

 

Beim Schnitt habe ich mich für das Modell 12 aus der Ottobre 1/2013 entschieden, in blau, mit grünem Reissverschluss. Oder rotem oder gelbem. Mal sehen...
Beim Futter dachte ich erst an eine Vlieseinlage (Thinsulate?) und dazu das vorgeschlagene Baumwollfutter. Nachdem ich jetzt einen schönen grünen Fleece in meinem Schrank wiederentdeckt habe, favorisiere ich fast den als Futter. Die Kapuze soll dann eventuell das vorgeschlagene Baumwollkarfutter bekommen. 

Applikationen finde ich an sich immer toll, in der Anwendung aber schwierig. Wenn ich noch etwas Passendes finden sollte, dann kommt das auf den Rücken, aber geplant ist eine eher schlichte Variante. 
Was sonst noch für Jacken entstehen, ist hier zu sehen.

Donnerstag, 28. August 2014

HosenHerbst

Eigentlich trage ich viel häufiger Hosen / Jeans als Röcke oder Kleider - zumindest zur Arbeit bzw. in der Öffentlichkeit. Trotzdem habe ich mich bisher noch nie an einer Hose für mich selbst versucht, wenn man mal von einer Jogginghose absieht, die aber auch ein ziemliches Desaster war. Es schreckt mich nicht einmal ab, dass es vielleicht ein bisschen komplizierter sein könnte. Zwei Männerhosen habe ich schon genäht, die gut passen und das Nähen hat noch dazu auch noch richtig Spaß gemacht. Ich fürchte ganz einfach, dass ich bei einer Hose die Passform nicht richtig hinbekomme. Schon bei Kaufhosen habe ich meine Probleme, etwas Passendes zu finden. Der Hosenherbst kommt für mich daher wie gerufen, um diese Phobie mal in den Griff zu bekommen. 

Das Monatsthema August: Hosenformen, Hosenmoden, Hosenschnitte 

Was für eine Hose möchte ich nähen? Welche Hosen habe ich bisher gerne oder ungerne getragen? 
 Diese beiden Fragen gehören für mich definitiv zusammen. Für mich kommen generell zwei Arten von Hosen in Frage: eine enge Röhre, die ich dann mit Stiefeln oder Stulpen kombinieren kann oder weites Bein bzw. bei Jeans auch gerne Bootcut (aber nicht zu weit ausgestellt)
Was sind meine Ansprüche an eine Hose? 
 Hosen dürfen bei mir nicht zu hoch sitzen, alles was in Richtung Taille geht, finde ich unbequem. Andererseits sollten sie, auch wenn man sich hinsetzt oder sich bewegt, nicht die Sicht auf die Körperteile freigeben, die sie eigentlich bedecken sollte. 
Welcher Hosentyp passt zu meinem Körper und zu meinem Leben? Aus welchem Material möchte ich meine Hose nähen?
Praktische, bequeme Hosen, die nicht zu empfindlich sind und gleichzeitig nicht zu sehr nur nach Freizeitlook aussehen. Ich habe hier Baumwollköper in weiß und blau liegen, den würde ich gerne verarbeiten, hängt aber vom Schnittmuster ab, da schwebt mir nämlich noch anderes vor. 
Welche Schnittmuster habe ich bereits ausgesucht? Was für ein Schnittmuster suche ich noch?
Nachdem ich ja - mal wieder - ein bisschen langsamer bin als alle anderen bei meiner Entscheidung, hatte ich schon den Vorteil, bei den Schnellentschlossenen schon einmal Anregungen zu sammeln. 
Für eine enge Hose habe ich bei Mirella ein Modell entdeckt, das mir auch gefallen würde. Die Burda liegt schon bereit und der Bildernähkurs würde mir auch entgegenkommen. Schön fände ich auch die Jeans aus der aktuellen Ottobre, aber da sind mir die Anleitungen immer ein bisschen zu knapp und ich würde erst einmal üben wollen.
Den ganzen Sommer schmachte ich schon die schönen gemusterten Flatterhosen an, die alle Welt trägt. Ich habe mich auch dazu hinreißen lassen, die ein oder andere anzuprobieren, aber die Taschen, die alle auf Höhe der Oberschenkel hatten, waren für mich eine Katastrophe. Sehr schön fand ich die Version von Frau Crafteln, die mich wieder ins Träumen versetzt hat. Der Sommer ist ja eigentlich vorbei, aber so für zuhause...? Das wäre dann mein Modell der Wahl. Die Hose wäre auch ideal als "Aufwärm"projekt, um dem Hosenthema schon mal ein bisschen näher zu rücken, ohne gleich zu verzweifeln. So als Motivation für die nächste Hose. 
Gefallen würde mir auch eine richtige Marlenehose wie hier, ich denke aber, im Alltag würde ich sie zu selten tragen. Juniper von Colette habe ich mir mal in einem Anfall von "ich nähe jetzt eine Hose" schon vor ewigen Zeiten heruntergeladen, aber im Moment packt mich da die Motivation nicht so recht.
Ms Fishers Idee von einer kurzen Hose mit dicken Strumpfhosen für den Herbst finde ich so schön, bin mir aber nicht sicher, ob mir das stehen würde. Diese beiden Modelle hier und hier fände ich aber perfekt dafür.  

Jetzt reihe ich mich mal ein in die Runde derer, die auch von selbstgenähten Hosen im Herbst träumen. 

Montag, 25. August 2014

Neuer Stoff, alter Stoff & Herbstideen

Auf unserem Weg in den Sommerurlaub an die Ostsee haben wir einen kleinen Zwischenstopp in Berlin eingelegt, mit Kind dort völlig andere Dinge gesehen als sonst (wie z. B. eine Vielzahl von Spielplätzen) und vor allem ein paar sehr erholsame und entspannte Tage verbracht. Einen kleinen Abstecher zum Markt am Maybachufer habe ich dann trotz übervollem Stoffschrank und zu wenig Zeit zum Nähen gemacht. Nur mal um zu gucken....

Beim ersten Durchschlendern hätte ich am liebsten erst einmal ganz viel zu essen gekauft, weil alles so lecker aussah, mein schon seit einiger Zeit selbst auferlegtes Stoffkaufverbot im Kopf bremste mich bei den Stoffen dann automatisch ein bisschen (auch wenn ich mir für diesen Tag natürlich eine Ausnahme zugestanden hatte). Am Ende war ich dann hochzufrieden mit mir (weil ich nicht zu viele Stoffe gekauft habe) und mit den Stoffen (die dann doch noch in meine Tasche gewandert sind). 

     
Zwei Leinenstoffe fehlen hier, die sind schon weitergewandert...




Nach ein paar genauso erholsamen Tagen am Ostseestrand bei erstaunlich gutem Wetter habe ich zuhause erst einmal das Näh/Arbeitszimmer wieder auf Vordermann gebracht, dann tatsächlich einen Stoff wieder gefunden, den ich schon im letzten Herbst vernähen wollte, der aber einfach nicht aufzufinden war und heute tatsächlich das erste Mal seit einigen Wochen wieder ein paar Nähte geschafft - und so eine lange Liste mit Herbst/Winternähplänen, dass ich hoffentlich bald wieder an die Nähmaschine komme.

Sonntag, 3. August 2014

MSBDS

Im Moment hänge ich deutlich mehr als der Strick- als an der Nähnadel. Daher kommt mir der Aufruf nach mehr Strickjacken im Schrank von Chrissy gerade recht. In geselliger Runde strickt es sich doch gleich noch besser und die Motivation steigt. Zum Glück habe ich gerade nicht nur eine Herrenstrickjacke auf den Nadeln (die ja nicht zählen würde), sondern auch ein Stück für mich. 



Sehr lange habe ich hin- und herüberlegt, ob ich mir die Wolle gönnen soll, da sie für meine sonstigen Gewohnheiten eher teuer und glitzerig statt schlicht ist, aber irgendwie habe ich mich gleich spontan verguckt und dann irgendwann hat einfach der Zeigefinger gezuckt und schwupps - war die Wolle bestellt. 

Mein Muster dazu ist Driftwood von Isabel Krämer - allerdings einfarbig in grau (und eben mit Glitzer - noch Streifen dazu wäre dann doch zu viel für mich). Keine Jacke, aber ein Oberteil für mich. Was ich allerdings noch überlege, ist, ob ich nicht doch die Einfassung am Kragen in natur aus der gleichen Wolle mache. Dann ist aber die Frage, ob auch ein kleiner naturfarbener Rand an den Ärmeln bzw. ein passendes Bündchen nötig wäre. Hat jemand vielleicht eine zündende Idee für mich?

Hier finden sich alle anderen nadelschwingenden Damen, die im Herbst ihre neuen Stricksachen ausführen wollen. Mir schwirrt seit dem Lesen dort mal wieder der Gedanke im Kopf herum, dass ich die alte Strickmaschine (die leider keine Anleitung beiliegen hat) im Keller doch endlich einmal in Gang bringen müsste.

Samstag, 12. Juli 2014

Stoffwechsel - das (Fast)Finale

Das Finale liegt jetzt schon eine Woche zurück - und mein Kleid ist immer noch nicht ganz fertig. Zu viele Dinge im realen Leben, die Fußball-WM, während der ich mich zwar zum Stricken vor dem Fernseher, nicht aber zum Nähen ohne denselben aufraffen kann, die Angst (wie bei vielen anderen) den Stoff anzuschneiden und dann festzustellen, dass es nichts wird... Viele Faktoren haben da zusammengespielt. 

Ich war eigentlich sehr schnell entschlossen, aus dem Stoff das Simplicity 7051 zu nähen, weil ich schon so viele schöne Varianten gesehen habe und der Schnitt schon lange auf meiner Nähliste stand. Aus oben erwähnter Furcht vor Stoffverschnitt und mangelnder Begeisterung und Passform beim Ergebnis habe ich ein Probekleid genäht und festgestellt, dass der Schnitt rein gar nichts für mich und meine Figur ist. Ich brauche bei Kleidern Schnitte, die irgendwie die Taille erkennen lassen. Also habe ich erst einmal alles zur Seite gelegt und Schnittmuster gewälzt. 

Die Entscheidung fiel dann auf das von mir auch schon oft bewunderte McCalls 6503. Nachdem ich das aber auch noch nie genäht hatte, musste auch hier ein Probestück her. Ich wollte gerne Version D - und bin am Kragen fast verzweifelt. Aber die (nicht fertig gestellte) Probevariante gab dann den Startschuss für das "richtige" Kleid. 

Für meine Verhältnisse habe ich dieses Mal sehr langsam und genau genäht, alle Passzeichen eingehend studiert und aufeinandergelegt, weil ich wollte, dass es was wird. Dadurch hat alles noch länger gedauert. Gesäumt ist das Kleid noch nicht, die Knöpfe fehlen noch und den Reissverschluss habe ich so verhunzt, dass ich ihn nochmal raustrennen muss. Ein bisschen Zeit muss ich also noch investieren - und Tragebilder gibt es dann erst mit ganz fertigem Kleid. Ein erster Ausblick aber schon jetzt:

  
Trotz Verzögerung beim Nähen: Das Kleid gefällt mir bisher schon ausgesprochen gut. Ein bisschen kurz ist es vielleicht, aber noch im Rahmen. Der Stoff, den mir meine Stoffpatin ausgewählt hat, hat mir von Anfang an sehr gut gefallen, aber so recht vorstellen konnte ich mir nicht, wie ich ihn tragen würde. Ich habe für mich in letzter Zeit festgestellt, dass ich häufiger einfarbige Sachen trage, auch wenn ich beim Stoffkauf oft zu wilden Mustern greife. Solche Stoffe schlummern dann aber meist ewig bei mir im Schrank. Das Erstaunliche bei diesem Stoff, den ich aus genau den Gründen vermutlich nicht gekauft hätte, ist aber, dass ich mich schon bei der ersten Anprobe sofort drin wohlgefühlt habe und ich glaube, dass ich es häufiger tragen werde. Verrückte Sache...

Der Schnitt passt auch viel besser zu meiner Miette, die sich farblich an das Kleid perfekt anpasst. 


Liebe Stoffpatin, vielen Dank für den tollen Stoff und das schöne Paket, über das ich mich so sehr gefreut habe. Ich habe keine Ahnung, wer hinter dem Stoff steckt, auch wenn schon eine ganze Reihe aufgelöst worden ist. Ich habe so langsam auch ein bisschen den Überblick verloren. Vielen Dank auch noch einmal an Frau 700Sachen, die die Aktion organisiert hat. Ohne euch beide hätte ich mich vermutlich auch in den nächsten zwei Jahren nicht an die beiden Schnitte gewagt und sie nur immer wieder mal sehnsüchtig angeguckt. 
Mit Zeitplänen habe ich im Moment leider so meine Schwierigkeiten, weil kein Tag wirklich läuft wie geplant, aber ich wäre trotzdem sofort wieder dabei. 

Alle anderen Stoffwechsel-Kreationen gibt es hier zu sehen.