Dienstag, 18. April 2017

"Stuttgart Sew Along" - Planung, Stoff- und Schnittvorstellung

Vorfreude ist ja die schönste Freude - und Stoffe sichten und Nähpläne schmieden fällt definitiv in diese Kategorie. Wie gut, dass das Nähbloggerinnen in Stuttgart näher rückt und wir daher noch mal einen besonderen Grund haben, die Nähmaschinen anzuschmeißen.




Heute beginnt der Sew-Along mit der Planung, der Stoff und der Schnittvorstellung:

Hier ist mein Stoff, den ich seit einem Jahr hüte und streichle, dabei immer wieder gerne an das letzte Stuttgarttreffen zurückdenke. Diesen Stoff habe ich mir extra für das Treffen gekauft oder diesen Stoffschatz möchte ich extra dafür anschneiden. Und das soll es werden: Erlaubt ist alles, was sichtbar ist, also Kleidung, aber genauso auch die neue Tasche oder ein schicker Hut. 

Ich überlege natürlich schon länger, was ich nähen könnte. Das Wetter in den letzten Tagen hat mich aber recht wankelmütig werden lassen. Von meinen sommerlichen Nähplänen beim Gedanken an schönen Sonnenschein im Mai bin ich während reichlich Schneefall und stürmischen Regenschauern irgendwie wieder abgekommen. Es kann aber gut sein, dass ich dann doch noch einmal umschwenke, wenn das Wetter sich ein bisschen milder zeigt und die Aussichten besser werden. Daher gibt es einen Schlechtwetter- und einen Sonnenscheinwetterplan. Mal sehen, welcher es wird.

Nachdem ich länger mit dem Zug fahre, brauche ich etwas Umkompliziertes und Bequemes. Und für den Fall der Fälle eben auch noch etwas zum Überwerfen. Ich hätte wahnsinnig gern noch einen Blouson- aber ob ich das zeitlich schaffe? Auch ganz oben auf der Liste stünde ein Wickelkleid - aber so recht weiß ich da auch nicht. Auf jeden Fall brauche ich eine neue Tasche  - mein Strickzeug will schließlich verstaut sein und im Moment habe ich einen Taschennähflash.

Geplant ist eine Schnabelina in Medium, in Ikeastoff mit Blumen und senfgelb dazu (Fotos reiche ich nach). Passend zu meinem Parka, der bis dahin hoffentlich den letzten Feinschliff bekommen hat. Ob ich noch etwas anderes schaffe, muss tatsächlich die Zeit zeigen.

Jetzt aber zu euch: Habt ihr schon Pläne?


Freitag, 17. Februar 2017

Save the date - 27.Mai 2017 - Nähbloggerinnentreffen Stuttgart



Aller guten Dinge sind ja mindestens 3, deshalb gibt es in diesem Jahr die dritte Auflage des Nähbloggerinnentreffens in Stuttgart. Und wir (SabineMuriel und ich) würden uns riesig freuen, wenn ihr wieder oder erstmalig dabei wärt!

Das Treffen findet am 27.05.2017 statt.
Hier gibt´s die Berichte vom letzten Jahr!

Das Programm wird im wesentlichen ähnlich sein. Wir treffen uns am Hauptbahnhof, wandern durch verschiedenen Stoffläden, dann gäbe es die Möglichkeit wieder im
Kurzwarenladen Berger eine extra für uns organisierte Veranstaltung zu besuchen. Herr Berger würde uns etwas über Einlagen erzählen.

Und danach erholen wir uns bei Essen und Trinken, mit open end......

Weitere Details zum Ablauf folgen.

In letzten Jahr gab es ja einen kleinen Sew Along im Vorfeld, hättet ihr Lust dazu euch in diesem Rahmen etwas für das Treffen zu nähen? Und wir würden gerne wissen, völlig unverbindlich, ob ihr Interesse am Besuch bei der Firma Berger habt? 
Hier geht´s zum Anmeldungsformular. 
Und noch eine Anmerkung: Auch ohne Blog seid ihr herzlich willkommen!

Wir freuen uns jetzt schon über eure Zusagen.

Fragen gerne per Email an
bloggerinnentreffen@nahtzugabe5cm.de.

Mittwoch, 1. Februar 2017

Was lange währt...



Ganz lange habe ich von einem knallgrünen Trenchcoat / Mantel geträumt. Ewig habe ich nach dem richtigen Stoff in der richtigen Farbe gesucht und dabei festgestellt, dass es wirklich sehr viele Grüntöne gibt, die dann auch am Bildschirm noch einmal ganz anders aussehen als in der Realität. Irgendwann bin ich dann aber auf den richtigen Stoff gestoßen- online, für drei Euro pro Meter. Klar, dass ich dann zuschlagen musste. Eigentlich wäre dann dem grünen Mantel nichts mehr im Weg gestanden -außer ich selbst.


Schnittmuster ist der Robson Coat von Sewaholic, von dem ich vor dem Nähen schon viele schöne Modelle gesehen hatte. Die Anleitungen von Sewaholic finde ich nach wie vor traumhaft, weil sie jeden Schritt so toll mit Zeichnungen erklären.


Die Höhe des Gürtels habe ich erst festgelegt, nachdem der Mantel fertig war. Die eingezeichnete Höhe war für mich nichts.



Den Stoff habe ich nämlich schon lange gefunden und angefangen zu nähen habe ich dann vor zwei (!) Jahren beim Nähcamp in Berlin. Dort ist er auch weit gediehen und ab und an war ein Teil des Mantels auch mal hier auf dem Blog zu erspähen. Aber dann gab es für mich ein Problem: Knopflöcher. Ich hasse Knopflöcher! Irgendwie bekomme ich nie mehrere gleiche schöne Knopflöcher hin. Und passende Knöpfe finde ich auch nie. Letztes Jahr zum Nähtreffen habe ich dann mich dann endlich aufgerafft und Knöpfe gesucht, gefunden und - die Knopflöcher von einer Schneiderin machen lassen. Sicher ist sicher.



Auf den Blog hat es der Mantel bisher nicht geschafft. Wieso, weiß ich eigentlich auch nicht. Mit dem Monatsmotto "Grün" bei #12coloursofhandmadefashion hat mir Selmin dann wirklich einen Stups gegeben, von dem guten Stück Fotos zu machen. (Das grüne Strickjäckchen, das auch perfekt gepasst hätte, hat leider immer noch keine Knöpfe...) Für das Wetter ist er definitiv zu kalt, aber grün ist er.

Die Knöpfe sind natürlich eigentlich parallel - wenn daran denkt, den inneren Knopf auch zu schließen und nicht nur schnell das Foto machen will...
Daher darf er jetzt endlich auch zum Memademittwoch und ich freue mich schon auf wärmere Temperaturen, wenn ich ihn dann länger als eine halbe Stunde im Freien anziehen kann.



Montag, 30. Januar 2017

Stoffdiät - ich bin dabei !

Stoffe kaufen ist ja wirklich was Feines - absolute Vorfreude, neue Ideen für Projekte... Mein größtes Talent ist dabei aber, die Tatsache zu verdrängen, wie viel Zeit ich bräuchte, um die Pläne alle in die Realität umzusetzen. Logische Konsequenz: Meine Stoffberge wachsen und wachsen. Unzählige Male habe ich schon voller Überzeugung verkündet, dass ich ab jetzt keine Stoffe mehr kaufen werde - und bin meist keine zwei Tage später gescheitert. So ein bisschen ist es wirklich wie bei einer Diät: Gerade wenn man irgendetwas nicht haben kann / soll, will man es am meisten. Gemeinsam klappt es aber meist besser und da Frau Küstensocke jetzt zu einer Stoffdiät für dieses Jahr aufruft, versuche ich, meinen inneren Schweinehund zu überwinden. Ganz so streng will ich mit mir nicht sein.



Inventur?


Eine Inventur mache ich nicht - es ist wirklich viel Stoff in vielen Kisten und in zwei Schränken.Mich würde das sicherlich in eine Art Schockstarre verfallen lassen, wenn mir klar werden würde, welche Mengen an Stoff hier wirklich lagern.


Nur ein ganz ganz kleiner Teil - mit den aktuellen Nähplänen...
Es ist definitiv zu viel und belastet mich momentan mehr als dass es das Nähen vereinfacht. Früher dachte ich immer, wie praktisch es wäre, wenn man ganz viel Auswahl hat. Im Moment erschlägt mich die Vielfalt eher und ich kann mich schwer entscheiden, was als Nächstes unter die Nadel soll. Alles werde ich ohnehin niemals vernähen können. Einige Stoffe müssen auch einfach weg und sind schon in eine Kiste zum Verschenken gewandert.  Auch Wolle gibt es bei mir jede Menge - und Stricken oder Häkeln dauert ja noch länger als nähen...


Auch bei der Wolle nur ein kleiner Ausschnitt von aktuellen Projekten...

Meine Vorsätze


Ich kenne mich gut genug, um zu wissen, dass ich ein Teil nicht anziehe oder benutze, wenn mir z. B. das Futter nicht gefällt. Daher erlaube ich mir, für ein Projekt das dazuzukaufen, was an "Beiwerk" wie Futter, Verschlüssen etc. notwendig ist. Eine Ausnahme sind auch Stoffe für Geschenke. Insgesamt will ich mir aber ein Limit pro Monat setzen, was ich für Zusätzliches ausgeben darf, um nicht einfach nur die Sucht zu verlagern. Auch bei Schnittmustern habe ich Unmengen angesammelt - da soll es ebenso nichts Neues geben.



Ziele für die nächsten Wochen



Womit ich nähtechnisch anfangen werde, weiß ich selbst noch nicht so recht. Ich bin im Großen und Ganzen ein Etappenarbeiter: Erst einmal werden mehrere Schnittmuster vorbereitet, dann mehreres geschnitten und dann genäht. Allerdings passiert es mir dadurch auch häufiger so, dass ich - bis ich mit dem Schnittmuster oder dem Zuschneiden soweit bin, dass es wirklich losgehen kann - schon wieder gedanklich bei einem neuen Projekt bin. Wunschliste für die nächste Zeit wären bei noch nicht getesteten Schnitten das Wickelkleid Sally von Pattydoo, der Blouson aus der Handmadekultur, das Tamarack Jacket von Grainline Studio. Aus der Kategorie "Altbewährtes" würde ich mir gerne zwei Blusen (Sophie und Katha von Schnittchen), den ein oder anderen Linden Sweater und vielleicht noch ein Marigold Dress (alternativ Sanibel Romper als Kleid) nähen. Zugeschnitten liegen hier auch noch zwei Taschen (Chobe Bag und Schnabelina) Mich dann auch wirklich an die Pläne zu halten, fällt mir eher schwer und ich will mich da noch spontan entscheiden können. Sonst blockiere ich mich zu sehr.

Allerdings würde ich gerne auch ganz gezielt Baumwollstoffe abbauen und mich in diesem Jahr einen Quilt nähen. Da habe ich gerade aber noch eine kleine Hemmschwelle. Mein Rollschneider und ich sind nämlich noch nicht die besten Freunde, mit der Schere zuschneiden mag ich aber auch nicht. Das heißt, dass ich da jetzt erst einmal an Stoffresten übe und mich dann erst an die schönen Stöffchen wage.



Das sind die Stoffdiätenthemen für dieses Jahr:



Januar: Stoffidät 2017 - meine Ziele und erste Ideen
März: Update Stoffdiät - Was tun mit ungeliebten Stoffen? Wer tauscht mit mir?
Mai: Update Stoffdiät - Schnittmuster/Projekte mit hohem Stoffverbrauch, Tipps und Tricks
Juli: Update Stoffdiät - ich brauche neuen Stoff, sonst dreh ich durch. Stragtegien gegen die Rückfallgefahr!
September: Update Stoffdiät -  Nähpläne für Herbst/Winter, dicke Stoffe vernähen schafft mehr Platz
November: Update Stoffdiät - Geschenke für Weihnachten, prima für Reste.
Januar: Finale Stoffdiät - ich bin runter vom Stoffberg! Meine Bilanz.

Freitag, 27. Januar 2017

Blusen-Sew-Along

Wie immer bin ich ein bisschen spät dran, aber ich hoffe, dass ich dieses Mal - wie nicht immer sonst in der letzten Zeit - den weiteren Zeitplan einhalten kann. Blusen nähe ich eigentlich recht gern und daher will ich - auch wenn ich bei allen Sew-Alongs in den letzten Monaten den Zeitrahmen nicht einhalten konnte - unbedingt dabei sein beim Blusen-Sew-Along, den Elke von Ellepuls organisiert.



Also habe ich erst einmal im Stoffschrank gewühlt und gedanklich Schnittmuster dazu gesucht. Ich finde die Entscheidung gar nicht so leicht, weil es so viele schöne Schnittmuster gibt. Im Endeffekt geben das Wetter und der Lemming in mir den Ausschlag.



Zum einen friere ich nämlich zur Zeit immer ganz fürchterlich, selbst wenn ich vor der Heizung sitze. Wenn ich dann die schönen flatterigen Frühlingsstoffe in die Hand nehme, fröstle ich gleich noch mehr. Daher muss es dann doch etwas Kuscheliges sein.

Und nachdem ich Cheyenne (jetzt kommt der Lemming in Spiel) in der letzten Zeit so oft gesehen habe, der Schnitt hier ohnehin auf Verarbeitung wartet und Sindy dann auch noch so ein schönes Exemplar gezeigt hat, habe ich einen Flanell aus dem Schrank gezogen.

Nachdem der Schnee ja langsam schmelzen soll, könnten  aufkeimende Frühlingsanwandlungen dann noch zu einer Änderung meiner Pläne führen, aber vorerst bleibe ich jetzt erst mal bei meinem Kalte-Wetter-Plan.

Und damit schließe ich mich den ganzen anderen Blusenplanerinnen hier an.

Sonntag, 18. September 2016

Jacken-Sew-Along Teil 2 und 3

Dauerregen, trübes Wetter, niedrigere Temperaturen - genau richtig, um endlich wieder zu nähen. Nachdem ich beim letzten Mal gar nichts schreiben konnte, weil ich einfach wirklich noch gar nichts gemacht hatte, kann ich dank des Wetterumschwungs und etwas Nähzeit gestern und heute morgen tatsächlich Fortschritte verzeichnen. 

Der Wind- und Wetterparka für den Herbst wird so langsam. Nachdem der Zuschnitt geschafft war und ich alle Falten aus dem Stoff gebügelt hatte (wobei mein Dampfbügeleisen unschöne Spuren hinterlassen hat, die hoffentlich wieder verschwinden), habe ich mich an die Außenjacke gewagt. 

Bei den Taschen war ich ja ein bisschen skeptisch, weil ich mit ähnlichen Taschen schon einmal mit großem Knoten im Kopf dastand. Aber die Anleitung ist sehr genau und anschaulich, sodass ich das ganz passabel hinbekommen habe. 



Auf dem alten Kellerboden sieht die Farbe etwas unscheinbar aus. Ich überlege aber gerade noch, wie ich die große Menge Senf etwas entkräften kann. Der Reissverschluss wird in jedem Fall grau, genau wie das Futter, das dann ja in der Kapuze zu sehen ist. Mal sehen, ob mir noch etwas dazu einfällt. 


Das sind die restlichen Teile, die noch auf Verarbeitung warten. Als Ärmel- und Taschenfutter habe ich einen cremefarbenen Flutschstoff mit kleinen Punkten ausgesucht. Ganz unten am Bild kann man ihn erahnen. So kleine Dinge stimmen mich beim Nähen immer richtig fröhlich. Der Stoff lag schon lange bei mir herum und ich hatte ihn gar nicht im Visier für die Jacke, beim Zuschneiden habe ich mich aber wieder an ihn erinnert und in den Kisten gewühlt. Jetzt gefällt es mir sehr gut, dass irgendwo noch etwas Verspielteres zu finden ist. 

Größere Probleme gibt es gerade nicht -zum Glück. Das Einzige, das zwischen mir und der fertigen Jacke steht, ist fehlende Nähzeit. Aber nachdem in nächster Zeit ein paar Nähevents anstehen - und eines davon kommenden Samstag - hoffe ich, dass ich eine Punktlandung hinbekomme. Schließlich würde ich ja gerne auch noch eine richtige Winterjacke nähen. 

Wie weit alle anderen sind, kann man bei Elke sehen.