Sonntag, 19. Oktober 2014

HerbstjackenSewAlong II

Der Herbstmantel... Der Plan steht: zuerst einmal das Johanna-Schnittchen in grau. Der Oberstoff ist zugeschnitten und Teile ja auch schon zusammengenäht. Auch wenn ich gerade festgestellt habe, dass der erste Ärmel, den ich eingenäht habe, so nicht passen kann. Vor dem Futter drücke ich mich gerade mal wieder. Ich hasse es, flutschiges Futter zuzuschneiden oder zusammenzunähen. 
Vor mir selbst entschuldige ich mich gerade für meine Unentschlossenheit und mangelnde Tatkraft damit, dass ich nicht so recht weiß, ob mir das Grau in Grau dann nicht doch zu fad ist. Einerseits denke ich, dass ein schlichter, klassischer Mantel gut ist, weil er ja fast überall dazu passt und man mit Schal etc. ja ohnehin noch Farbe ins Spiel bringen kann. Außerdem passt schlicht ja auch gut zu dem Mantelschnitt. 

Das ist der graue Mantelstoff.
Andererseits schwebt mir noch ein bisschen der Gedanke im Kopf herum, dass ich ja den Mantel an irgendeiner Stelle besticken könnte. Bei urbanthreads.com gibt es immer wieder coole Beispiele, wie aus schlichten Sachen ganz besondere Stücke werden. Dazu müsste ich jetzt aber vor dem weiteren Nähen noch Sticken. Und irgendwie traue ich mich dann doch nicht. Vielleicht hebe ich mir das dann für eine Frühlingsjacke auf? Die dann ja ohnehin farbiger werden würde?
In der Zwischenzeit habe ich quasi an der Miniversion meiner Herbstjacke gearbeitet - einer Kinderjacke aus der Ottobre. Die Taschen haben mich fast in den Wahnsinn getrieben und ich glaube nicht, dass ich sie ordnungsgemäß angebracht habe. Auch beim endgültigen Zusammennähen habe ich glaube ich fünf mal getrennt, bis es dann halbwegs so war, wie es sein sollte. Die Anleitung war für mich ein bisschen zu viel. Daher bin ich noch mehr ins Grübeln gekommen, was die Ottobre Jacke angeht. Aber zugeschnitten ist ja schon...Und die Farben wären schon auch wirklich schön. 
Motivation holen gehe ich jetzt hier, denn die vielen schönen Schnitte und Stoffe reißen mich hoffentlich auch endlich mal aus meinem schon viel zu lange dauerndenNähtief.

Dienstag, 7. Oktober 2014

Apfelbluse beim MMM

Fotos sind bei mir zur Zeit Mangelware. Es ist in den letzten Wochen einiges fertig geworden, aber mit dem Fotografieren haut es meist nicht hin und dann sind die Sachen schon in Gebrauch, wobei ich dann erst recht vergesse, sie mal im Bild festzuhalten. 
Für heute hat es endlich mal geklappt und ich kann auch einmal wieder beim MMM dabei sein, bei dem ich in letzter Zeit immer nur zum Schmökern bei anderen vorbeigesehen habe.  
Zum Glück halten sich Herbststürme und eisig kalter Wind noch in Grenzen. An manch einem wärmeren Tag darf daher meine neue Bluse noch aus dem Schrank. Die Webstoff-Spezial beim Stoffbüro hat meinen Wunsch nach noch mehr Oberteilen aus Webware weiter angefacht und so ist kurz entschlossen eine Sophie - ein Schnittchen - entstanden. 



Der Stoff war ein Hamsterkauf vor längerer Zeit bei Stoff und Stil - wieder einmal so ein Fall, bei dem ich denke, ich muss ganz viel davon haben (Stoffängste eben...) und dann feststelle, dass die Hälfte bestimmt auch genug gewesen wäre. Daher habe ich auch jetzt noch jeder Menge Stoff übrig, der aber definitiv noch auf Verarbeitung warten muss. Auf sommerlichere Zeiten.

An sich bin ich ganz zufrieden mit der Bluse. Mir gefällt der schlichte Schnitt und auch zu nähen war es wirklich einfach. Kein Reissverschluss, einfach zum Schlupfen und noch dazu gemütlich und bequem. Ich hadere noch ein bisschen mit der Länge. Angesichts der Tatsache, dass mein Körperschwerpunkt definitiv bei meinen Hüften liegt, weiß ich nicht, ob ich sie nicht doch gerne noch ein bisschen länger hätte, um da nicht gerade das Hauptaugenmerk hinzulenken. Vielleicht beim nächsten Mal.

 

Sonntag, 28. September 2014

#HerbstJSA

Ich muss gestehen, ich bin viel besser im Plänemachen und Stoffekaufen als im Nähen - oder zumindest bei den ersten beiden Dingen wesentlich schneller. Ich habe immer viele  verschiedene Sachen zugeschnitten hier liegen, oder auch schon ein bisschen daran genäht oder zumindest alle Zutaten ordentlich auf einen Stapel sortiert, um bald damit anzufangen. Wie's aber so ist, kommt dann das Leben oder ein neues Projekt dazwischen. So geschehen auch bei gleich zwei Mantelideen im letzten Herbst. Voller Begeisterung habe ich Stoff und Schnitte ausgesucht, beim einen blieb es bisher beim Zuschnitt, weil ich da schon an der Beschreibung, wie die Taschen genäht werden, jede Lust verliere.  Gemeinsam nähen und sich den anfallenden Problemen stellen, ist aber viel besser, daher freue ich mich sehr über den HerbstjackenSew-Along, den Chrissy und Karin auf die Beine stellen. Treffpunkt heute ist bei Chrissy und es geht um Inspirationen und Schnittmuster. 


Meine zwei Pläne stehen relativ fest: Zum einen liegt hier Johanna von Schnittchen in einer gekürzten Version. Zu lange Mäntel stehen mir nicht, daher habe ich das Schnittmuster um ein paar Zentimeter gekürzt. Die einfache, klare Linie des Mantels gefällt mir aber sehr gut. Toll ist auch, dass es dazu eine Fotoanleitung gibt, sodass ich zuversichtlich bin, dass ich das hinbekommen kann. Skeptisch bin ich immer beim Futter, da macht mir das Zuschneiden schon keinen Spaß. 
Zum anderen schmachte ich schon seit letztem Jahr den Parka "Fall Favorite" aus der Ottobre 5/2013 an (wie eine ganze Reihe anderer Schnittmuster aus diesem Heft). 

 
Den hätte ich auch sehr gerne. Wenn der Motivationsschub und meine Zeit es zulassen, dann würde ich mich nach der Johanna noch an dieses Teilchen wagen. Aber das wäre quasi der Bonus. Freuen würde ich mich schon, wenn ich einen Mantel gut hinbekommen würde.

Sonntag, 7. September 2014

MSBDS: Zwischenstand

Doch ja, ich bin vorangekommen, ein ganzes Stück sogar. Aber ganz ehrlich: Ich hasse es schon immer, den ersten Ärmel zu stricken, beim zweiten verlässt mich dann nahezu ganz die Lust. Daher dümpelt mein Pulli seit ein paar Tagen in diesem Zustand herum und es geht nichts voran. 


Dazu kommt auch noch, dass ich natürlich in meiner ersten Begeisterung für die Wolle nicht bedacht habe, dass die eingearbeiteten Pailetten evtl. ein bisschen kratzen könnten. Was sie aber beim ersten Anprobieren dann natürlich doch tun. Daran hätte ich doch schon mal vor dem Kauf denken können. Abgesehen davon fühlt sich der Pulli ganz gut an. Die Beulen auf dem Foto sind auch nur dem unordentlichen Hinlegen geschuldet und in der Realität nicht so. 

Bei Chrissy hab ich schon einen Ausblick auf ihren Zwischenstand erhascht, der mich wieder mal an meine im Keller schlummernde Strickmaschine erinnert. Hier sieht man, wie es um alle Strickstücke so steht. 
 

Montag, 1. September 2014

Herbstkindsewalong #2

      Bei Bea von nEmadA findet auch in diesem Jahr der Herbstkindsewalong statt. Letztes Jahr sind tatsächlich beide geplanten Jacken auch fertig geworden. Der Schnitt war an sich schön, das Ergebnis auf dem Bügel auch. Da der Sweatshirtstoff abgesteppt wurde, ist das ganze aber eine eher feste Variante geworden, weniger kuschelig.
Zeit habe ich wie immer gerade gefühlt überhaupt keine. Heute habe ich mir mal eine Stunde Nähzeit freigeschaufelt - und dann, nachdem ich ein kleines Sweatshirt für den Nachwuchs fast fertig hatte, gleich vor lauter Hektik einen Druckknopf verkehrt herum angebracht. In der Praxis sieht es also gerade eher chaotisch aus, im Pläne schmieden bin ich aber gerade zu solchen Zeiten gut. Und das Kind braucht ja auch mal eine Jacke. Daher der feste Vorsatz, neben einer Hose für mich, möglichst zeitnah auch eine Kinderjacke zu nähen.

 

Beim Schnitt habe ich mich für das Modell 12 aus der Ottobre 1/2013 entschieden, in blau, mit grünem Reissverschluss. Oder rotem oder gelbem. Mal sehen...
Beim Futter dachte ich erst an eine Vlieseinlage (Thinsulate?) und dazu das vorgeschlagene Baumwollfutter. Nachdem ich jetzt einen schönen grünen Fleece in meinem Schrank wiederentdeckt habe, favorisiere ich fast den als Futter. Die Kapuze soll dann eventuell das vorgeschlagene Baumwollkarfutter bekommen. 

Applikationen finde ich an sich immer toll, in der Anwendung aber schwierig. Wenn ich noch etwas Passendes finden sollte, dann kommt das auf den Rücken, aber geplant ist eine eher schlichte Variante. 
Was sonst noch für Jacken entstehen, ist hier zu sehen.

Donnerstag, 28. August 2014

HosenHerbst

Eigentlich trage ich viel häufiger Hosen / Jeans als Röcke oder Kleider - zumindest zur Arbeit bzw. in der Öffentlichkeit. Trotzdem habe ich mich bisher noch nie an einer Hose für mich selbst versucht, wenn man mal von einer Jogginghose absieht, die aber auch ein ziemliches Desaster war. Es schreckt mich nicht einmal ab, dass es vielleicht ein bisschen komplizierter sein könnte. Zwei Männerhosen habe ich schon genäht, die gut passen und das Nähen hat noch dazu auch noch richtig Spaß gemacht. Ich fürchte ganz einfach, dass ich bei einer Hose die Passform nicht richtig hinbekomme. Schon bei Kaufhosen habe ich meine Probleme, etwas Passendes zu finden. Der Hosenherbst kommt für mich daher wie gerufen, um diese Phobie mal in den Griff zu bekommen. 

Das Monatsthema August: Hosenformen, Hosenmoden, Hosenschnitte 

Was für eine Hose möchte ich nähen? Welche Hosen habe ich bisher gerne oder ungerne getragen? 
 Diese beiden Fragen gehören für mich definitiv zusammen. Für mich kommen generell zwei Arten von Hosen in Frage: eine enge Röhre, die ich dann mit Stiefeln oder Stulpen kombinieren kann oder weites Bein bzw. bei Jeans auch gerne Bootcut (aber nicht zu weit ausgestellt)
Was sind meine Ansprüche an eine Hose? 
 Hosen dürfen bei mir nicht zu hoch sitzen, alles was in Richtung Taille geht, finde ich unbequem. Andererseits sollten sie, auch wenn man sich hinsetzt oder sich bewegt, nicht die Sicht auf die Körperteile freigeben, die sie eigentlich bedecken sollte. 
Welcher Hosentyp passt zu meinem Körper und zu meinem Leben? Aus welchem Material möchte ich meine Hose nähen?
Praktische, bequeme Hosen, die nicht zu empfindlich sind und gleichzeitig nicht zu sehr nur nach Freizeitlook aussehen. Ich habe hier Baumwollköper in weiß und blau liegen, den würde ich gerne verarbeiten, hängt aber vom Schnittmuster ab, da schwebt mir nämlich noch anderes vor. 
Welche Schnittmuster habe ich bereits ausgesucht? Was für ein Schnittmuster suche ich noch?
Nachdem ich ja - mal wieder - ein bisschen langsamer bin als alle anderen bei meiner Entscheidung, hatte ich schon den Vorteil, bei den Schnellentschlossenen schon einmal Anregungen zu sammeln. 
Für eine enge Hose habe ich bei Mirella ein Modell entdeckt, das mir auch gefallen würde. Die Burda liegt schon bereit und der Bildernähkurs würde mir auch entgegenkommen. Schön fände ich auch die Jeans aus der aktuellen Ottobre, aber da sind mir die Anleitungen immer ein bisschen zu knapp und ich würde erst einmal üben wollen.
Den ganzen Sommer schmachte ich schon die schönen gemusterten Flatterhosen an, die alle Welt trägt. Ich habe mich auch dazu hinreißen lassen, die ein oder andere anzuprobieren, aber die Taschen, die alle auf Höhe der Oberschenkel hatten, waren für mich eine Katastrophe. Sehr schön fand ich die Version von Frau Crafteln, die mich wieder ins Träumen versetzt hat. Der Sommer ist ja eigentlich vorbei, aber so für zuhause...? Das wäre dann mein Modell der Wahl. Die Hose wäre auch ideal als "Aufwärm"projekt, um dem Hosenthema schon mal ein bisschen näher zu rücken, ohne gleich zu verzweifeln. So als Motivation für die nächste Hose. 
Gefallen würde mir auch eine richtige Marlenehose wie hier, ich denke aber, im Alltag würde ich sie zu selten tragen. Juniper von Colette habe ich mir mal in einem Anfall von "ich nähe jetzt eine Hose" schon vor ewigen Zeiten heruntergeladen, aber im Moment packt mich da die Motivation nicht so recht.
Ms Fishers Idee von einer kurzen Hose mit dicken Strumpfhosen für den Herbst finde ich so schön, bin mir aber nicht sicher, ob mir das stehen würde. Diese beiden Modelle hier und hier fände ich aber perfekt dafür.  

Jetzt reihe ich mich mal ein in die Runde derer, die auch von selbstgenähten Hosen im Herbst träumen.