Samstag, 12. Juli 2014

Stoffwechsel - das (Fast)Finale

Das Finale liegt jetzt schon eine Woche zurück - und mein Kleid ist immer noch nicht ganz fertig. Zu viele Dinge im realen Leben, die Fußball-WM, während der ich mich zwar zum Stricken vor dem Fernseher, nicht aber zum Nähen ohne denselben aufraffen kann, die Angst (wie bei vielen anderen) den Stoff anzuschneiden und dann festzustellen, dass es nichts wird... Viele Faktoren haben da zusammengespielt. 

Ich war eigentlich sehr schnell entschlossen, aus dem Stoff das Simplicity 7051 zu nähen, weil ich schon so viele schöne Varianten gesehen habe und der Schnitt schon lange auf meiner Nähliste stand. Aus oben erwähnter Furcht vor Stoffverschnitt und mangelnder Begeisterung und Passform beim Ergebnis habe ich ein Probekleid genäht und festgestellt, dass der Schnitt rein gar nichts für mich und meine Figur ist. Ich brauche bei Kleidern Schnitte, die irgendwie die Taille erkennen lassen. Also habe ich erst einmal alles zur Seite gelegt und Schnittmuster gewälzt. 

Die Entscheidung fiel dann auf das von mir auch schon oft bewunderte McCalls 6503. Nachdem ich das aber auch noch nie genäht hatte, musste auch hier ein Probestück her. Ich wollte gerne Version D - und bin am Kragen fast verzweifelt. Aber die (nicht fertig gestellte) Probevariante gab dann den Startschuss für das "richtige" Kleid. 

Für meine Verhältnisse habe ich dieses Mal sehr langsam und genau genäht, alle Passzeichen eingehend studiert und aufeinandergelegt, weil ich wollte, dass es was wird. Dadurch hat alles noch länger gedauert. Gesäumt ist das Kleid noch nicht, die Knöpfe fehlen noch und den Reissverschluss habe ich so verhunzt, dass ich ihn nochmal raustrennen muss. Ein bisschen Zeit muss ich also noch investieren - und Tragebilder gibt es dann erst mit ganz fertigem Kleid. Ein erster Ausblick aber schon jetzt:

  
Trotz Verzögerung beim Nähen: Das Kleid gefällt mir bisher schon ausgesprochen gut. Ein bisschen kurz ist es vielleicht, aber noch im Rahmen. Der Stoff, den mir meine Stoffpatin ausgewählt hat, hat mir von Anfang an sehr gut gefallen, aber so recht vorstellen konnte ich mir nicht, wie ich ihn tragen würde. Ich habe für mich in letzter Zeit festgestellt, dass ich häufiger einfarbige Sachen trage, auch wenn ich beim Stoffkauf oft zu wilden Mustern greife. Solche Stoffe schlummern dann aber meist ewig bei mir im Schrank. Das Erstaunliche bei diesem Stoff, den ich aus genau den Gründen vermutlich nicht gekauft hätte, ist aber, dass ich mich schon bei der ersten Anprobe sofort drin wohlgefühlt habe und ich glaube, dass ich es häufiger tragen werde. Verrückte Sache...

Der Schnitt passt auch viel besser zu meiner Miette, die sich farblich an das Kleid perfekt anpasst. 


Liebe Stoffpatin, vielen Dank für den tollen Stoff und das schöne Paket, über das ich mich so sehr gefreut habe. Ich habe keine Ahnung, wer hinter dem Stoff steckt, auch wenn schon eine ganze Reihe aufgelöst worden ist. Ich habe so langsam auch ein bisschen den Überblick verloren. Vielen Dank auch noch einmal an Frau 700Sachen, die die Aktion organisiert hat. Ohne euch beide hätte ich mich vermutlich auch in den nächsten zwei Jahren nicht an die beiden Schnitte gewagt und sie nur immer wieder mal sehnsüchtig angeguckt. 
Mit Zeitplänen habe ich im Moment leider so meine Schwierigkeiten, weil kein Tag wirklich läuft wie geplant, aber ich wäre trotzdem sofort wieder dabei. 

Alle anderen Stoffwechsel-Kreationen gibt es hier zu sehen. 

Montag, 23. Juni 2014

Erdbeerernte, Brioche und Sonnenschein

Die Gelegenheit, bei einem Erdbeerfeld auf dem Nachhauseweg schnell noch einen Zwischenstopp einzulegen, konnte ich mir nicht entgehen lassen. Schwuppdiwupps waren fast vier Kilo gepflückt und am nächsten Tag ist daraus dann leckere Erdbeermarmelade geworden. 



Passende Etiketten drauf und schon fühlt sich die selbstgemachte Marmelade gleich noch luxuriöser an. 

Aber nur Erdbeermarmelade ist ja auch nichts. Also ging's am Sonntagmorgen gleich noch mal in die Küche und nach einiger Zeit mit Kneten - Warten - Kneten und Warten war es dann fertig, das vegane Brioche.  


Zutaten: 
500 g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
60 g Zucker (Wer es gerne süß mag, muss noch mehr Zucker ergänzen. Mit 60g Zucker wird es nur leicht süßlich, aber sehr lecker)
60g vegane Margarine
ca. 300ml Sojamilch
1 EL Maisstärke oder Eiersatz für ein Ei

zusätzlich etwas Milch und Margarine

Zubereitung:

Mehl, Zucker, Stärke und Hefe mischen

Sojamilch leicht erwärmen und gemeinsam mit der in Stücke geschnittenen Butter zu den trockenen Zutaten geben. 

Alles zu einem geschmeidigen Teig kneten. Wichtig ist es, den Teig ordentlich durchzukneten. 10 bis 15 Minuten sollte man dem Teig durchaus gönnen.

Im Anschluss lässt man den Teig an einem warmen Ort ca. 60 Minuten gehen. 

Der Teig wird dann noch einmal für ein paar Minuten ordentlich durchgeknetet und in drei Stücke geteilt. Die Teigstücke werden zu Rollen geformt und anschließend miteinander zu einem Zopf verschlungen. 

Dann kommt noch einmal ein ganzes Stück Wartezeit: Der Zopf sollte noch einmal bis zu 60 Minuten an einem warmen Platz gehen oder zumindest so lange, bis er ungefähr die doppelte Größe hat. 

Dann erwärmt man die Milch mit der Margarine und streicht den Zopf mit der Mischung ein. Wer mag, kann noch etwas Hagelzucker auf den Zopf streuen. 

Dann geht es ab in den Ofen: 35 - 40 Minuten bei 150 Grad. Damit der Zopf schön weich bleibt, zwischendrin mit der Milch-Butter-Mischung bestreichen und den Zopf, wenn er zu braun zu werden droht, mit Folie abdecken. 



Noch lauwarm ab damit auf den Balkon und bei Sonnenschein, aber doch noch recht kaltem Wind alles ganz frisch genossen - so könnte jeder Tag für mich anfangen. 

Samstag, 21. Juni 2014

WM-Stricken - auch ich bin dabei...

In diesem Jahr war ich nicht wirklich in WM-Stimmung. Die Zeiten, zu denen die Spiele stattfinden, sind für mich äußerst gewöhnungsbedürftig und die letzten Testspiele waren ja auch nicht unbedingt berauschend. Mittlerweile hat mich das WM-Fieber aber doch angesteckt und immer, wenn sich die Gelegenheit bietet (und mir bei den späten Spielen nicht schon fast die Augen zufallen), schaue ich ein Spiel. 

Allerdings gibt es dann doch gewisse Unterschiede: Es gibt Spiele, bei denen ich mitfiebere, die einfach spannend sind und es gibt Spiele - naja, das sind dann eher die Spiele, die man eben so mitnimmt und bei denen nichts dagegen spricht, sich eine Zweitbeschäftigung zu suchen. Was gäbe es da Besseres als Stricken?

Zuallererst habe ich mein Frühlingsjäckchen endlich fertiggestrickt.Ganz gibt es das aber erst zu sehen, wenn die Knöpfe angenäht sind. 



Als die Jacke fertig war, war mein erster panischer Gedanke: Jetzt habe ich ja nichts mehr zu stricken. Also schnell meine gedankliche Wunschstrickliste und die Tiefen des Woll/Stoffschranks durchsucht und eine Entscheidung war gefallen natürlich konnte ich mich wieder einmal nicht entscheiden. 

Auswahlkriterium: Idealerweise sollte das gute Stück einfach glatt rechts zu stricken sein, also nicht viel zum Zählen beinhalten, sondern stumpfes Vorsichhinstricken, damit ich gleichzeitig auch noch zum Fernseher linsen kann. 

Erstes Projekt daher: eine Neuauflage meiner Mirabell von hier. Tja, das gute Stück war schon fertig. Fertig geworden während der Babybauchzeit und nie getragen, denn in einem Anfall von post-nataler Hormonverwirrung und noch mit zusätzlichen Babypfunden, die einen Aufräumschub nach sich zog nach reiflicher Überlegung, kam ich zu dem Schluss, dass das gute Stück einfach zu kurz ist und ich es noch einmal länger stricken muss. Also habe ich damals kurzerhand das gute Stück noch einmal aufgetrennt (was mich jetzt schon ein bisschen wurmt). Aber es strickt sich schnell und ich bin guter Dinge, dass es schon werden wird. Gerade eben aber langweilt es mich nach den ersten 25 Zentimetern doch ein bisschen.



Zweites Projekt: Eine schon lang angeplante Jacke für den Herrn des Hauses nach dieser Anleitung. Vor Männerjacken schrecke ich meist ein bisschen zurück angesichts der Größe und der Dauer des Strickprozesses, aber das gibt sicher gute Strickkarmapunkte.Da die Farben aber wirklich schön sind, hat mich jetzt hier das Strickfieber gepackt. 



Nichts mehr während der WM wird es wohl mit dem geplanten Pulli aus dieser Wolle: 



Online Arcadia - ein Baumwollgemisch mit eingewebten Pailetten. Normal neige ich nicht wirklich zu Glitzer und Co, aber in dem Fall war ich einfach entzückt. Jetzt liegt die Wolle hier, es juckt mich in den Fingern, aber ich versuche standhaft zu bleiben. Heute abend glühen die Nadeln ohnehin nicht da sind dann Chips und Daumendrücken angesagt...

Montag, 2. Juni 2014

Überraschungspost - das Stoffwechselpaket

Hach, was war ich gespannt, wann mein Stoff zu mir kommt und was es wohl für ein Stoff werden wird - und genau an dem Tag, an dem ich nicht daran gedacht habe, lag er dann im Briefkasten. 


Und was habe ich mich darüber gefreut. Der Stoff hat mir auf den ersten Blick sehr gut gefallen, natürlich habe ich ihn hin und her gedreht und überlegt, was daraus werden könnte, wozu er passen könnte - und dann ist mir aufgefallen, dass meiner Stoffschenkerin etwas gelungen ist, was ich bis jetzt noch nicht geschafft habe: Den passenden Stoff zu meiner pinkfarbenen Miette zu finden. Also schnell nach dem Jäckchen gekramt und tatsächlich - die Farben passen perfekt dazu. 



Ideal also, um eine weitere Lücke in meinem Kleiderschrank zu füllen. Und perfekt, weil ich selbst vermutlich beim Stoffkauf wieder zu zögerlich gewesen wäre und wie immer zu einem Unistoff gegriffen hätte.

Mein Plan für den Stoff: Es ist eine relativ kräftige Baumwolle, daher würde ich eher nicht zu einem Oberteil tendieren. Schon lange liegt bei mir Simplicity 7051 und der Schnitt ist mir als erstes in den Sinn gekommen. Nachdem ich ihn noch nie genäht habe, müsste ich vorher allerdings ein Probekleid nähen, damit das was wird.

Meine Stoffsucherin hat sich in jeder Hinsicht so viel Mühe gegeben und sich genaue Gedanken gemacht und ich habe mich so gefreut, wie genau sie doch alles auf meinem Blog angesehen haben muss. Mein Päckchen enthielt nämlich neben dem Stoff nicht nur eine liebe Karte, sondern auch passendes Nähgarn und eine Tüte veganer Gummibärchen. Sozusagen die perfekte Nähnachmittagsausrüstung. Vielen lieben Dank also schon einmal unbekannterweise in diese Richtung! Vielen Dank auch noch einmal an Frau Siebenhundertsachen - die Idee war grandios und die Organisation klasse!

Was für Stöffchen sonst so bei welchen Bloggerinnen gelandet sind, könnt ihr hier sehen. 

Donnerstag, 1. Mai 2014

Achtung Stoffwechsel!


http://siebenhundertsachen.wordpress.com/2014/04/21/stoffwechsel-regeln-und-zeitplan/

Frau Siebenhundertsachen rief vor kurzem zum "Stoffwechsel" auf. Die spannende Grundidee: Eine Bloggerin sucht für eine ihr unbekannte Bloggerin einen Stoff auf, schickt ihn ihr zu und daraus soll dann ein Kleidungsstück entstehen. Genaueres findet ihr dazu hier. In jedem Fall vielen Dank an Frau Siebenhundertsachen für die geniale Idee und die Organisation der Aktion. 



Für heute steht der Nähsteckbrief auf dem Plan, den jeder von sich veröffentlicht, damit die später dazu geloste Partnerin ein bisschen mehr Informationen beim Stoffkauf hat.


Was nähst du am liebsten für dich?

Ganz allgemein: schlicht, einfach, alltagstauglich, nicht zu verspielt, sondern eher geradelinige Schnitte und Formen. Natürlich reizen mich ausgefallene Schnitte und auch besonders schöne Kleider, aber meist gibt es Vorrang für die Alltagstauglichkeit. Am häufigsten nähe ich für mich zur Zeit Shirts, Tops und Kapuzenjacken - einfache, bequeme Sachen aus Materialien, die den ein oder anderen Fehler verzeihen und an denen ich nicht lange herumtüfteln muss. Es gibt eine lange Liste von Schnitten, die ich nur zu gerne ausprobieren würde, zum Nähen komme ich meist aber nur in Minietappen und teilweise mit großem Zeitabstand, so dass mich Fehlschläge bei Schnittgröße oder der Passform oder die Tatsache, dass ich mich erst länger wieder in etwas hineindenken muss, so nerven, dass ich lieber zu einfachen Schnitten greife, bei denen ich weiß, dass ein Erfolgserlebnis bevorsteht.

Und wenn wir kurz mal vor allem an Oberteile und Röcke denken, was würdest du da gern nähen? Hast du schon etwas vor Augen?

Schon lange suche ich einen Schnitt für eine Longbluse wie diese (Kaufbluse): 



Wichtige Kriterien: Unterhalb der Brust zu raffen / eng einzustellen und nicht zu sehr ausgestellt, sondern eher schmal gehalten. 
Für einen solchen Schnitt würde ich tatsächlich auch meine Knopflochphobie in Angriff nehmen. Hat jemand irgendetwas in der Richtung?
In jedem Fall wären ein paar neue Oberteile wichtig bei mir - gerade in Richtung Bluse müsste ich meinen Nähhorizont mal erweitern. Neben der eher sportlichen Variante kann ich mir auch gut etwas weich fließendes, auch mit (dezenter) Schluppe vorstellen. 

Rockmäßig hätte ich schon sehr lange sehr gerne einen gut sitzenden Bleistiftrock. Vermessen und selbst aufzeichnen haben mich bis jetzt immer zugunsten eines schnellen Näherfolgserlebnisses diesen Plan zurückstellen lassen, fest geplant ist es aber. Die richtige Passform für Röcke und Hosen ist bei mir schwierig zu finden: Oft stehen die Röcke an der Taille einfach so weit ab, dass ich es als unangenehm empfinde. Gut gefallen hat mir bisher z. B. Norma aus der Ottobre 5/2010 als einfacher Grundschnitt, begeistert bin ich auch von meinem neuen Halbtellerrock. (Nicht nur) Aus praktischen Gründen (keine Strumpfhosen / sichtbare käsige Beine / passendes Schuhwerk ...) greife ich oft zur Hose und ich trage sehr gerne (aber nie selbstgenähte) Jeans (auch wenn ich mich damit im Nähuniversum als Außenseiter oute), aber für diesen Sommer soll es doch mehr Röcke geben. 

Die Glaubensfrage: Webstoff oder Jersey? Oder doch beides?

Siehe oben: Aus praktischen Gründen oft eher Jersey, es liegt aber auch jede Menge Webstoff hier, für den ich schon reichlich Pläne habe. An sich bin ich also offen für alles, nur nicht zu flutschig oder zu fein.

Welches Material vernähst du am liebsten (z.B. Viskose, Baumwolle, Wolle, …) – gegen was hast du eine (starke) Abneigung?

Wolle, Seide und alles andere, was vom Tier kommt, findet sich bei mir grundsätzlich nicht im Kleiderschrank. Abgesehen davon ist Stoffkauf bei mir dann eher eine spontane Entscheidung. Baumwolle und Leinen mag ich gern, Kunstfasern sind für mich kein Hindernis, wenn es nicht zu künstlich wird.

Was sind deine Lieblingsfarben, welche stehen dir gut? Welche gehen gar nicht?
Lieblingsfarben: Blau und Grau in vielen unterschiedlichen Tönen, auch in Richtung petol, aber nicht türkis. Dazu auch gerne noch senf oder altrosa. Schwarz und weiß sind natürlich immer drin. Im Sommer gerne auch ein bisschen rot oder dann für den Herbst schöne satte Naturfarben in grün oder braun. Überhaupt nicht gehen Neon, Lila und Orange oder zu knallige oder zu zarte Farbtöne, die mich blass aussehen lassen. Ich liebe z. B. Blau, aber auf keinen Fall ein stechendes, kaltes "Royalblau", sondern eher die "ruhigere" Variante und in den meisten Fällen auch eher die dunkle Variante als die helle (also z.B. eher dunkelrot als hellrot). 

Welche Muster magst du? Groß oder klein? Blumen, Streifen, Punkte? Oder sind Muster vielleicht gar nicht so deins?

Bei Mustern kommt es auf den Verwendungszweck an. Punkte und Streifen sind generell in Ordnung. Blümchen mag ich bedingt, moderne grafische Muster eher weniger. Für Röcke oder Hosen bin ich bei Mustern eher zurückhaltend und greife eher zu Uni oder ganz dezenten Varianten.  

Hier ein Blick in mein Stofflager bei den gemusterten Sachen:




Was sind die Kleidungsstücke, die dir (in letzter Zeit) in deinen Augen am besten gelungen sind? Sind welche dabei, die du vor allem wegen ihres Stoffes magst?

 

Wieviel Stoff verbrauchst du ca. für einen Rock, ein Oberteil, ein Kleid?

Bei Shirts zwischen 1m (Kurzarm) und 1,7m (Wasserfall mit langen Ärmeln), bei einem gerade geschnittenen Rock 1m, sonst habe ich wenig Erfahrungswerte, meist kaufe ich aber max. 2 Meter und bin bisher immer gut ausgekommen.

Gibt es sonst noch etwas, das dich als Näh-/Stofftyp in deinen Augen ausmacht?

Puh, schwierige Frage. An sich halte ich mich da für unkompliziert (nachdem die Frage aufkam) und stoffgeschäftemäßig bin ich auch nicht zu sehr verwöhnt. Ich mache immer viele Pläne, sortiere ständig meine Stoffe um, kann mich aber immer schwer aufraffen, dann wirklich einen Stoff anzuschneiden - also ist der Zeitplan für mich ein guter Ansporn. Ich freue mich immer über neue Schnittideen oder auch Kombis von Farben und Stoffen, die ich bisher so nicht auf dem Plan hatte. 

Jetzt bin ich erst einmal gespannt auf die anderen Nähsteckbriefe - und dann natürlich darauf, für wen ich shoppen gehen darf.


Mittwoch, 30. April 2014

MeMadeMittwoch: Kuschelig Warm

Zur Zeit bin ich nähtechnisch in einer Testphase gelandet - ich habe viele Pläne im Kopf, kann mich bei vielen Sachen aber einfach nicht aufraffen und lande dann bei Kleidungsstücken, die (wie ich bei der Auswahl hoffe), eine möglichst geringe Fehler/Anpassungs/Frustquote haben. Und so teste ich mich gerade durch eine Reihe von Shirt und Hoodie/Sweatshirtjackenschnitten. Kapuzenjacken habe ich in letzter Zeit tatsächlich in drei Varianten genäht. 
Eine davon ist diese hier: 


Stoff:   grauer Fleece von Stoff & Stil - Rest von einem Weihnachtsgeschenk,  
           Jersey & Bündchen von Michas, Ärmelflicken - ?
Schnitt: Jill von CZM

Die Jacke ist genau richtig für das schmuddelige, graue Aprilwetter, das sich draußen breit gemacht hat. Ob es bei anderen kleidungstechnisch etwas frühlingshafter aussieht als bei mir, gibt es beim MMM zu sehen, wo
Melleni von talentfreischoen heute in einem tollen Kleid die Runde anführt, das mich gleich mal zum Nachdenken über das Testen von Jerseykleidern bringt.