Freitag, 15. Juni 2012

Die beste Bande der Welt


Heute gibt es einmal weder Gekochtes, noch Genähtes oder Gestricktes - nein, heute steht mal wieder neuer Lesestoff auf dem Programm. Und es geht auch nicht ums Handarbeiten, Kochen oder Backen, sondern um eine wichtige Frage.



Was macht man, wenn man nirgendwo so richtig dazu gehört? Genau vor diesem Problem steht nämlich Oskar in dem Buch „Die beste Bande der Welt“ von Saskia Hula. Alle Kinder im Hof gehören plötzlich zu einer Bande – nur er passt in keine der Gruppen hinein. Irgendetwas stimmt immer nicht und so will ihn keine Bande haben. Aber Oskar gibt nicht auf und nimmt die Sache selbst in die Hand: Er gründet seine eigene Bande und wird natürlich auch Bandenchef. Aber einen Haken hat die ganze Sache. Er ist das einzige Mitglied. Doch Oskar geht die Sache ganz geschickt an und weckt mit geschickten Tricks die Neugier vieler anderer Kinder auf seine Bande, deren Geheimversteck und Geheimparole. Bald ist Oskar nicht mehr alleine, sondern Teil einer bunt zusammengewürfelten Truppe, die sich bestens versteht und die definitiv die beste Bande der Welt ist – nicht nur für Oskar.

Die Geschichte um Oskar ist einfach, besticht aber gerade dadurch. Zum einen geht es darum, den Mut zu haben, Dinge auch selbst anzupacken, zum anderen zeigt es aber auch, dass erst eine bunte Mischung eine Gruppe erst wirklich interessant macht. Die Problematik, dass sich immer wieder Banden und Gruppen bilden und man manchmal das Gefühlt hat, nirgends wirklich dazuzupassen, ist sicherlich für viele Kinder ein Thema. Saskia Hula hat dies in witziger Art und Weise aufgegriffen und es macht Spaß Oskars Geschichte zu lesen, weil der Text die Situation auf amüsante Weise beschreibt. Die Sätze sind einfach, sodass auch Erstleser sicherlich schnell damit klar kommen, aber trotzdem schön formuliert. Besonders die Geheimparole regt zum Schmunzeln und sicherlich auch zum Ausdenken eigener Geheimwörter an. Nicht zuletzt besticht das Buch aber auch durch die schönen Illustrationen von Ina Hattenhauer, die die Geschichte in putzig gezeichneten Bildern umsetzt. Text und Bilder ergänzen sich wirklich gut und auf allen Seiten gibt es eine Vielzahl an Details zu entdecken. Der Schwerpunkt liegt in meinen Augen ganz klar auf den Bildern. Die einzelnen Seiten haben jeweils nur wenige Sätze. Sicherlich ein Ansporn für alle Kinder, die sich noch schwer tun mit dem Lesen, für kleine „Buchstabenfresser“ ist es fast ein bisschen wenig Text. Insgesamt ein niedliches Buch mit einem interessanten Thema, das auf einfache Weise nett und kindgerecht präsentiert wird.

Erschienen ist das Buch im Residenz Verlag. Ich selbst habe es nicht bei einem Einkaufsbummel entdeckt, sondern über BloggdeinBuch bekommen - ein guter Tipp für alle Blogger, die auch gerne lesen und sich eine Meinung zu unterschiedlichsten Büchern bilden.

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