Sonntag, 7. Oktober 2012

Wintermantel-Sew-Along: Der Zuschnitt

Das war eine Aufregung um den Parkaschnitt! Erst gab es ein Durcheinander, was das Vergrößern bzw. Ausdrucken des Schnittes ging. Ich wollte einfach nicht glauben, dass es tatsächlich 125 Seiten sind, die man da ausdrucken muss. Es war aber wirklich so, weil jede im Ebook enthaltene Seite auf 25 Seiten ausgedruckt wurde. Das Ärgerliche an der Sache war für mich dabei die immense Papierverschwendung. Von den 25 Seiten waren jeweils 9 nicht oder kaum bedruckt, d.h. insgesamt 45 Seiten, die man sich ohnehin hätte sparen können. Nach 50 Seiten hatte ich erst einmal genug, wie viel Papiermüll sich von den restlichen Seiten ergeben hat, kann man hier sehen:


Von anderen Ebooks war ich ein besseres Platzmanagement gewohnt. Nachdem der Schnitt endlich ausgeschnitten war, hörte ich plötzlich von Sjoe, die den gleichen Parka nähen wollte, dass ihr Probestück vom Sitz her eher suboptimal ist und ein Futter gar nicht mehr hineinpassen würde. Also habe ich dann doch zähneknirschend einen Probemantel genäht - insgesamt sitzt er ok, das Rückenteil beult aber tatsächlich ein bisschen. Wenn man das aber enger macht, bekommt man glaube ich insgesamt Probleme, wenn man die Arme bewegen will.

Nachdem ich für das Schnittmuster schon einen halben Wald niedergemetzelt hatte, sollte der Papierverbrauch dann aber doch nicht umsonst sein und ich hoffe, dass das Rückenproblem nicht mehr so arg ins Auge sticht, wenn die Kapuze darüber hängt. Außerdem gefällt mir die Grundidee des Parkas trotzdem. Also habe ich auf der Suche nach einem dünnen Futter meine alten Winterjacken durchgesehen und festgestellt, dass sie alle kein wirklich dickes Futter haben. Daher habe ich beschlossen, diese Futterfrage eher minimalistisch anzugehen und mich auf das Nötigste zu beschränken.

Heute habe ich dann fleißig zugeschnitten und den doch eher labberigen Bouclé dann mit einem leicht dehnbaren Baumwollstoff verstärkt, damit er nicht mehr so winddurchlässig ist und nicht so leicht ausleiert. Dazu kommt dann noch das Innenfutter aus Baumwollflanell. Das hat mich den ganzen Nachmittag gekostet und ich hoffe, dass das dann auch damit belohnt wird, dass der Parka zumindest noch halbwegs passt und für meine Fahrt zur Arbeit warm genug ist. Bei meinem Probemantel passt platzmäßig auch noch meine Fleecejacke darunter - also wäre eine Zwiebellösung für kältere Tage durchaus möglich. Für den Kragen und den Saum brauche ich noch eine kleine dünne Einlage als Verstärkung, aber für heute habe ich genug...


Wie es allen anderen in ihrem Kampf mit Schnittmustern, Einlagen und Zuschnitt geht, ist heute bei Lucy zu lesen.

Kommentare:

  1. Na da mann man ja schon mal gespannt sein wie es weiter geht. Das überflüssig bedruckte Papier bei Ausdruckschnitten nervt mich auch immer...
    Liebe Grüße

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  2. Liebe Elsa, ich bewundere Dein Durchhaltevermögen! Ich hätte vermutlich schon alles beiseite gelegt. Die Papierverschwendung ist wirklich beachtlich. Ich wünsche Dir, dass der Parka dann nach der Fertigstellung auch Deinen Vorstellungen entspricht und drücke weiterhin die Daumen, dass alles gut klappt.
    Liebe Grüße und einen schönen Abend!
    Ulrike

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  3. wow, da bist du auf jeden Fall weiter als ich!
    die Stoffauswahl sieht schön aus und ich ich drücke ganz fest die Daumen, dass alles passt!

    LG
    sjoe

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  4. Ich hätte bei Seite 72 die Nerven verloren...da muss ich dich jetzt echt loben, dass du bis zum Ende durchgehalten hast...! Und was sehe ich da...du hast schon alles versäubert...?
    Ich hoffe deine Theorie mit dem Futter geht auf...ich würde wahrscheinlich erfrieren...aber dafür steht mein Mantel vor Überfütterung auch alleine in der Ecke und braucht nicht in die Garderobe gehängt zu werden...!

    Liebe Grüsse Gabi

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  5. Ich ziehe auch den Hut vor Dir! Ich habe wie Sjoe aufgegeben. Ich denke, irgendwann werde ich den Mantel mal nähen, wenn ich wieder eine Taille habe... ;-)
    Ich bin sehr gespannt, was Du draus machst!
    Steffi

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