Dienstag, 31. Dezember 2013

Was in den letzten Wochen so geschah...

In letzter Zeit war es hier ein bisschen ruhiger. Der Grund dafür ist ganz einfach: Zu viele Dinge auf einmal gehen nicht. Eine Tatsache, die ich gerne mal ignoriere, weil ich denke: Das haut schon irgendwie hin. Tut es aber dann oftmals doch nicht. Beim WKSAG bin ich heimlich, still und leise ausgestiegen: Alle Teile sind zugeschnitten, aber nicht vernäht. Beim Blazer haben mich Zweifel beschlichen, weil ich den ersten Blazer auch nicht gerne trage und erst einen für mich besser passenden Blazerschnitt finden will. Und dann war da ja auch noch Weihnachten...
Meine geplante Weihnachtsgeschenkliste war lang - und ich habe sie auch erfüllt, aber wenn die Entscheidung anstand zwischen Nähen oder Stricken und Fotos machen und Bloggen, dann hat ersteres gewonnen. Daher gibt es tatsächlich von allen Sachen, die in den letzten Wochen entstanden sind, kein einziges Bild, nur Fakten:
  • zwei Mal Fehmarn, in grün/ grau und blau / grau
  • eine graue Fleecejacke, verlängert nach dem Schnitt "Jill" von CZM
  • drei kleine Kosmetiktäschchen
  • eine große und eine kleine MyBoshi-Mütze
  • ein Set aus einer Zwergenmütze und passenden Fäustlingen
  • drei kleine Chili Bean Jacken - zwei davon mit passender Frida Pumphose
  • eine kleine graue Strickjacke für den Zwerg
  • eine Jacke nach dem Schnittmuster "Eve" von Schnittchen
"Eve" hatte es allerdings in sich. Den Schnitt finde ich einfach toll. Der Zeitpunkt der Fertigstellung war aber suboptimal gewählt: in der Nacht vom 23. auf den 24.12. Irgendwie war ich da wohl schon gedanklich bei Glühwein und Plätzchen und habe Vorder- und Rückenteil verwechselt. Die Jacke wurde dann trotzdem so verschenkt, mit dem Versprechen, alles nochmal neu zu nähen. Also war in den letzten Tagen Auftrennen angesagt. Jetzt liegen die Einzelteile hier. Diesmal wird aber genäht, wenn meine geistige Leistungsfähigkeit ein bisschen höher ist. 

Daneben sind in den letzten Wochen vor Weihnachten noch ein paar andere Dinge fertig geworden: 
  • ein Strickjäckchen für mich
  • ein Shirt für mich
  • ein Babyschlafsack
  • eine Babydecke
Mein Vorsatz für das neue Jahr lautet aber definitiv: mehr Fotos - selbst wenn sie es nicht auf den Blog schaffen. Es ist einfach schön, zu sehen, was man geschafft hat. 
 
Euch allen einen guten Rutsch und ein tolles neues Jahr 2014!

 

Sonntag, 24. November 2013

WKSA - die Entscheidung und die ersten Schritte

Für Weihnachten etwas Schönes zum Anziehen zu haben, ist ja quasi ein Muss. Beim Nachdenken über das richtige Weihnachtskleid hat sich mehr und mehr herauskristallisiert, dass es bei mir kein Kleid, sondern eine Kombi werden soll. Stilltauglich und bequem, aber trotzdem ein bisschen festlich - und mit genügend Platz für Babyspeck und Plätzchenberge. 
Alle ursprünglichen Pläne habe ich also über Bord geworfen und mir überlegt, Rock, Oberteil und Blazer zu nähen. 



Ich starte mit Rock und Oberteil, da das auf jeden Fall zu schaffen ist, dann nehme ich den Blazer in Angriff. 

(1) Blazer: Gleicher Schnitt wie beim KSA - nur diesmal mit Futter.
Stoff - grauer Baumwollsamt als Außenstoff und dunkelgraues Satinfutter

(2) Shirt: aus grauem Jersey, Vorder- und Rückenteil mit Spitzenstoff über dem Jersey

(3) Rock: nach der Anleitung von Grinsestern, auch aus grauem Jersey. 

Die Stoffe liegen schon alle hier, die Schnittmuster sind auch bereit, also kann es jetzt dann losgehen. Grau ist gerade absolut mein Ding, gerade ist auch ein graues Strickjäckchen fertig geworden (nur die Knöpfe fehlen noch), ein paar Teile, die kombimäßig dazu passen, habe ich schon im Kopf und auch im Schrank. Ein Kleid wird es dann hoffentlich nächstes Jahr. 


Wie weit alle anderen sind, gibt es heute hier zu sehen.

Dienstag, 19. November 2013

Der Wetterfrosch...

Nachrichten sehe / höre ich nie bis zu Schluss. Sobald die Wettervorhersage beginnt, schalte ich um oder ab. Verlässlich sind die Aussagen ja ohnehin nur zu bis einem bestimmten Grad und ändern kann ich das Wetter auch nicht. 


Jetzt habe ich die erste Wettervorhersage entdeckt, die ich gerne anschaue, sogar jeden Tag. Und die Vorhersage kann ich auch noch so beeinflussen, wie ich das gerne hätte. Praktisch, oder nicht?



Ich habe nämlich diese praktische Wetterstation geschenkt bekommen. Die drei Fröschchen klettern ganz nach meinem Wunsch die Leiter hinauf und hinunter und heben in jedem Fall meine Laune - das Wetter ändern sie leider aber trotzdem nicht.  


Mal sehen, welches Wetter ich mir heute wünsche. Was sonst noch so am Dienstag los ist, kann man wie immer hier und hier sehen. 

Sonntag, 17. November 2013

Weihnachtskleid Sew-Along

Juhu, der WSA geht los!



Na klar, habe ich mir schon lange Gedanken darüber gemacht, ob ich mir nicht auch einmal ein Weihnachtskleid nähen sollte. Und natürlich ist meine Nähwunschliste voll von Kleidern, die nur auf ihre Entstehung warten und der Schrank voll von Stoffen, die endlich einmal ihre Bestimmung finden sollen. 

Aber die Entscheidung - tja, die fällt mir trotzdem (oder gerade deswegen) wie immer schwer.  

Zur Auswahl stehen: 

(1) die sichere und schnelle Variante: ein Eva-Dress aus Jersey. Bereits einmal genäht, für gut befunden und vor allem bequem genug, um alle Feiertagsplätzchensünden unauffällig zu verstecken. 

Mein favorisierter Stoff dafür:  


Alternativ gäbe es den Stoff auch noch in einem schönen satten Grün mit Punkten. Ein weiteres, nicht zu verachtendes Argument für diese Version ist, dass mein erstes Eva-Dress mittlerweile völlig abgetragen und daher ein Nachfolger dringend notwendig ist.

(2) Schon eine ganze Zeit lang angeschmachtet: McCalls 6503. 


Als Stoff käme dafür folgender in Betracht: 



Allerdings sitzt ein kleines Männchen bei mir im Kopf, das ganz gemein flüstert, ich bräuchte es in dunkelblau, wie auf dem Schnittmuster abgebildet. Würde auch besser zu meinen Strickjäckchen passen. Der Stoff müsste aber noch bestellt werden. Noch dazu wäre es ein Kleid, das sich gut im Sommer tragen lassen würde und daher auch für den Anlass dann genäht werden könnte.

(3) der Klassiker aus dem WSA 2012, der es mir damals schon gewaltig angetan hatte: Burdastyle 118-10/2012, besser bekannt als das "Dodokleid"
Einen dünnen Tweed, den ich schon mit Hintergedanken an das Kleid gekauft habe, liegt schon hier.



Vielleicht sollte ich ein EvaDress nähen um in Schwung zu kommen und mich dann an eines der anderen beiden wagen? Oder ist das zu viel? Weihnachtsgeschenke müssen ja auch noch bearbeitet werden....

Mal sehen, ob heute beim Ideensammeln hier sich nicht doch noch ein Schnitt dazwischenwirft, der dann unbedingt mein Weihnachtskleid werden will.

Dienstag, 12. November 2013

Die neue Krabbeldecke...

Wie schon des Öfteren erwähnt, bin ich der Meister der UFO-Produktion. Mir gefallen immer so viele Dinge und meine To-Do-Liste ist so lang, dass ich dauernd parallel Projekte beginne und dann andere unterbrechen muss. Damit mal ein bisschen Ordnung ins Chaos kommt, war mein fester Vorsatz, erst mal noch mehr UFOs zu FOs werden zu lassen, bevor ich etwas beginne, aber dann...

... habe ich den Aufruf zum Probesticken von Chrissy von Mummelito gesehen - und konnte nicht widerstehen. Meine Stickmaschine hatte ich ohnehin schmählich vernachlässigt, Ideen sind mir beim Anblick der süßen Dateien gleich durch den Kopf geschossen und es sind noch dazu Appliaktionen, die ich immer sehr gerne sticke, weil man da noch mehr Stöffchen mit unterbringen kann und man in kurzer Zeit ein schönes Ergebnis hat. Ich hatte tatsächlich Glück und durfte Probesticken - und mir überlegen, was daraus genäht werden könnte. 

Freitag habe ich dann losgelegt und erst einmal fleißig gestickt: Zur Auswahl stehen bei den Retro-Applis 

ein Walfisch...




ein Elefant... 


ein Vogel...


 ein Regenbogen...


eine Wolke...



und ein Apfel (von dem bei allen Versuchen bis jetzt kein scharfes Bild entstanden ist) - alles, was das Herz begehrt. 


Gefallen hätten sie mir auf sehr vielen Dingen, dringend benötigt werden hier bei uns im Moment aber Krabbeldecken. Da diese ja auch ein bisschen was zu Gucken bieten sollen, ist die Entscheidung schnell gefallen. Und das ist das Ergebnis. 



Damit es ein bisschen weicher auf dem Boden ist, habe ich zwischen die beiden Stoffseiten eine doppelte Schicht Volumenvlies eingebaut. 



Mitterlweile ist sie schon im vollen Einsatz und mir geistern doch noch jede Menge Einsatzmöglichkeiten für die Stickdateien durch den Kopf, die ihr hier finden könnnt. 

Noch mehr Ideen kann man heute hier und hier sammeln. 

Sonntag, 3. November 2013

KSA: Das Finale!

Aller Frust ist plötzlich dahin: Mein Kostüm ist tatsächlich fertig geworden. Heute mittag um genau zu sein. Quasi im letzten Moment und ohne große Trageerfahrung. Und weit davon entfernt perfekt zu sein. Aber es ist fertig.



Der Blazer aus der Easy Fashion war dank der Bilderanleitung für mich wesentlich einfacher zu nähen. Dazu kommt, dass er kein Futter hat. Ich habe zwar noch an einem Futterschnitt gebastelt, aber das hätte ich nicht mehr bis heute hinbekommen und habe es auch ein bisschen spät eingeplant. Daher habe ich das bei diesem als Probestück gedachten Blazer ganz einfach gelassen. Wenn ich ihn trage, merkt es keiner und wenn ich ihn ausziehe, muss ich ihn eben einfach schnell über die Stuhllehne hängen. Wäre heute nicht das Finale und kein Aufschub möglich, hätte ich mich vermutlich wieder wochenlang vor den von mir so gehassten Knopflöchern gedrückt - aber unter Druck geht das alles viel schneller. Ich habe gerade mal eine halbe Stunde damit verbracht.




Der Rockschnitt ist eigentlich mein Lieblingsschnitt, gefällt mir zu dem Blazer aber nicht wirklich. Es wirkt zu kastig. Ich vermute mal, dass der doch recht feste und dicke Cordsamt dann nicht das ideale Material dafür ist. Außerdem habe ich hier wirklich noch ein Futter eingebaut, das nicht vorgesehen war, dass ich aber ab jetzt immer einnähen werde. Im Moment schwebt mir noch ein luftig leichter Rock zu dem doch recht schweren Blazermaterial vor. Wenn ich beides in Kombi anhabe, komme ich mir doch ein bisschen sehr gesetzt und wie eine ältere Dame von anno dazumal vor. 
Das Oberteil ist einmal wieder ein Wasserfallshrit nach dem bewährten Schnitt - allerdings nicht noch extra genäht, sondern schon aus dem Sommer.  

Fazit:
Der Blazer hat etwas weite Oberarme und auch an Bauch und Taille könnte er noch etwas formschöner sein. Vielleicht liegt das aber auch am Stretchanteil des Baumwollcords. Baumwollcordsamt finde ich immer noch toll, aber als ganzes Kostüm würde ich nicht mehr daraus machen, außer ich lande wider Erwarten noch in einem Job mit sehr konservativer Kleidungsvorschrift.

Beim Rock will ich noch ein paar neue Schnitte ausprobieren. Da der Stoff dicker ist, würde ich beim nächsten Mal den Beleg aus einem anderen Stoff zuschneiden. So ist das ziemlich dick geworden und trägt mit einem engeren Shirt doch ziemlich auf. Aber ich traue mich bestimmt bald mal an einen Blazer aus einem passenderen Stoff ran - dann auch mit Futter. 
Alles in allem: Yippie Yah Yeah, Schweinebacke - ich habe durchgehalten.



In jedem Fall freue mich schon sehr darauf, alle Ergebnisse zu sehen und darüber, bei diesem (für mich) Großprojekt so einiges gelernt zu haben.
Jetzt überwiegt aber erst einmal die Freude, dass ich es überhaupt geschafft habe (dank viel Hilfe zuhause, durch die ich dann auch häufiger an die Nähmaschine gekommen bin). Danke auch an Catherine (und ihre Vertretung Meike) für die Organisation und auch die Tatsache, dass es keine Finale der Herzen geben soll (auf das ich spekuliert hatte, um alles noch einmal aufschieben zu können). 

Donnerstag, 31. Oktober 2013

RUMS: Neue Tasche

Zwar ist es wie immer: Ich bin mal wieder ein bisschen später dran als alle anderen. Aber besser spät als nie... Meine Schnabelina-Bag ist fertig! Für die Tasche habe ich meine lang gehegten Hamburger Liebe Stöffchen angeschnitten. 


Ich habe die mittlere Größe genäht - und war schon beim Zusammenkleben der Schnittmusterteile überrascht, wie groß sie tatsächlich ist. Nach dem Nähen bin ich noch erstaunter. So eine große Tasche hatte ich tatsächlich noch nie. Aber dann kann man ja umso mehr hineinstecken.



Sehr praktisch finde ich das Reissverschlussteil am Taschenboden, um die Tasche bei Bedarf zu erweitern. Die Anleitung ist sensationell- noch einmal vielen Dank an Rosi für die viele Arbeit, die sie da hineingesteckt hat. 



Passend dazu ist vor einiger Zeit dazu ja auch schon meiner neuer Geldbeutel enstanden. Damals habe ich euch allerdings das Innenleben des Teilchens vorenthalten. So sieht das Ganze also von innen aus. 



Beide Schnitt werde ich sicherlich noch einmal nähen. Die SchnabelinaBag vielleicht in der kleinen oder der Miniversion - den Geldbeutel auf jeden Fall mit festerer Verstärkung, damit er handlicher wird. 

Was sonst noch für die Frau entstanden ist, gibt es wie immer donnerstags hier zu sehen.


Dienstag, 29. Oktober 2013

Dienstagswerkeln: Der KSA

Vielen Dank für die aufmunternden Worte bei meinem KSA-Frust. Es hat gewirkt: Ich habe mich an den anderen Schnitt gewagt, die Schritt für Schritt-Erklärung in der Burda hat mich bisher gut durch den Nähprozess geführt und bei einer ersten Anprobe hat sich gezeigt, dass der Schnitt für mich sehr viel besser passt. Es sieht also gut aus und ich hoffe, dass ich bis zum Sonntag noch fertig werde. Viel getragen wird das Kostüm dann bis dahin nicht gewesen sein, aber wenn ich es am Sonntag tragen kann, bin ich schon zufrieden, höchst zufrieden.Was noch fehlt, ist der Saum und die Knopflöcher. Jetzt hoffe ich darauf, dass meine eigene Maschine bald aus der Reparatur kommt und ich dann die Knopflöcher in Angriff nehmen kann.

Montag, 21. Oktober 2013

KSA Teil 4

Der Zwischenstand bei mir? Frust. Das Schnitt für das Jackett hat sich als Fehlgriff für mich erwiesen. Mir fehlt es einfach an Näherfahrung und sowohl der Zeit als auch der Fähigkeit, das Schnittmuster für mich anzupassen. Ich habe einen Ärmel komplett eingesetzt und den anderen eingesteckt. Bei der Anprobe habe ich dann festgestellt, dass das Jackett zwischen Brust und Schulter ganz merkwürdige Beulen schlägt und dass die Breite der Schultern für mindestens drei Schulterpolster langt. Darüber hinaus hat die für mich doch sehr spartanische Anleitung dafür gesorgt, dass meine Motivation schnell gesunken ist, musste ich doch immer wieder nachforschen, wie man denn jetzt was macht oder welche Reihenfolge sinnvoll ist. 

Ich hatte aber noch eine Menge Stoff übrig. Daher habe ich mir ganz schlau gedacht, ich nehme eine einfache Anleitung und nähe einen anderen Schnitt. Also habe ich aus einer uralten Burda Easy Fashion den Schnitt abgepaust und auch schon alles ordentlich auf den Stoff übertragen. Die Anleitung ist bebildert und sollte somit auch für mich machbar sein. Noch schlauer wäre es natürlich gewesen, sich nicht nur einen groben Überblick zu verschaffen, sondern auch alles erst einmal ganz zu lesen. Das Gemeine ist nämlich: Der Schnitt sieht kein Futter vor. Dabei hätte ich schon gerne ein Futter. Diese Kleinigkeit werde ich jetzt aber erst einmal außer Acht lassen und trotzdem zuschneiden. Vielleicht passt der Schnitt ja auch nicht und wenn doch, lässt sich sicher auch ein Futter basteln - oder es gefällt mir auch ohne. 
Ob ich den Zeitplan einhalten kann, steht in den Sternen. Aber aufgeben will ich jetzt trotzdem nicht...

Auf dem MMM-Blog gibt es zu sehen, welche Kämpfe alle anderen mit ihren Kostümen austragen oder ob eitel Sonnenschein herrscht. 

Dienstag, 15. Oktober 2013

Babyhäkeldecke

Zur Zeit liest man überall von Stoffabbau und UFO-Bekämpfung. Klar ist das ein Thema, das mich auch immer wieder beschäftigt, aber im Allgemeinen kann ich ganz gut verdrängen, dass da noch so viele Dinge zu tun wären und fange flugs mal wieder was Neues an. 

Über MyPatternMyFashion habe ich den Link zu einem Blogbeitrag gesehen, der mich dann aber doch ins Grübeln gebracht hat. Es ging um die Frage, woher die Bloggerin die Zeit nimmt, so viel zu nähen. Und ein wesentlicher Punkt ist in ihren Augen, dass sie keine UFOs zuhause liegen hat, da UFOs Zeitfresser sind. Und damit hat sie völlig recht. Diese gemeinen Projekte, die ich irgendwann einmal mit großer Begeisterung begonnen habe, kosten mich Platz, Zeit und produzieren auch noch ein schlechtes Gewissen. Daher habe ich kurzentschlossen meine UFO-Kiste(n) gepackt und angefangen, sie mit dem festen Vorsatz durchgesehen, sie zumindest in zwei Kategorien zu sortieren: Kategorie 1 - "Weg damit!" und Kategorie 2 - "In Angriff nehmen". Bei vielen Sachen fehlen oft nur Kleinigkeiten.

Zwei UFOs habe ich seitdem vollständig beendet, am dritten bin ich dran. Zu sehen gibt es heute eines davon: eine Häkeldecke. 


Gehäkelt aus einer ganz dicken Wolle und nicht zum Einwickeln geeignet, sondern wirklich zum darauf sitzen, liegen und krabbeln gedacht - als Unterlage für den Laufstall.


 Auf der Decke tummeln sich kleine Schmetterlinge und es blühen bunte Häkelblumen.


Der aufwändigste Teil war tatsächlich das Festnähen der Häkelblumen und Schmetterlinge - und auch der Grund, warum die Fertigstellung so lange gedauert hat. Jetzt ist sie fertig und schon weiterverschenkt.

Mehr Kreatives gibt es wie immer dienstags hier und hier zu sehen.Und weil die Decke gehäkelt ist, kommt sie auch noch hier hin.

Montag, 14. Oktober 2013

Finale: Kuschelpulli

Gerade eben habe ich noch schnell die letzten Nähte fertig gemacht und bin hineingeschlüpft in meinen neuen Kuschelpullover. 




Er passt gut und ist sehr gemütlich. Den Stoff finde ich nach wie vor klasse, an mir selbst muss ich mich aber erst einmal an so viel Muster gewöhnen. Das Einzige, was ich vielleicht noch ändern werde, ist das Bauchbündchen. Der Stoff ist sehr nachgiebig und ich denke, er wird schnell ausleiern. Vielleicht mache ich das daher gleich noch einmal ein bisschen enger. 
Ansonsten fehlt mir eigentlich nur noch die passende Kuschelhose. Das Mamafridaschnittmuster liegt hier schon bereit. Ich bräuchte nur mal wieder einen Stupser - vielleicht gibt's ja noch einen Kuschelhosen-Sew-Along?
Vielen Dank an Sandra für die Organisation. Ich mache es mir jetzt erst einmal auf dem Sofa gemütlich, natürlich im neuen Pullover. Was aus den anderen Plänen geworden ist und wie der Stand zum Final ist, ist hier zu sehen. 

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Geldbeutel

Ganz lange Zeit sah es bei uns am Fensterbrett so aus:


Das liegt nicht daran, dass ich nicht weiß, wohin mit meinem Geld, sondern ganz einfach an der Tatsache, dass mein alter Geldbeutel schon seit langem ein großes Loch im Kleingeldfach hatte. Da sich alle Münzen dann immer in den unpassendsten Momenten selbstständig gemacht haben, wenn ich gerade nicht daran gedacht habe, den Geldbeutel "richtig" zu halten, musste ich die Münzen immer in der Hosentasche sammeln - und dann irgendwo zwischenlagern, wenn ich mich umgezogen habe. 

Aber damit ist jetzt Schluss!
 
Komischerweise habe ich den Plan, einen neuen Geldbeutel zu nähen, immer vor mir hergschoben, weil ich keine so rechte Lust hatte und mir das kompliziert vorgestellt habe. Ich habe mich aber wirklich getäuscht! Mein erster Versuch ist zwar nicht perfekt, aber ich bin zufrieden.



Genäht habe ich eine Reini nach dem Schnitt von hier. Beim nächsten Mal werde ich aber den Tipp beherzigen, Bodenwischtücher als Verstärkung zu benutzen. Meine Vlieseline war nicht ganz so steif und daher ist der ungefüllte Geldbeutel sehr weich und biegsam. 

Endlich einmal etwas wirklich Sinnvolles und das nur für mich, daher geht es damit ab zum RUMS.

Sonntag, 6. Oktober 2013

KSA - Der Blazer ist fertig??

Fertig? Tja, bei Weitem nicht. Das Schöne am Sew-Along ist aber, dass ich es eigentlich überhaupt nicht mag, wenn ich Termine nicht einhalte und daher dann kurz vor Schluss in Arbeitseifer verfalle. So geschehen auch heute morgen. Bis dahin waren lediglich die Einzelteile aus dem Oberstoff zugeschnitten und keine einzige Naht geschlossen. 

Der Grund dafür: Ich hatte einfach Bedenken, das überhaupt irgendwie hinzubekommen. Schon beim Zuschneiden waren da auf einmal Abnäher, Linien und Punkte, mit denen ich vorher noch nie konfrontiert war. Meist hatte ich beim Nähen auch eine halbwegs genaue Anleitung. Der Schnitt, den ich mir zielsicher herausgesucht habe, hat natürlich nur ganz knappe Anweisungen. Und spätestens bei der Angabe "Paspeltaschen mit Taschenklappe nähen" war es bei mir vorbei. Wäre ich jetzt allein am Nähen gewesen, wäre das Teil als UFO in die Ecke gewandert mit dem festen Vorsatz, "irgendwann" daran weiterzuarbeiten. Was faktisch nie passiert wäre. Lediglich mein schlechtes Gewissen hätte mich geplagt. Mit dem Wissen im Hinterkopf, dass sich ja auch andere gerade an die Jacketts wagen, habe ich mich mit Hilfe von Videos aus dem Internet durchgekämpft. Ob ich alles richtig gemacht habe, wage ich zu bezweifeln. 

Die Grundidee der Paspeltaschen habe ich verstanden, aber so ganz ordentlich habe ich sie noch nicht hinbekommen und die Taschenklappen sowie das Futter fehlen auch noch. Aber immerhin habe ich Taschen genäht und so kann ich den restlichen Sonntag statt mit einem schlechten Gewissen mit ein bisschen Stolz auf mich verbringen. Dem Sew-Along (und seiner Organisatorin) sei Dank!

Der Zwischenstand bei mir sieht also so aus: 



Beim Betrachten des Bildes musste ich mir eingestehen, dass es noch ziemlich lumpenähnlich wirkt. Ich habe allerdings noch nichts gebügelt nach dem Nähen und das Teil nur schnell auf die Puppe geworfen. Es fehlen noch die Ärmel, allerdings hat meine Konzentration dermaßen nachgelassen, dass ich zwei falsche Teile zusammengenäht und beim Trennen beschlossen habe, es für heute gut sein zu lassen, mir stattdessen den Erntedankumzug anzuschauen und später ein bisschen das trübe Herbstwetter mit Strickzeug und Tee auf dem Sofa genießen. 

Den Rock als Zwischenmotivation zu nähen, finde ich eine gute Idee, allerdings habe ich mir das auch gleich mal wieder ein bisschen schwerer gemacht als es sein müsste. Bei einem Aufräumanfall habe ich meine Stoffe neu geordnet und dabei den Reststoff irgendwo hingepackt. Wohin weiß ich allerdings nicht genau - also heißt es erst einmal suchen. 

Wie der Stand der Dinge bei den anderen ist, ist heute auf dem MMM-Blog zu lesen.

Samstag, 5. Oktober 2013

Kuschelpullover Teil 2

Der Zwischenstand: Ich habe angefangen und auch Stoffe aus dem Fundus herausgesucht. Zum Glück hatte ich das Schnittmuster ja schon abgepaust hier liegen, daher ist das schon mal weggefallen und hat meinen Zeitplan nicht zusätzlich beeinträchtigt. 


Mit Schnitten, die ich noch nie genäht habe, bin ich in letzter Zeit sehr vorsichtig geworden. Irgendwie habe ich ein Händchen dafür, die falsche Größe zu wählen bzw. meine Messung und die Angaben auf dem Schnitt ergeben zusammen nicht das Ergebnis, das ich mir so vorstelle. Daher wollte ich nicht gleich den allerliebsten Lieblingsstoff anschneiden, sondern habe erst einmal einen Stoff gewählt, bei dem der Griff zur Schere nicht ganz so nervös werden lässt. 



Es ist ein Sweat, den ich auf einem meiner ersten Stoffmarktbesuche gekauft habe. Eigentlich bin ich ja eher der Typ für unifarbene Kleidungsstücke mit nur ein bisschen Muster, aber irgendwie hat mir der Stoff trotzdem gefallen (oder es war der Kaufrausch, in den ich verfallen bin). 

Die Kapuze füttere ich mit dem blauen Jersey und die Bündchen werden ebenfalls blau. Die Blautöne sind nicht hunderprozentig übereinstimmend, passen aber ganz gut zusammen, wie ich finde. 

Zugeschnitten ist schon fast alles, nur die Ärmelflicken und die Bündchen fehlen noch. Daher habe ich jetzt auch mal Zeit, schnell bei den anderen vorbeizuschauen. 

Montag, 30. September 2013

Ein Jahr eine Decke - der Zwischenstand

Stoffreste gibt es hier in Hülle und Fülle und seit ich meine Decke im Hinterkopf habe, passe ich schon immer gleich auf, ob das Stoffitzelchen, das ich gerade in den Händen halte, vielleicht noch dafür nutzen könnte. Ein wirklicher Deckenfortschritt im nähtechnischen Sinn ist aber noch nicht zu erkennen. Von manchen Stoffen habe ich viele Stücke, von anderen nur einzelne. Jetzt fürchte ich, dass ich, wenn ich zusammennähe, bevor ich genügend Teile für die ganze Decke habe, dann eine sehr ungute Verteilung der Stücke riskiere. Andererseits kenne ich mich in der Hinsicht eigentlich auch gut genug, dass mich ein Riesenhaufen Stoffschnipsel irgendwann einfach überfordern wird. Also, was tun?

Im Moment überlege ich, einzele "Bahnen" in der Wunschlänge der Decke zu nähen. Vielleicht dann auch einfach später mit jeweils einem neutralen cremefarbenen Streifen dazwischen? Wobei das ja fast ein bisschen geschummelt wäre, da das ja kein wirklicher Stoffrest wäre... Die Decke scheint nicht nur bei mir, sondern auch bei anderen immer wieder zugunsten von anderen Nähprojekten in den Hintergrund zu rücken. Dabei finde ich die Idee eigentlich klasse, weil es ja wirklich schade um die schönen Reste ist. Mal sehen, wie der Stand bei den anderen ist.

PS: Fotos liefere ich bald mal nach, heute ist alles ein bisschen chaotisch
 

Kuschelpullover:Welcher soll's nun werden?

Bei mir wird die Entscheidung, welcher Kuschelpulli auf der Wunschliste steht, ganz einfach: Ich nähe eine Jill von CZM. Der Schnitt liegt schon eine Weile hier, ich habe ihn auch schon abgepaust und Kapuzenshirts mag ich sowieso sehr gerne. Die Frage ist nur noch, welchen Stoff ich wählen will. Mal sehen, wofür ich mich entscheiden kann bzw. welcher Stoff denn dann wirklich auch auslangt oder mir überhaupt dazu gefällt.

Da mein erklärtes Ziel ja ist, Stoffberge abzubauen, muss es ein Stoff aus meinem Schrank werden. Wenn da also nichts geeignetes dabei ist, kann es sein, dass ich doch noch umsteige auf das Schnittmuster, das zum Logo des KAL geworden ist.

Vielleicht stoße ich heute bei den anderen Schnitten aber auch noch auf etwas, dem ich nicht widerstehen kann und muss dann doch noch einmal umschwenken? Auf alle Fälle werde ich hier noch ein bisschen stöbern.

Sonntag, 29. September 2013

Nähfrust

Im Moment bin ich hochmotiviert, so oft wie möglich an die Nähmaschine zu kommen. All die Sew-Alongs und andere Ideen, die mir im Kopf herumspuken, machen mich richtig kribbelig. 
Beim Kostüm-Sew-Along bin ich erst beim Zuschnitt und müsste dringend mal in die Gänge kommen, auch mal was zu nähen. Bei Schnabelinas Taschen-Sew-Along bin ich genauso beim Zuschnitt fertig - und dort hängen geblieben. Und das hat auch einen Grund: Meine Nähmaschine zickt. Heute war ganz viel Zeit zum Nähen eingeplant - und nichts ging. Lauter Schlaufen und unsaubere Nähen, kein Reinigen, Nadeltauschen und sonstige mir bekannte Manöver haben was gebracht. Also muss ich morgen erst mal beim Experten nachfragen, ob er mal einen Blick drauf werfen kann. Ich hoffe, das dauert dann nicht allzu lange, sodass ich wirklich noch aufholen kann. 

Mein Glück, dass die Ovi gerade noch zuverlässig arbeitet und es einen Sew- Along gibt, bei dem ich eigentlich weitgehend mit ihr auskommen kann. 

 Ein Kuschelpulli soll es werden - genau so etwas brauche ich jetzt. Also springe ich mal wieder mit auf den Zug auf und hoffe, dass die nähmaschinenlose Zeit nicht allzu lange dauern wird. In der Zwischenzeit schneide ich ein paar neue Sachen zu und widme mich meinen Stricknadeln.

Freitag, 27. September 2013

Herbstkind Sew Along : Finale

FINALE!!!! Und ich habe es gerade auf den letzten Drücker noch geschafft. Gestern abend habe ich mich auf die Knopflöcher gestürzt und obwohl sie bei Weitem noch nicht perfekt sind, bin ich doch ganz zufrieden. Zumindest habe ich keine unkontrolliert großen Löcher oder unterschiedlich lange Knopflöcher produziert. Mit der Platzierung muss ich noch ein bisschen üben, aber nachdem ich noch zwei Hemden hier liegen habe, sollte das genügend Übung bieten. 

Hier sind sie also, meine Jäckchen - nur auf dem Bügel, nicht am Kind, da sie noch ein kleines bisschen groß und das Wetter heute einfach zu gut für die Jacken war. 



Die hellblaue Jacke ist meiner Meinung nach ziemlich warm, was durch das Futter (irgendein Reststück Mantelstoff) und den gesteppten Außenstoff kommt. 




Die dunkelblaue Jacke ist ein bisschen leichter, da das Futter nur ein Sweatfrottee ist, dafür ist sie aber auch ein bisschen weniger wie ein Mantel. 





Auf alle Fälle hat es richtig Spaß gemacht und ich hätte niemals in der Zeit zwei Jäckchen genäht, wenn es den Herbstkind-Sew-Along nicht gegeben hätte. Für mich auch schön war, dass ich dank der kleinen Größe noch einige Reststoffstücke einem sinnvollen Projekt zukommen lassen konnte. 

Wer sich wundert, warum die Knöpfe teilweise etwas tief angesetzt aussehen: Bei uns wird viel gespuckt, ohne ordentliches Tuch um den Hals geht gar nichts. Daher habe ich nebenbei an einem Halstuchschnitt gebastelt. Nachdem ich mit meinen Erfahrungen mit gefühlt fünfzig unterschiedlichen Halstüchern eine relativ konkrete Vorstellung hatte, ging das dann ganz gut. Wenn es jemanden interessiert, demnächst gibt es mehr dazu und vielleicht hätte dann ja auch jemand Lust, den Minischnitt mal zu testen. Aber dazu schreibe ich dann bald mal mehr. Jetzt gehe ich noch hier die anderen Jacken anschauen. 

Donnerstag, 26. September 2013

Sew-Along Lemming

Wenn ich irgendwo Sew-Along oder KAL oder CAL lese, dann bin ich quasi schon infiziert. Bei mir wird dann irgendwo ein Schalter umgelegt, der dafür sorgt, dass in meinem Kopf ständig eine kleine Stimme spricht, dass ich genau DAS jetzt brauche und dass es doch gut wäre, sich mit anderen gemeinsam in die Unternehmung zu stürzen, so zwecks Motivation und Durchhaltevermögen. Im Planen bin ich unglaublich gut und so sind meine Wunsch-Näh/ Strick / Häkel-To-Do-Listen mittlerweile schon endlos lang, ich glaube aber immer noch, wenn ich etwas Neues sehe, das ich spannend finde, dass das schon auch noch geht. Und schwupps - springe ich hinterher...




So auch bei Schnabelinas Taschen-Sew-Along. Es erschien mir quasi als Wink mit dem Zaunpfahl, dass meine heißgeliebte rote Kunstleder Corry Bag an den Nieten ausgerissen ist und sich jetzt auch noch eine meiner Lieblingskauftaschen an den Rändern auflöst. Alle haben ungefähr eine Größe und daher muss doch jetzt Ersatz her, oder nicht? Eben. 

 
Daher der Plan, neben KSA, Herbstkind-Sew-Along (der ja quasi schon fast geschafft ist, nachdem ich gestern mein Knopflochtrauma bekämpft habe und beim ersten Jäckchen drei immerhin halbwegs passable Knopflöcher hinbekommen habe), einem KAL für eine neues Jäckchen und zahlreichen anderen Plänen, die Tasche in der mittleren Größe zu nähen. Ich brauche sie ja schließlich. Nachdem ich mal wieder ein bisschen verspätet einsteige, hinke ich erstmal hinterher, aber das hole ich schon wieder auf. 

Alles zum Taschensewalong findet sich hier.



Dienstag, 24. September 2013

Das weltschönste Mobile

Seit ein paar Tagen dauert bei uns das Wickeln zunehmend länger. Der Grund dafür ist aber glücklicherweise weder besonders großer Protest beim Wickeln oder ein erhöhter Pflegebedarf, sondern die Tatsache, dass es jetzt am Wickeltisch etwas Neues zu sehen gibt, was einfach zum längeren Verweilen einlädt: 64 zarte, bunte Kraniche aus tollem Japanpapier schweben über dem Wickeltisch und werfen dazu am Abend noch schöne Vogelschatten an die Wand. 



Durch die vielen Farben und die große Zahl der kleinen Vögel, die am Mobile in jedem Luftzug flattern, wird man nie müde zu gucken und ich freue mich jedes Mal wieder, wenn ich ins Zimmer komme. 


Die Idee zu dem zauberhaften Mobile hatte die Patentante von unserem Zwerg, die dann in liebevoller Faltarbeit auch die ganzen Vögel perfekt gefaltet und uns damit überrascht hat. Das Kinderzimmer ist dadurch gleich um ein Vielfaches schöner geworden und tatsächlich hätte ich am liebsten gleich auch noch eines für meine Nähecke. 


Noch mehr Kreatives findet sich wie immer dienstags hier und hier.  


Sonntag, 22. September 2013

KSA - Teil 2: Ist es wirklich schon so weit?

Als ich gerade auf dem MMM-Blog die vielen Fortschritte bei den Kostümen gesehen habe, war meine erste Reaktion, aufzuspringen und ganz schnell die Nähmaschine anzuschmeißen. Ich bin bei Weitem noch nicht so weit, nicht einmal ansatzweise. 

Mein Fortschritt liegt gerade mal im Zuschnitt. Nachdem ich fleißig mich vermessen habe (lassen), alle Daten in den Computer eingegeben und das Schnittmuster nicht nur ausgedruckt, sondern auch geklebt und in Einzelteile zerschnippelt hatte, hat sich ein mir nicht unbekannter Zustand gezeigt: Die ersten Zweifel kamen auf. Also hat es ein paar weitere Tage gedauert, bis ich dann zumindest einmal den Außenstoff zugeschnitten hatte. Beim Futter war ich fest entschlossen, ein ganz neutrales Satinfutter einzunähen, jetzt liebäugle ich aber (trotz mangelnder Flutscheigenschaften) mit einem Baumwollstoff, weil ich gerne etwas Abwechslungsreicheres hätte.

Ich hätte durchaus auch endlich die Gelegenheit, mich an die Maschine zu schwingen, doch gerade eben beschleichen mich schon wieder Zweifel, ob ich das überhaupt hinbekomme und zwecks schnellen Erfolgserlebnisses neige ich dann immer dazu, etwas Leichtes zu nähen, bei dem nicht zu viele Stolpersteine vorherzusehen sind. Schon ein paar Mal habe ich mir fest vorgenommen, am Abend statt auf der Couch am Tisch zu sitzen und zu nähen. Allein die Motivation ließ dann zu späterer Stunde immer nach. Der knisternde Kamin und ein Knit-Along, der schneller Erfolg verspricht, waren dann immer verlockender. Aber ich werde mich sicher noch aufraffen - auch wenn ich etwas hinterherhinke und noch einen kleinen Schubser brauche, damit ich in die Gänge komme. Mit all den Fortschritten bei den anderen Damen wird hoffentlich bald die letzte Nähhemmung überwunden sein. 

Donnerstag, 19. September 2013

Herbstkind Sew Along: Es geht voran

Zum Glück gibt es den HerbstKind Sew Along. Allein die Tatsache, dass heute der Zwischenstand abgeliefert werden soll und ich nicht schon wieder mit leeren Händen dastehen wollte, hat mich heute an die Nähmaschine getrieben. Und das ist mein Zwischenstand (wobei man sich die Jacke in hellpetrol und grau vorstellen muss - das doch etwas düstere Abendwetter hat aber nicht mehr Farbe hergegegeben):




Bei meinem ersten Blick auf das Modell in der Burda dachte ich mir nichts Böses: Wenig Schnickschnack, keine großen Verzierungen - kein Problem. Also habe ich mich dazu entschieden, zwei Jacken zu nähen. Schließlich braucht man ja auch mal ein Alternativjäckchen, wenn das erste mal dreckig ist. Tja, übersehen habe ich dabei allerdings, dass man den gesteppten Außenstoff selbst steppt. Am Wochenende habe ich gefühlte drei Stunden nur Linien gezogen und gesteppt - stückchenweise, immer für ein paar Minuten. Trotz der Eintönigkeit hat das schon auch etwas Befriedigendes: Man sieht Fortschritte und sehr viel falsch machen kann man dabei auch nicht. 


Heute morgen habe ich dann Jacke Nummer 1 zusammengenäht und mit dem Schrägband versehen. Nummer 2 liegt gerade unter der Nähmaschine - es fehlt nur noch das Schrägband. Dann kommt allerdings mein persönliches Horrorszenario: die Knöpfe. Knöpfe und ich - das ist ein eigenes Thema. Kurzfristig habe ich mit Kam Snaps geliebäugelt, aber damit habe ich in letzter Zeit und bei dickeren Stofflagen keine so guten Erfahrungen gemacht. Also werde ich dann doch noch in der Knopfkiste wühlen und darauf hoffen, dass ich ordentlich Knopflöcher hinbekomme. 

Wenn ich das Schrägband dann endlich auch bei Nummer 2 bezwungen habe, dann geht's hierhin, um zu sehen, wie der Zwischenstand bei allen anderen ist.
 

Dienstag, 10. September 2013

Häkelmützen für groß und klein

Als ich vor ein paar Wochen bei Sanne gelesen habe, dass sie Leute sucht, die ihre Anleitung für eine kleine Babymütze probehäkeln wollen, konnte ich natürlich nicht widerstehen. Die Mütze kann in vielen bunten Farben gehäkelt werden, ich habe mich aber für eine "Jungs"variante in schlichtem Blau entschieden. 



In der Anleitung wird das MyBoshi Sommergarn vorgeschlagen - im einzigen Wollladen bei in der Nähe hat mir die Verkäuferin auf meine Nachfrage hin erklärt, dass sie das Garn nicht mögen und daher nicht verkaufen.Trotz meiner Zweifel angesichts der Garnstärke hat sie mir mehrfach als Alternative Lana Grossa McWool Cotton Mix ans Herz gelegt und mir versichert, dass sie auch alle Modelle mit genau dieser Wolle häkeln und sie 1:1 austaushbar wäre. Nachdem ich auch schnell loslegen wollte und kein anderer Wollladen in erreichbarer Nähe war, habe ich also zwei Knäuel eingepackt und dann zuhause festgestellt, dass ich daraus unmöglich eine Babymütze für den Sommer häkeln kann. Für das Mützchen bin ich dann auf meine Allzeit-Lieblingswolle umgestiegen: Paris von Drops Garnstudio. Das hat dann auch perfekt gepasst und das gute Stück war schnell fertig. 

Trotz meines festen Vorsatzes, die Wolle umzutauschen, habe ich es dann wieder einmal vergessen und so lag sie eine geraume Zeit eher vorwurfsvoll im Wollkorb. Damit der Wollkauf nicht völlig umsonst war und mit den Worten der Verkäuferin im Ohr, dass sie ja all ihre Mützen aus der Wolle häkelt, habe ich sie dann bei einer längeren Autofahrt ins Handgepäck gesteckt und in einer guten Stunde eine neue Mütze für mich gehäkelt. 



Mit der Mütze und auch der Wolle bin ich jetzt recht zufrieden - einziger Knackpunkt mal wieder: Die Farbe passt zu nichts meiner Sachen. Ich bräuchte also zumindest noch einen Schal dazu. Also neue Wolle kaufen? Angesichts meiner Wollkäufe im DropsSuperSale schrecke ich ein bisschen davor zurück - aber mal sehen...

Mehr Kreatives findet sich hier und hier.

Montag, 9. September 2013

Kurze Zwischenbilanz zum Herbstkind Sew Along

Einblick in die ersten Aktivitäten in Richtung Herbstjacke:
 
 Hab ich schon angefangen ?
 
Angefangen...? Das ist ja ein dehnbarer Begriff. Wenn ich den Fortschritt mancher Jäckchen auf den anderen Blogs sehe, muss ich eigentlich Nein sagen. Aber ich habe heute morgen immerhin das Schnittmuster ausgeschnitten.  


 
Den Stoff hab ich schon gewählt oder er ist noch gar nicht da ?
 
Stoff liegt bereit und nachdem ich dazu neige, beim ersten Versuch mit einem Schnittmuster meist an einigen Stellen hadere und kämpfe, habe ich beim Durchforsten méiner Stoffreste zwei Varianten herausgesucht. Zeit habe ich zwar kaum für eine, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. 

Variante 1:

Hellblauer Sweat, gefüttert mit einem anthrazit-meliertem undefinierbaren, flauschigem Stoffrest



Variante 2:

Dunkelblauer Sweat mit einem wollweißen Sweatfrottee als Futter.


 
Habe ich mich für einen Schnitt entschieden oder bin ich immer noch unsicher ?
 
Ich bleibe bei dem Jäckchen aus der September Burda, Modell 143

Habe ich bereits zugeschnitten oder ist die Jacke vielleicht schon erkennbar ?
 
Wenn alles gut geht, klappt es heute vielleicht noch mit dem Zuschnitt. Aber morgen ist ja auch noch ein Tag...
 
 
 
Wie die Zwischenbilanz bei den anderen Herbstnäherinnen aussieht, kann man heute bei Bea sehen.