Sonntag, 16. November 2014

Weihnachtskleidpläne überall...

Jeder Versuch, ein Weihnachtskleid für mich zu nähen, war bisher ein Griff ins Klo nicht wirklich von Erfolg gekrönt. Vorletztes Jahr war der Schnitt einfach gar nichts für mich und das Kleid habe ich nie getragen, letztes Jahr habe ich dann schon vorzeitig das Handtuch geworfen. Dieses Jahr muss es also endlich mal was werden. Ich hänge zwar immer noch in meiner Nähkrise, muss da aber ja auch endlich mal raus. Selbst bei den Sew-Alongs, die mich normalerweise aufs höchste motivieren, bin ich irgendwie nicht vorangekommen, habe gehadert und viel zu viele Fehler beim Nähen gemacht, als dass es noch Spaß gemacht hätte. Jetzt wird es aber wirklich wieder Zeit, dass ich einmal was Sinnvolles außer Babyhosen und -jacken produzieren: Weihnachtsgeschenke werden in diesem Jahr gekauft, sodass der Stress mit Nähen, Stricken und Häkeln für andere entfällt und mir hoffentlich mehr Zeit bleibt fürs egoistische Nähen und Stricken. Also, auf geht's mit dem Weihnachtskleid-Sewalong.


Kleiderpläne schwirren einem ja ohnehin stets im Kopf herum. Ich bin da ganz sicher keine Ausnahme, auch wenn ich selten Kleider trage. Vier Kleider stehen momentan ganz oben auf meiner Wunschliste:

Nummer 1: Macaron von Colette
Ich finde das Kleid schon so lange so schön, traue mich aber nach zwei nicht wirklich überzeugenden bzw. völlig gescheiterten Versuchen mit Sorbetto und Laurel nicht so wirklich ran, weil ich die hohe Zahl an Änderungen scheue. Stoff wäre hier für das Kleid an sich grau und für den Einsatz oben ein altrosa Stoff mit eingewebten Punkten, der hier schon ewig liegt.

Nummer 2: Myrtle von Colette
Nicht wirklich wintertauglich, vermutlich leichter zu verändern als Nummer 1. Im Lagenlook, den ich für gemütliches und kuscheliges Dasein am Kamin gut finde, dann vielleicht doch wieder war für den Winter. In diesem Fall wäre ich bei schlicht und ergreifend schwarz, da das die in meinem Fall strickjackenkompatibelste Farbe wäre. 

Nummer 3: Lady Skater
Auf so vielen Blogs schon gesehen, bequem, gemütlich und auch noch strickjackentauglich. Versteckt Festtagsspeck, kneift nicht und wirkt relativ einfach zu Nähen.

Nummer 4 wäre mein absoluter Traum schon seit ewigen Zeiten: ein Kleid im Stil von Alabama Chanin aus dem Buch "Alabama Studio Style" Material habe ich schon lange hier liegen. Die Kombi wären zwei Jersey in Blautönen, dazu durchsichtige /silberne Perlen. 

In Echt sind die Farben eher Rauchblau und hellblau, nicht blau und weiß.

Auch Stofffarbe habe ich schon hier. Die Vorlagen habe ich bereits vergrößert, das Übertragen und Ausschneiden der Folie schreckt mich aber gerade noch ab bzw. ich finde nicht wirklich Zeit und Muße dafür. Außerdem ist der Zeitraum bis Weihnachten mit all den Arbeitsschritten nicht wirklich realistisch. Nachdem ich im Moment aber lieber auf dem Sofa handarbeite, würde mir die Technik an sich sehr entgegenkommen. In jedem Fall würde ich gerne in diesem Winter damit anfangen. Aber auch hier fehlt mir noch ein bisschen der Anstoß.

Eine Alternative zum Kleid wäre auch ein Rock mit passendem Oberteil, vielleicht auch was Gestricktes. Ich habe ein paar wirklich schöne Tweedstoffe hier liegen, die ja eigentlich im Winter vernäht werden sollten.

Der untere Stoff ist vom Maybachufer - vom meinem ersten Ausflug dorthin in diesem Sommer

 So ein Bleistiftrock wäre schon auch noch etwas, was in Frage kommen könnte. Das Strickstück, das ich gerade auf den Nadeln habe, kann ich mir aber zu keinem Stoff vorstellen, den ich bereits hier liegen habe. 

Anleitung: Kynance Cove von Isabell Kraemer
 Zu den Streifen und dem Stil würde dann eher eine Hose oder ein sehr schlichter einfarbiger Rock passen.

So ganz entschlossen bin ich also noch nicht, aber ich werde beim Sewalong auf dem Memademittwochblog mal sehen, was da noch für tolle Ideen auftauchen.


 

Freitag, 14. November 2014

Herbstjacke in Klein

Beim Herbstjackensewalong bei Karin und Chrissy bin ich leider kläglich gescheitert. Bei meinem letzten Nähversuch hat auch noch meine Nähmaschine beschlossen, dass sie jetzt nicht mehr mag und jetzt wartet sie gerade darauf, endlich zur Reparatur gebracht zu werden. Vorher habe ich aber zumindest noch die ein oder andere Sache fertig bekommen - nicht für mich zwar, da scheint mir das Nähglück gerade nicht wirklich hold zu sein - aber zumindest Dinge, die mir Nähkarmapluspunkte verschaffen. 

Nummer eins war die Herbstjacke für den kleinen Mann hier im Haus. Auch die ist nicht termingerecht fertig geworden. Aber fertig ist sie- und sie wird fleißig getragen (weshalb die Jacke auf den Bildern nicht mehr ganz taufrisch aussieht). 


Die alte geerbte (Kauf)jacke darf damit meist im Schrank verschwinden und wird nur für besonders matschgefährdete Ausflüge sicherheitshalber ausgepackt. 


Schnitt: Against the Wind, Nummer 12 aus Ottobre 1/2013
Stoff: Cotton Twill Stretch in aqua von herberttextiel, Vichycaro und Fleece aus dem Fundus

Laut Schnitt ist die Jacke nur mit Baumwolle gefüttert. Ich habe in der Kapuze auch karierte BW verwendet, den Körper aber mit wärmerem Fleece gefüttert. Die Ärmel kommen mir ein bisschen lang vor, was aber auch daran liegen kann, dass ich beim Einsetzen des Futters nicht ganz nach der Anleitung vorgegangen bin und dann die Ärmel mit Schrägband versäubert habe. Knöpfe an den Taschen hätten bei uns keine lange Überlebensdauer, daher sind sie verschlusslos geblieben. Der Stoff hat sich bei den Taschen wegen des Stretchanteils etwas gedehnt, insgesamt finde ich ihn aber gerade wegen des Stretcheffekts perfekt für die Jacke. Bei der letztjährigen Herbstjacke hat sich durch das Absteppen eine reichlich feste Jacke ergeben, die diesjährige ist richtig schön weich und gemütlich.

Der Schnitt ist klasse und ich werde ihn so bald wie möglich noch einmal nähen - in einer Wintervariante aus wasserdichtem Stoff, mit Thinsulate und Fleece als Futter. So zumindest der Plan. Bleibt nur zu hoffen, dass meine Nähmaschine schnell wieder läuft.

Freitag, 24. Oktober 2014

MSBDS - das Finale

Mein Kopfkleiderschrank sieht noch jede Menge Strickjacken und schöne Pullover vor, der Wollschrank wird auch immer wieder weiter aufgestockt - wenn nur das Stricken nicht so lange dauern würde. Aber immerhin: ein weiteres Stück ist für mich fertig - genau rechtzeitig zum Finale von MSBDS bei Chrissys Nähkästchen. Gemeinsame Aktionen motivieren einfach noch einmal ein bisschen mehr zum Durchhalten. 

Bei der Wolle war ich ja mal - wie bereits berichtet - ganz außerhalb meines normalen Beuteschemas, normal gehören da glitzernde Pailetten nicht dazu. Zwischenzeitlich haben mich dann auch mal kurz Zweifel beschlichen, aber das war eigentlich ganz unnötig. Er ist fertig und ich bin ganz angetan von dem Pullover.


 Er glitzert ein bisschen, aber wirklich nur ganz dezent und die Form mag ich auch ausgesprochen gerne. Die Anleitung werde ich sicherlich noch ein zweites Mal in einer anderen Wolle stricken. 

Das Schwierigste war die Wahl der Knöpfe. Bei sowas kann ich mich nie richtig gut entscheiden. Klar war aber, dass sie schlicht sein sollten und nicht zu auffällig, damit der Pullover auch noch alltagstauglich bleibt. Beim örtlichen Stoffhändler habe ich dann die genau passenden Knöpfe gefunden, nachdem die ersten Knöpfe, die ich gekauft hatte, ganz einfach verschwunden sind. 


Gerade stricke ich noch an einer älteren, aber bisher ungetragenen Jacke noch eine Blende an. Danach geht es dann an ein neues Projekt - die Zeit zum Planen zwischendrin finde ich immer einfach schön. Die Notwendigkeit, sich dann wirklich zu entscheiden, allerdings weniger. 

Bei Chrissy kann man sehen, was aus den vor einigen Wochen geplanten und begonnenen Strickwerken geworden ist.  


 

Sonntag, 19. Oktober 2014

HerbstjackenSewAlong II

Der Herbstmantel... Der Plan steht: zuerst einmal das Johanna-Schnittchen in grau. Der Oberstoff ist zugeschnitten und Teile ja auch schon zusammengenäht. Auch wenn ich gerade festgestellt habe, dass der erste Ärmel, den ich eingenäht habe, so nicht passen kann. Vor dem Futter drücke ich mich gerade mal wieder. Ich hasse es, flutschiges Futter zuzuschneiden oder zusammenzunähen. 
Vor mir selbst entschuldige ich mich gerade für meine Unentschlossenheit und mangelnde Tatkraft damit, dass ich nicht so recht weiß, ob mir das Grau in Grau dann nicht doch zu fad ist. Einerseits denke ich, dass ein schlichter, klassischer Mantel gut ist, weil er ja fast überall dazu passt und man mit Schal etc. ja ohnehin noch Farbe ins Spiel bringen kann. Außerdem passt schlicht ja auch gut zu dem Mantelschnitt. 

Das ist der graue Mantelstoff.
Andererseits schwebt mir noch ein bisschen der Gedanke im Kopf herum, dass ich ja den Mantel an irgendeiner Stelle besticken könnte. Bei urbanthreads.com gibt es immer wieder coole Beispiele, wie aus schlichten Sachen ganz besondere Stücke werden. Dazu müsste ich jetzt aber vor dem weiteren Nähen noch Sticken. Und irgendwie traue ich mich dann doch nicht. Vielleicht hebe ich mir das dann für eine Frühlingsjacke auf? Die dann ja ohnehin farbiger werden würde?
In der Zwischenzeit habe ich quasi an der Miniversion meiner Herbstjacke gearbeitet - einer Kinderjacke aus der Ottobre. Die Taschen haben mich fast in den Wahnsinn getrieben und ich glaube nicht, dass ich sie ordnungsgemäß angebracht habe. Auch beim endgültigen Zusammennähen habe ich glaube ich fünf mal getrennt, bis es dann halbwegs so war, wie es sein sollte. Die Anleitung war für mich ein bisschen zu viel. Daher bin ich noch mehr ins Grübeln gekommen, was die Ottobre Jacke angeht. Aber zugeschnitten ist ja schon...Und die Farben wären schon auch wirklich schön. 
Motivation holen gehe ich jetzt hier, denn die vielen schönen Schnitte und Stoffe reißen mich hoffentlich auch endlich mal aus meinem schon viel zu lange dauerndenNähtief.

Dienstag, 7. Oktober 2014

Apfelbluse beim MMM

Fotos sind bei mir zur Zeit Mangelware. Es ist in den letzten Wochen einiges fertig geworden, aber mit dem Fotografieren haut es meist nicht hin und dann sind die Sachen schon in Gebrauch, wobei ich dann erst recht vergesse, sie mal im Bild festzuhalten. 
Für heute hat es endlich mal geklappt und ich kann auch einmal wieder beim MMM dabei sein, bei dem ich in letzter Zeit immer nur zum Schmökern bei anderen vorbeigesehen habe.  
Zum Glück halten sich Herbststürme und eisig kalter Wind noch in Grenzen. An manch einem wärmeren Tag darf daher meine neue Bluse noch aus dem Schrank. Die Webstoff-Spezial beim Stoffbüro hat meinen Wunsch nach noch mehr Oberteilen aus Webware weiter angefacht und so ist kurz entschlossen eine Sophie - ein Schnittchen - entstanden. 



Der Stoff war ein Hamsterkauf vor längerer Zeit bei Stoff und Stil - wieder einmal so ein Fall, bei dem ich denke, ich muss ganz viel davon haben (Stoffängste eben...) und dann feststelle, dass die Hälfte bestimmt auch genug gewesen wäre. Daher habe ich auch jetzt noch jeder Menge Stoff übrig, der aber definitiv noch auf Verarbeitung warten muss. Auf sommerlichere Zeiten.

An sich bin ich ganz zufrieden mit der Bluse. Mir gefällt der schlichte Schnitt und auch zu nähen war es wirklich einfach. Kein Reissverschluss, einfach zum Schlupfen und noch dazu gemütlich und bequem. Ich hadere noch ein bisschen mit der Länge. Angesichts der Tatsache, dass mein Körperschwerpunkt definitiv bei meinen Hüften liegt, weiß ich nicht, ob ich sie nicht doch gerne noch ein bisschen länger hätte, um da nicht gerade das Hauptaugenmerk hinzulenken. Vielleicht beim nächsten Mal.

 

Sonntag, 28. September 2014

#HerbstJSA

Ich muss gestehen, ich bin viel besser im Plänemachen und Stoffekaufen als im Nähen - oder zumindest bei den ersten beiden Dingen wesentlich schneller. Ich habe immer viele  verschiedene Sachen zugeschnitten hier liegen, oder auch schon ein bisschen daran genäht oder zumindest alle Zutaten ordentlich auf einen Stapel sortiert, um bald damit anzufangen. Wie's aber so ist, kommt dann das Leben oder ein neues Projekt dazwischen. So geschehen auch bei gleich zwei Mantelideen im letzten Herbst. Voller Begeisterung habe ich Stoff und Schnitte ausgesucht, beim einen blieb es bisher beim Zuschnitt, weil ich da schon an der Beschreibung, wie die Taschen genäht werden, jede Lust verliere.  Gemeinsam nähen und sich den anfallenden Problemen stellen, ist aber viel besser, daher freue ich mich sehr über den HerbstjackenSew-Along, den Chrissy und Karin auf die Beine stellen. Treffpunkt heute ist bei Chrissy und es geht um Inspirationen und Schnittmuster. 


Meine zwei Pläne stehen relativ fest: Zum einen liegt hier Johanna von Schnittchen in einer gekürzten Version. Zu lange Mäntel stehen mir nicht, daher habe ich das Schnittmuster um ein paar Zentimeter gekürzt. Die einfache, klare Linie des Mantels gefällt mir aber sehr gut. Toll ist auch, dass es dazu eine Fotoanleitung gibt, sodass ich zuversichtlich bin, dass ich das hinbekommen kann. Skeptisch bin ich immer beim Futter, da macht mir das Zuschneiden schon keinen Spaß. 
Zum anderen schmachte ich schon seit letztem Jahr den Parka "Fall Favorite" aus der Ottobre 5/2013 an (wie eine ganze Reihe anderer Schnittmuster aus diesem Heft). 

 
Den hätte ich auch sehr gerne. Wenn der Motivationsschub und meine Zeit es zulassen, dann würde ich mich nach der Johanna noch an dieses Teilchen wagen. Aber das wäre quasi der Bonus. Freuen würde ich mich schon, wenn ich einen Mantel gut hinbekommen würde.

Sonntag, 7. September 2014

MSBDS: Zwischenstand

Doch ja, ich bin vorangekommen, ein ganzes Stück sogar. Aber ganz ehrlich: Ich hasse es schon immer, den ersten Ärmel zu stricken, beim zweiten verlässt mich dann nahezu ganz die Lust. Daher dümpelt mein Pulli seit ein paar Tagen in diesem Zustand herum und es geht nichts voran. 


Dazu kommt auch noch, dass ich natürlich in meiner ersten Begeisterung für die Wolle nicht bedacht habe, dass die eingearbeiteten Pailetten evtl. ein bisschen kratzen könnten. Was sie aber beim ersten Anprobieren dann natürlich doch tun. Daran hätte ich doch schon mal vor dem Kauf denken können. Abgesehen davon fühlt sich der Pulli ganz gut an. Die Beulen auf dem Foto sind auch nur dem unordentlichen Hinlegen geschuldet und in der Realität nicht so. 

Bei Chrissy hab ich schon einen Ausblick auf ihren Zwischenstand erhascht, der mich wieder mal an meine im Keller schlummernde Strickmaschine erinnert. Hier sieht man, wie es um alle Strickstücke so steht. 
 

Montag, 1. September 2014

Herbstkindsewalong #2

      Bei Bea von nEmadA findet auch in diesem Jahr der Herbstkindsewalong statt. Letztes Jahr sind tatsächlich beide geplanten Jacken auch fertig geworden. Der Schnitt war an sich schön, das Ergebnis auf dem Bügel auch. Da der Sweatshirtstoff abgesteppt wurde, ist das ganze aber eine eher feste Variante geworden, weniger kuschelig.
Zeit habe ich wie immer gerade gefühlt überhaupt keine. Heute habe ich mir mal eine Stunde Nähzeit freigeschaufelt - und dann, nachdem ich ein kleines Sweatshirt für den Nachwuchs fast fertig hatte, gleich vor lauter Hektik einen Druckknopf verkehrt herum angebracht. In der Praxis sieht es also gerade eher chaotisch aus, im Pläne schmieden bin ich aber gerade zu solchen Zeiten gut. Und das Kind braucht ja auch mal eine Jacke. Daher der feste Vorsatz, neben einer Hose für mich, möglichst zeitnah auch eine Kinderjacke zu nähen.

 

Beim Schnitt habe ich mich für das Modell 12 aus der Ottobre 1/2013 entschieden, in blau, mit grünem Reissverschluss. Oder rotem oder gelbem. Mal sehen...
Beim Futter dachte ich erst an eine Vlieseinlage (Thinsulate?) und dazu das vorgeschlagene Baumwollfutter. Nachdem ich jetzt einen schönen grünen Fleece in meinem Schrank wiederentdeckt habe, favorisiere ich fast den als Futter. Die Kapuze soll dann eventuell das vorgeschlagene Baumwollkarfutter bekommen. 

Applikationen finde ich an sich immer toll, in der Anwendung aber schwierig. Wenn ich noch etwas Passendes finden sollte, dann kommt das auf den Rücken, aber geplant ist eine eher schlichte Variante. 
Was sonst noch für Jacken entstehen, ist hier zu sehen.

Donnerstag, 28. August 2014

HosenHerbst

Eigentlich trage ich viel häufiger Hosen / Jeans als Röcke oder Kleider - zumindest zur Arbeit bzw. in der Öffentlichkeit. Trotzdem habe ich mich bisher noch nie an einer Hose für mich selbst versucht, wenn man mal von einer Jogginghose absieht, die aber auch ein ziemliches Desaster war. Es schreckt mich nicht einmal ab, dass es vielleicht ein bisschen komplizierter sein könnte. Zwei Männerhosen habe ich schon genäht, die gut passen und das Nähen hat noch dazu auch noch richtig Spaß gemacht. Ich fürchte ganz einfach, dass ich bei einer Hose die Passform nicht richtig hinbekomme. Schon bei Kaufhosen habe ich meine Probleme, etwas Passendes zu finden. Der Hosenherbst kommt für mich daher wie gerufen, um diese Phobie mal in den Griff zu bekommen. 

Das Monatsthema August: Hosenformen, Hosenmoden, Hosenschnitte 

Was für eine Hose möchte ich nähen? Welche Hosen habe ich bisher gerne oder ungerne getragen? 
 Diese beiden Fragen gehören für mich definitiv zusammen. Für mich kommen generell zwei Arten von Hosen in Frage: eine enge Röhre, die ich dann mit Stiefeln oder Stulpen kombinieren kann oder weites Bein bzw. bei Jeans auch gerne Bootcut (aber nicht zu weit ausgestellt)
Was sind meine Ansprüche an eine Hose? 
 Hosen dürfen bei mir nicht zu hoch sitzen, alles was in Richtung Taille geht, finde ich unbequem. Andererseits sollten sie, auch wenn man sich hinsetzt oder sich bewegt, nicht die Sicht auf die Körperteile freigeben, die sie eigentlich bedecken sollte. 
Welcher Hosentyp passt zu meinem Körper und zu meinem Leben? Aus welchem Material möchte ich meine Hose nähen?
Praktische, bequeme Hosen, die nicht zu empfindlich sind und gleichzeitig nicht zu sehr nur nach Freizeitlook aussehen. Ich habe hier Baumwollköper in weiß und blau liegen, den würde ich gerne verarbeiten, hängt aber vom Schnittmuster ab, da schwebt mir nämlich noch anderes vor. 
Welche Schnittmuster habe ich bereits ausgesucht? Was für ein Schnittmuster suche ich noch?
Nachdem ich ja - mal wieder - ein bisschen langsamer bin als alle anderen bei meiner Entscheidung, hatte ich schon den Vorteil, bei den Schnellentschlossenen schon einmal Anregungen zu sammeln. 
Für eine enge Hose habe ich bei Mirella ein Modell entdeckt, das mir auch gefallen würde. Die Burda liegt schon bereit und der Bildernähkurs würde mir auch entgegenkommen. Schön fände ich auch die Jeans aus der aktuellen Ottobre, aber da sind mir die Anleitungen immer ein bisschen zu knapp und ich würde erst einmal üben wollen.
Den ganzen Sommer schmachte ich schon die schönen gemusterten Flatterhosen an, die alle Welt trägt. Ich habe mich auch dazu hinreißen lassen, die ein oder andere anzuprobieren, aber die Taschen, die alle auf Höhe der Oberschenkel hatten, waren für mich eine Katastrophe. Sehr schön fand ich die Version von Frau Crafteln, die mich wieder ins Träumen versetzt hat. Der Sommer ist ja eigentlich vorbei, aber so für zuhause...? Das wäre dann mein Modell der Wahl. Die Hose wäre auch ideal als "Aufwärm"projekt, um dem Hosenthema schon mal ein bisschen näher zu rücken, ohne gleich zu verzweifeln. So als Motivation für die nächste Hose. 
Gefallen würde mir auch eine richtige Marlenehose wie hier, ich denke aber, im Alltag würde ich sie zu selten tragen. Juniper von Colette habe ich mir mal in einem Anfall von "ich nähe jetzt eine Hose" schon vor ewigen Zeiten heruntergeladen, aber im Moment packt mich da die Motivation nicht so recht.
Ms Fishers Idee von einer kurzen Hose mit dicken Strumpfhosen für den Herbst finde ich so schön, bin mir aber nicht sicher, ob mir das stehen würde. Diese beiden Modelle hier und hier fände ich aber perfekt dafür.  

Jetzt reihe ich mich mal ein in die Runde derer, die auch von selbstgenähten Hosen im Herbst träumen. 

Montag, 25. August 2014

Neuer Stoff, alter Stoff & Herbstideen

Auf unserem Weg in den Sommerurlaub an die Ostsee haben wir einen kleinen Zwischenstopp in Berlin eingelegt, mit Kind dort völlig andere Dinge gesehen als sonst (wie z. B. eine Vielzahl von Spielplätzen) und vor allem ein paar sehr erholsame und entspannte Tage verbracht. Einen kleinen Abstecher zum Markt am Maybachufer habe ich dann trotz übervollem Stoffschrank und zu wenig Zeit zum Nähen gemacht. Nur mal um zu gucken....

Beim ersten Durchschlendern hätte ich am liebsten erst einmal ganz viel zu essen gekauft, weil alles so lecker aussah, mein schon seit einiger Zeit selbst auferlegtes Stoffkaufverbot im Kopf bremste mich bei den Stoffen dann automatisch ein bisschen (auch wenn ich mir für diesen Tag natürlich eine Ausnahme zugestanden hatte). Am Ende war ich dann hochzufrieden mit mir (weil ich nicht zu viele Stoffe gekauft habe) und mit den Stoffen (die dann doch noch in meine Tasche gewandert sind). 

     
Zwei Leinenstoffe fehlen hier, die sind schon weitergewandert...




Nach ein paar genauso erholsamen Tagen am Ostseestrand bei erstaunlich gutem Wetter habe ich zuhause erst einmal das Näh/Arbeitszimmer wieder auf Vordermann gebracht, dann tatsächlich einen Stoff wieder gefunden, den ich schon im letzten Herbst vernähen wollte, der aber einfach nicht aufzufinden war und heute tatsächlich das erste Mal seit einigen Wochen wieder ein paar Nähte geschafft - und so eine lange Liste mit Herbst/Winternähplänen, dass ich hoffentlich bald wieder an die Nähmaschine komme.

Sonntag, 3. August 2014

MSBDS

Im Moment hänge ich deutlich mehr als der Strick- als an der Nähnadel. Daher kommt mir der Aufruf nach mehr Strickjacken im Schrank von Chrissy gerade recht. In geselliger Runde strickt es sich doch gleich noch besser und die Motivation steigt. Zum Glück habe ich gerade nicht nur eine Herrenstrickjacke auf den Nadeln (die ja nicht zählen würde), sondern auch ein Stück für mich. 



Sehr lange habe ich hin- und herüberlegt, ob ich mir die Wolle gönnen soll, da sie für meine sonstigen Gewohnheiten eher teuer und glitzerig statt schlicht ist, aber irgendwie habe ich mich gleich spontan verguckt und dann irgendwann hat einfach der Zeigefinger gezuckt und schwupps - war die Wolle bestellt. 

Mein Muster dazu ist Driftwood von Isabel Krämer - allerdings einfarbig in grau (und eben mit Glitzer - noch Streifen dazu wäre dann doch zu viel für mich). Keine Jacke, aber ein Oberteil für mich. Was ich allerdings noch überlege, ist, ob ich nicht doch die Einfassung am Kragen in natur aus der gleichen Wolle mache. Dann ist aber die Frage, ob auch ein kleiner naturfarbener Rand an den Ärmeln bzw. ein passendes Bündchen nötig wäre. Hat jemand vielleicht eine zündende Idee für mich?

Hier finden sich alle anderen nadelschwingenden Damen, die im Herbst ihre neuen Stricksachen ausführen wollen. Mir schwirrt seit dem Lesen dort mal wieder der Gedanke im Kopf herum, dass ich die alte Strickmaschine (die leider keine Anleitung beiliegen hat) im Keller doch endlich einmal in Gang bringen müsste.

Samstag, 12. Juli 2014

Stoffwechsel - das (Fast)Finale

Das Finale liegt jetzt schon eine Woche zurück - und mein Kleid ist immer noch nicht ganz fertig. Zu viele Dinge im realen Leben, die Fußball-WM, während der ich mich zwar zum Stricken vor dem Fernseher, nicht aber zum Nähen ohne denselben aufraffen kann, die Angst (wie bei vielen anderen) den Stoff anzuschneiden und dann festzustellen, dass es nichts wird... Viele Faktoren haben da zusammengespielt. 

Ich war eigentlich sehr schnell entschlossen, aus dem Stoff das Simplicity 7051 zu nähen, weil ich schon so viele schöne Varianten gesehen habe und der Schnitt schon lange auf meiner Nähliste stand. Aus oben erwähnter Furcht vor Stoffverschnitt und mangelnder Begeisterung und Passform beim Ergebnis habe ich ein Probekleid genäht und festgestellt, dass der Schnitt rein gar nichts für mich und meine Figur ist. Ich brauche bei Kleidern Schnitte, die irgendwie die Taille erkennen lassen. Also habe ich erst einmal alles zur Seite gelegt und Schnittmuster gewälzt. 

Die Entscheidung fiel dann auf das von mir auch schon oft bewunderte McCalls 6503. Nachdem ich das aber auch noch nie genäht hatte, musste auch hier ein Probestück her. Ich wollte gerne Version D - und bin am Kragen fast verzweifelt. Aber die (nicht fertig gestellte) Probevariante gab dann den Startschuss für das "richtige" Kleid. 

Für meine Verhältnisse habe ich dieses Mal sehr langsam und genau genäht, alle Passzeichen eingehend studiert und aufeinandergelegt, weil ich wollte, dass es was wird. Dadurch hat alles noch länger gedauert. Gesäumt ist das Kleid noch nicht, die Knöpfe fehlen noch und den Reissverschluss habe ich so verhunzt, dass ich ihn nochmal raustrennen muss. Ein bisschen Zeit muss ich also noch investieren - und Tragebilder gibt es dann erst mit ganz fertigem Kleid. Ein erster Ausblick aber schon jetzt:

  
Trotz Verzögerung beim Nähen: Das Kleid gefällt mir bisher schon ausgesprochen gut. Ein bisschen kurz ist es vielleicht, aber noch im Rahmen. Der Stoff, den mir meine Stoffpatin ausgewählt hat, hat mir von Anfang an sehr gut gefallen, aber so recht vorstellen konnte ich mir nicht, wie ich ihn tragen würde. Ich habe für mich in letzter Zeit festgestellt, dass ich häufiger einfarbige Sachen trage, auch wenn ich beim Stoffkauf oft zu wilden Mustern greife. Solche Stoffe schlummern dann aber meist ewig bei mir im Schrank. Das Erstaunliche bei diesem Stoff, den ich aus genau den Gründen vermutlich nicht gekauft hätte, ist aber, dass ich mich schon bei der ersten Anprobe sofort drin wohlgefühlt habe und ich glaube, dass ich es häufiger tragen werde. Verrückte Sache...

Der Schnitt passt auch viel besser zu meiner Miette, die sich farblich an das Kleid perfekt anpasst. 


Liebe Stoffpatin, vielen Dank für den tollen Stoff und das schöne Paket, über das ich mich so sehr gefreut habe. Ich habe keine Ahnung, wer hinter dem Stoff steckt, auch wenn schon eine ganze Reihe aufgelöst worden ist. Ich habe so langsam auch ein bisschen den Überblick verloren. Vielen Dank auch noch einmal an Frau 700Sachen, die die Aktion organisiert hat. Ohne euch beide hätte ich mich vermutlich auch in den nächsten zwei Jahren nicht an die beiden Schnitte gewagt und sie nur immer wieder mal sehnsüchtig angeguckt. 
Mit Zeitplänen habe ich im Moment leider so meine Schwierigkeiten, weil kein Tag wirklich läuft wie geplant, aber ich wäre trotzdem sofort wieder dabei. 

Alle anderen Stoffwechsel-Kreationen gibt es hier zu sehen. 

Montag, 23. Juni 2014

Erdbeerernte, Brioche und Sonnenschein

Die Gelegenheit, bei einem Erdbeerfeld auf dem Nachhauseweg schnell noch einen Zwischenstopp einzulegen, konnte ich mir nicht entgehen lassen. Schwuppdiwupps waren fast vier Kilo gepflückt und am nächsten Tag ist daraus dann leckere Erdbeermarmelade geworden. 



Passende Etiketten drauf und schon fühlt sich die selbstgemachte Marmelade gleich noch luxuriöser an. 

Aber nur Erdbeermarmelade ist ja auch nichts. Also ging's am Sonntagmorgen gleich noch mal in die Küche und nach einiger Zeit mit Kneten - Warten - Kneten und Warten war es dann fertig, das vegane Brioche.  


Zutaten: 
500 g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
60 g Zucker (Wer es gerne süß mag, muss noch mehr Zucker ergänzen. Mit 60g Zucker wird es nur leicht süßlich, aber sehr lecker)
60g vegane Margarine
ca. 300ml Sojamilch
1 EL Maisstärke oder Eiersatz für ein Ei

zusätzlich etwas Milch und Margarine

Zubereitung:

Mehl, Zucker, Stärke und Hefe mischen

Sojamilch leicht erwärmen und gemeinsam mit der in Stücke geschnittenen Butter zu den trockenen Zutaten geben. 

Alles zu einem geschmeidigen Teig kneten. Wichtig ist es, den Teig ordentlich durchzukneten. 10 bis 15 Minuten sollte man dem Teig durchaus gönnen.

Im Anschluss lässt man den Teig an einem warmen Ort ca. 60 Minuten gehen. 

Der Teig wird dann noch einmal für ein paar Minuten ordentlich durchgeknetet und in drei Stücke geteilt. Die Teigstücke werden zu Rollen geformt und anschließend miteinander zu einem Zopf verschlungen. 

Dann kommt noch einmal ein ganzes Stück Wartezeit: Der Zopf sollte noch einmal bis zu 60 Minuten an einem warmen Platz gehen oder zumindest so lange, bis er ungefähr die doppelte Größe hat. 

Dann erwärmt man die Milch mit der Margarine und streicht den Zopf mit der Mischung ein. Wer mag, kann noch etwas Hagelzucker auf den Zopf streuen. 

Dann geht es ab in den Ofen: 35 - 40 Minuten bei 150 Grad. Damit der Zopf schön weich bleibt, zwischendrin mit der Milch-Butter-Mischung bestreichen und den Zopf, wenn er zu braun zu werden droht, mit Folie abdecken. 



Noch lauwarm ab damit auf den Balkon und bei Sonnenschein, aber doch noch recht kaltem Wind alles ganz frisch genossen - so könnte jeder Tag für mich anfangen. 

Samstag, 21. Juni 2014

WM-Stricken - auch ich bin dabei...

In diesem Jahr war ich nicht wirklich in WM-Stimmung. Die Zeiten, zu denen die Spiele stattfinden, sind für mich äußerst gewöhnungsbedürftig und die letzten Testspiele waren ja auch nicht unbedingt berauschend. Mittlerweile hat mich das WM-Fieber aber doch angesteckt und immer, wenn sich die Gelegenheit bietet (und mir bei den späten Spielen nicht schon fast die Augen zufallen), schaue ich ein Spiel. 

Allerdings gibt es dann doch gewisse Unterschiede: Es gibt Spiele, bei denen ich mitfiebere, die einfach spannend sind und es gibt Spiele - naja, das sind dann eher die Spiele, die man eben so mitnimmt und bei denen nichts dagegen spricht, sich eine Zweitbeschäftigung zu suchen. Was gäbe es da Besseres als Stricken?

Zuallererst habe ich mein Frühlingsjäckchen endlich fertiggestrickt.Ganz gibt es das aber erst zu sehen, wenn die Knöpfe angenäht sind. 



Als die Jacke fertig war, war mein erster panischer Gedanke: Jetzt habe ich ja nichts mehr zu stricken. Also schnell meine gedankliche Wunschstrickliste und die Tiefen des Woll/Stoffschranks durchsucht und eine Entscheidung war gefallen natürlich konnte ich mich wieder einmal nicht entscheiden. 

Auswahlkriterium: Idealerweise sollte das gute Stück einfach glatt rechts zu stricken sein, also nicht viel zum Zählen beinhalten, sondern stumpfes Vorsichhinstricken, damit ich gleichzeitig auch noch zum Fernseher linsen kann. 

Erstes Projekt daher: eine Neuauflage meiner Mirabell von hier. Tja, das gute Stück war schon fertig. Fertig geworden während der Babybauchzeit und nie getragen, denn in einem Anfall von post-nataler Hormonverwirrung und noch mit zusätzlichen Babypfunden, die einen Aufräumschub nach sich zog nach reiflicher Überlegung, kam ich zu dem Schluss, dass das gute Stück einfach zu kurz ist und ich es noch einmal länger stricken muss. Also habe ich damals kurzerhand das gute Stück noch einmal aufgetrennt (was mich jetzt schon ein bisschen wurmt). Aber es strickt sich schnell und ich bin guter Dinge, dass es schon werden wird. Gerade eben aber langweilt es mich nach den ersten 25 Zentimetern doch ein bisschen.



Zweites Projekt: Eine schon lang angeplante Jacke für den Herrn des Hauses nach dieser Anleitung. Vor Männerjacken schrecke ich meist ein bisschen zurück angesichts der Größe und der Dauer des Strickprozesses, aber das gibt sicher gute Strickkarmapunkte.Da die Farben aber wirklich schön sind, hat mich jetzt hier das Strickfieber gepackt. 



Nichts mehr während der WM wird es wohl mit dem geplanten Pulli aus dieser Wolle: 



Online Arcadia - ein Baumwollgemisch mit eingewebten Pailetten. Normal neige ich nicht wirklich zu Glitzer und Co, aber in dem Fall war ich einfach entzückt. Jetzt liegt die Wolle hier, es juckt mich in den Fingern, aber ich versuche standhaft zu bleiben. Heute abend glühen die Nadeln ohnehin nicht da sind dann Chips und Daumendrücken angesagt...

Montag, 2. Juni 2014

Überraschungspost - das Stoffwechselpaket

Hach, was war ich gespannt, wann mein Stoff zu mir kommt und was es wohl für ein Stoff werden wird - und genau an dem Tag, an dem ich nicht daran gedacht habe, lag er dann im Briefkasten. 


Und was habe ich mich darüber gefreut. Der Stoff hat mir auf den ersten Blick sehr gut gefallen, natürlich habe ich ihn hin und her gedreht und überlegt, was daraus werden könnte, wozu er passen könnte - und dann ist mir aufgefallen, dass meiner Stoffschenkerin etwas gelungen ist, was ich bis jetzt noch nicht geschafft habe: Den passenden Stoff zu meiner pinkfarbenen Miette zu finden. Also schnell nach dem Jäckchen gekramt und tatsächlich - die Farben passen perfekt dazu. 



Ideal also, um eine weitere Lücke in meinem Kleiderschrank zu füllen. Und perfekt, weil ich selbst vermutlich beim Stoffkauf wieder zu zögerlich gewesen wäre und wie immer zu einem Unistoff gegriffen hätte.

Mein Plan für den Stoff: Es ist eine relativ kräftige Baumwolle, daher würde ich eher nicht zu einem Oberteil tendieren. Schon lange liegt bei mir Simplicity 7051 und der Schnitt ist mir als erstes in den Sinn gekommen. Nachdem ich ihn noch nie genäht habe, müsste ich vorher allerdings ein Probekleid nähen, damit das was wird.

Meine Stoffsucherin hat sich in jeder Hinsicht so viel Mühe gegeben und sich genaue Gedanken gemacht und ich habe mich so gefreut, wie genau sie doch alles auf meinem Blog angesehen haben muss. Mein Päckchen enthielt nämlich neben dem Stoff nicht nur eine liebe Karte, sondern auch passendes Nähgarn und eine Tüte veganer Gummibärchen. Sozusagen die perfekte Nähnachmittagsausrüstung. Vielen lieben Dank also schon einmal unbekannterweise in diese Richtung! Vielen Dank auch noch einmal an Frau Siebenhundertsachen - die Idee war grandios und die Organisation klasse!

Was für Stöffchen sonst so bei welchen Bloggerinnen gelandet sind, könnt ihr hier sehen. 

Donnerstag, 1. Mai 2014

Achtung Stoffwechsel!


http://siebenhundertsachen.wordpress.com/2014/04/21/stoffwechsel-regeln-und-zeitplan/

Frau Siebenhundertsachen rief vor kurzem zum "Stoffwechsel" auf. Die spannende Grundidee: Eine Bloggerin sucht für eine ihr unbekannte Bloggerin einen Stoff auf, schickt ihn ihr zu und daraus soll dann ein Kleidungsstück entstehen. Genaueres findet ihr dazu hier. In jedem Fall vielen Dank an Frau Siebenhundertsachen für die geniale Idee und die Organisation der Aktion. 



Für heute steht der Nähsteckbrief auf dem Plan, den jeder von sich veröffentlicht, damit die später dazu geloste Partnerin ein bisschen mehr Informationen beim Stoffkauf hat.


Was nähst du am liebsten für dich?

Ganz allgemein: schlicht, einfach, alltagstauglich, nicht zu verspielt, sondern eher geradelinige Schnitte und Formen. Natürlich reizen mich ausgefallene Schnitte und auch besonders schöne Kleider, aber meist gibt es Vorrang für die Alltagstauglichkeit. Am häufigsten nähe ich für mich zur Zeit Shirts, Tops und Kapuzenjacken - einfache, bequeme Sachen aus Materialien, die den ein oder anderen Fehler verzeihen und an denen ich nicht lange herumtüfteln muss. Es gibt eine lange Liste von Schnitten, die ich nur zu gerne ausprobieren würde, zum Nähen komme ich meist aber nur in Minietappen und teilweise mit großem Zeitabstand, so dass mich Fehlschläge bei Schnittgröße oder der Passform oder die Tatsache, dass ich mich erst länger wieder in etwas hineindenken muss, so nerven, dass ich lieber zu einfachen Schnitten greife, bei denen ich weiß, dass ein Erfolgserlebnis bevorsteht.

Und wenn wir kurz mal vor allem an Oberteile und Röcke denken, was würdest du da gern nähen? Hast du schon etwas vor Augen?

Schon lange suche ich einen Schnitt für eine Longbluse wie diese (Kaufbluse): 



Wichtige Kriterien: Unterhalb der Brust zu raffen / eng einzustellen und nicht zu sehr ausgestellt, sondern eher schmal gehalten. 
Für einen solchen Schnitt würde ich tatsächlich auch meine Knopflochphobie in Angriff nehmen. Hat jemand irgendetwas in der Richtung?
In jedem Fall wären ein paar neue Oberteile wichtig bei mir - gerade in Richtung Bluse müsste ich meinen Nähhorizont mal erweitern. Neben der eher sportlichen Variante kann ich mir auch gut etwas weich fließendes, auch mit (dezenter) Schluppe vorstellen. 

Rockmäßig hätte ich schon sehr lange sehr gerne einen gut sitzenden Bleistiftrock. Vermessen und selbst aufzeichnen haben mich bis jetzt immer zugunsten eines schnellen Näherfolgserlebnisses diesen Plan zurückstellen lassen, fest geplant ist es aber. Die richtige Passform für Röcke und Hosen ist bei mir schwierig zu finden: Oft stehen die Röcke an der Taille einfach so weit ab, dass ich es als unangenehm empfinde. Gut gefallen hat mir bisher z. B. Norma aus der Ottobre 5/2010 als einfacher Grundschnitt, begeistert bin ich auch von meinem neuen Halbtellerrock. (Nicht nur) Aus praktischen Gründen (keine Strumpfhosen / sichtbare käsige Beine / passendes Schuhwerk ...) greife ich oft zur Hose und ich trage sehr gerne (aber nie selbstgenähte) Jeans (auch wenn ich mich damit im Nähuniversum als Außenseiter oute), aber für diesen Sommer soll es doch mehr Röcke geben. 

Die Glaubensfrage: Webstoff oder Jersey? Oder doch beides?

Siehe oben: Aus praktischen Gründen oft eher Jersey, es liegt aber auch jede Menge Webstoff hier, für den ich schon reichlich Pläne habe. An sich bin ich also offen für alles, nur nicht zu flutschig oder zu fein.

Welches Material vernähst du am liebsten (z.B. Viskose, Baumwolle, Wolle, …) – gegen was hast du eine (starke) Abneigung?

Wolle, Seide und alles andere, was vom Tier kommt, findet sich bei mir grundsätzlich nicht im Kleiderschrank. Abgesehen davon ist Stoffkauf bei mir dann eher eine spontane Entscheidung. Baumwolle und Leinen mag ich gern, Kunstfasern sind für mich kein Hindernis, wenn es nicht zu künstlich wird.

Was sind deine Lieblingsfarben, welche stehen dir gut? Welche gehen gar nicht?
Lieblingsfarben: Blau und Grau in vielen unterschiedlichen Tönen, auch in Richtung petol, aber nicht türkis. Dazu auch gerne noch senf oder altrosa. Schwarz und weiß sind natürlich immer drin. Im Sommer gerne auch ein bisschen rot oder dann für den Herbst schöne satte Naturfarben in grün oder braun. Überhaupt nicht gehen Neon, Lila und Orange oder zu knallige oder zu zarte Farbtöne, die mich blass aussehen lassen. Ich liebe z. B. Blau, aber auf keinen Fall ein stechendes, kaltes "Royalblau", sondern eher die "ruhigere" Variante und in den meisten Fällen auch eher die dunkle Variante als die helle (also z.B. eher dunkelrot als hellrot). 

Welche Muster magst du? Groß oder klein? Blumen, Streifen, Punkte? Oder sind Muster vielleicht gar nicht so deins?

Bei Mustern kommt es auf den Verwendungszweck an. Punkte und Streifen sind generell in Ordnung. Blümchen mag ich bedingt, moderne grafische Muster eher weniger. Für Röcke oder Hosen bin ich bei Mustern eher zurückhaltend und greife eher zu Uni oder ganz dezenten Varianten.  

Hier ein Blick in mein Stofflager bei den gemusterten Sachen:




Was sind die Kleidungsstücke, die dir (in letzter Zeit) in deinen Augen am besten gelungen sind? Sind welche dabei, die du vor allem wegen ihres Stoffes magst?

 

Wieviel Stoff verbrauchst du ca. für einen Rock, ein Oberteil, ein Kleid?

Bei Shirts zwischen 1m (Kurzarm) und 1,7m (Wasserfall mit langen Ärmeln), bei einem gerade geschnittenen Rock 1m, sonst habe ich wenig Erfahrungswerte, meist kaufe ich aber max. 2 Meter und bin bisher immer gut ausgekommen.

Gibt es sonst noch etwas, das dich als Näh-/Stofftyp in deinen Augen ausmacht?

Puh, schwierige Frage. An sich halte ich mich da für unkompliziert (nachdem die Frage aufkam) und stoffgeschäftemäßig bin ich auch nicht zu sehr verwöhnt. Ich mache immer viele Pläne, sortiere ständig meine Stoffe um, kann mich aber immer schwer aufraffen, dann wirklich einen Stoff anzuschneiden - also ist der Zeitplan für mich ein guter Ansporn. Ich freue mich immer über neue Schnittideen oder auch Kombis von Farben und Stoffen, die ich bisher so nicht auf dem Plan hatte. 

Jetzt bin ich erst einmal gespannt auf die anderen Nähsteckbriefe - und dann natürlich darauf, für wen ich shoppen gehen darf.


Mittwoch, 30. April 2014

MeMadeMittwoch: Kuschelig Warm

Zur Zeit bin ich nähtechnisch in einer Testphase gelandet - ich habe viele Pläne im Kopf, kann mich bei vielen Sachen aber einfach nicht aufraffen und lande dann bei Kleidungsstücken, die (wie ich bei der Auswahl hoffe), eine möglichst geringe Fehler/Anpassungs/Frustquote haben. Und so teste ich mich gerade durch eine Reihe von Shirt und Hoodie/Sweatshirtjackenschnitten. Kapuzenjacken habe ich in letzter Zeit tatsächlich in drei Varianten genäht. 
Eine davon ist diese hier: 


Stoff:   grauer Fleece von Stoff & Stil - Rest von einem Weihnachtsgeschenk,  
           Jersey & Bündchen von Michas, Ärmelflicken - ?
Schnitt: Jill von CZM

Die Jacke ist genau richtig für das schmuddelige, graue Aprilwetter, das sich draußen breit gemacht hat. Ob es bei anderen kleidungstechnisch etwas frühlingshafter aussieht als bei mir, gibt es beim MMM zu sehen, wo
Melleni von talentfreischoen heute in einem tollen Kleid die Runde anführt, das mich gleich mal zum Nachdenken über das Testen von Jerseykleidern bringt.


 

Montag, 21. April 2014

Frühlingsjäckchen Knit Along Finale

Das zweite Finale: Die Jäckchen! 

Ziel meines Frühlingsstrickens: Zwei Jäckchen. 
Erreicht: 1,25 Jäckchen

Nachdem ich meine blaue Jacke - Fannie Fouche - voller Enthusiasmus begonnen hatte, musste ich, nachdem ich schon ein ganzes Stück gestrickt hatte, feststellen, dass ich einen Fehler beim Stricken gemacht und damit eine ganze Menge an Maschen zuviel auf der Nadel hatte. Das Lochmuster auftrennen bis zu der Stelle, wo der Fehler begonnen hatte, erschien mir unsinnig, also habe ich alles wieder aufgetrennt, die Wolle in einen Karton gesteckt und mit dem zweiten Jäckchen begonnen - Etude in Stripes

 
Das war sehr viel einfacher zu stricken (manchmal fast ein bisschen langweilig) und so genau das richtige für meine zur Zeit reichlich müden Abende, an denen ich mich ohnehin kaum aufraffen kann, zu stricken. 

Als das Jäckchen dann fertig war (Ärmel sind wirklich furchtbar frustrierend, oder?), war ich sehr zufrieden mit mir, dass ich trotz leichter Strickunlust durchgehalten hatte. Das Jäckchen ist schön und stand mir auch ganz gut. Aber mein Jäckchen ist es mitterweile nicht mehr: Ich bekam Besuch, zeigte das Jäckchen und das Jäckchen löste nicht nur beim Besuch Begeisterung aus, sondern schmiegte sich an selbigem auch viel besser an. Was will man da machen?? Und so wanderte die Jacke weiter und wird seitdem mit Begeisterung getragen. 


Meine Fannie Fouche hätte ich vielleicht mit ganz viel eisernem Willen und Überwindung gerade noch so bis Ostern fertig bekommen, aber es ist mir noch ein anderes Projekt auf die Nadeln gehüpft, das als Geschenk zuerst fertig werden muss (und auch wieder eher in die Kategorie des entspannten Nicht- Denken- Müssen- beim - Stricken fällt und somit zu meiner Abendstimmung passt). Ich bin schon ein gutes Stück vorangekommen und bisher gefällt mir sehr gut, was ich sehe. 




Ich freue mich schon darauf, daran weiterzustricken und schummle mich über mein mangelndes Durchhaltevermögen mit dem Gedanken hinweg, dass noch zwei relativ neue Strickoberteile aus den letzten Monaten hier hängen, die dringend im Frühling getragen werden wollen. 

Die große Jackenparade zu Ostern findet sich hier

Frühlingskleid(ungs)SewAlong Finale

Heute gibt  Gestern gab es gleich zwei Mal Finale: Beim Nähen und beim Stricken. 
Meine Pläne waren ja in jeder Hinsicht hoch gesteckt - und gekommen ist alles mal wieder ganz anders als gedacht. Nähen wollte ich gerne drei Teile

Nummer 1: Ein Halbtellerrock
Das Röckchen ist tatsächlich auch fertig geworden. Bilder gibt es heute nur an der Puppe - es fehlt mir ganz einfach zu Zeit zum Fotografieren. Tragefotos folgen also demnächst. 



Der Rock gefällt mir gut und er wird ganz sicher gut zu einem der Frühlingsjäckchen passen (dazu später mehr). 

Nummer 2: Ein weißes Top
- gedacht als Ergänzung zu den beiden Frühlingsjäckchen. Da sich beim Frühlingsjäckchen Änderungen ergeben haben und ich noch dazu keinen weißen Jersey gefunden habe, der weder schlabberig noch durchsichtig war, habe ich ganz einfach ein paar Tops in anderen Farben genäht, die zu verschiedenen Oberteilen als Ergänzung nötig waren. Also bin ich so halbwegs im Plan geblieben


Nummer 3: Der Mantel
Tja, der Mantel. Daran scheine ich immer wieder ein bisschen zu scheitern. Im Moment komme ich selten dazu, längere Zeit am Stück an der Nähmaschine zu verbringen. Wenn ich dann mal kurz zum Nähen verschwinden kann, brauche ich schnelle Erfolgsprojekte: T-Shirts, Röcke... Komplizierte Dinge, bei denen ich tatsächlich auch noch den Kopf einschalten müsste, nehmen auf meine Favoritennähliste gerade eher die letzten Plätze ein. Der Mantel liegt noch zugeschnitten hier, ich will ihn auch noch nähen, aber er muss immer wieder zurückstecken im Vergleich mit den schnellen Teilen, die gerade auch noch notwendig sind, weil mein Kleiderschrank ausgemistet und eher leer ist, was Oberteile angeht. 


Insgesamt sind beim Frühlingsnähen immerhin drei Tops, ein Rock und zwei Kapuzenjacken für mich herausgekommen, sodass ich dann doch mit mir zufrieden bin. 

Gespannt bin ich darauf, was die anderen alles geschafft haben - hier geht's entlang. 


Montag, 17. März 2014

Mein Kleiderschrank - Teil 1

Teil 2 - mit Bildern - steht jetzt leider hinter Teil 1. Sorry! Die Reihenfolge der Veröffentlichung stimmt damit nicht ganz. Die Bilder finden sich auch bei Teil 2. 

Gedanken über meinen Kleiderschrank? Die mache ich mir regelmäßig, wenn ich wahllos Sachen aus dem Schrank ziehe und sie auf dem Bett vor mir staple, wenn ich mal wieder nicht weiß, was ich anziehen will / soll. Tessa gibt auf ihrem Blog den Anstoß, sich ein bisschen konkreter mit der Frage nach dem idealen Kleiderschrank auseinanderzusetzen als die zwei Minuten, in denen ich mich einmal wieder darüber ärgere, dass ich alles nicht mehr durchdenke.

Heute geht es um Grundsätzliches:
Wie würde mein Wunschkleiderschrank aussehen?
Puh, die Frage ist gar nicht so einfach. Eher schlichte Kleidungsstücke mit klaren Schnitten, nicht zu bunt, aber bunte Teile zum Kombinieren. Vor allem aber auch Accessoires, mit denen sich einfache Teile immer wieder abwandeln lassen. Wichtig ist aber definitiv, dass sich ganze, stimmige Outfits ergeben. Es muss nicht alles kombinierbar sein, aber es sollte Schluss sein mit Einzelstücken, bei denen man sich immer wieder denkt: "Da bräuchte ich noch... dazu".
 
Wie muss ein Kleidungsstück sein, um ein absolutes Lieblingsstück zu werden?
 Gemütlich, figurtechnisch vorteilhaft, farblich in meinem Wohlfühlbereich - nicht zu grell, nicht zu stark gemustert-  und an allen Stellen lang genug, damit man Bewegungsfreiheit hat, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, welches Körperteil sich gerade aus dem Kleidungsstück herauszuschmuggeln versucht. 

Was brauche ich in meinem Alltag für Klamotten, um mich rundherum wohl zu fühlen und welche Sachen für bestimmte Gelegenheiten machen meinen Kleiderschrank komplett?
Ich finde oft viele Röcke und Kleider toll, die ich auf vielen Blogs sehe. Im Alltag trage ich aber eher selten Kleider und Röcke, auch wenn ich mir immer wieder vornehme, das zu ändern. Generell hoch im Kurs stehen bei mir Strickjacken, Shirts, Blusen - also vor allem Oberteile, die sich schnell mit einer passenden Jeans kombinieren lassen und dann trotzdem nicht zu langweilig aussehen. 
 
Welche Basics brauche ich?
 Lange Tops zum Drunterziehen in allen Farben, passende Schals, Loops, Stulpen zum Kombinieren, zwei, drei gut sitzende Jeans in unterschiedlichen Schnitten. Strickjacken für Schichtentechnik - sodass man unabhängig von der Jahreszeit die Klamotten tragen kann. 

Spielen dabei selbstgemachte Sachen eine Rolle?
 Selbstgemacht oder nicht? Da bin ich tatsächlich flexibel. Manche Kleidungsstücke wie z. B. Jeans will ich nicht selbst nähen und bei manchen sehr feinen Stricksachen würde ich mich auch nicht versuchen, aber ansonsten natürlich gerne selbstgenäht, - gestrickt oder -gehäkelt.