Donnerstag, 29. Oktober 2015

ZeitschriftenSewAlong: Doch alles anders

Eigentlich hatte ich mich ja schon für den Rock aus der Fashion-Style 9/2015 entschieden. Ein Stoff war mir sofort in den Sinn gekommen, der schon lange in der Restekiste lag. Als ich ihn dann wieder in den Händen hielt, war mir klar, warum er da so vor sich hindümpelte...Theoretisch passt er (dunkelblau und leicht strukturiert) zwar in mein Beuteschema, das Material (was auch immer es ist- dehnbar, jerseyartig, vergleichsweise fest) begeistert mich einfach nicht, es ist irgendwie zu kalt und kühl für den Herbst. Ich glaube auch, dass der Rock außerdem noch etwas fließenderes Material benötigt. Dazu kommt, dass ich ja nicht wirklich oft Röcke trage. Die Gründe gegen den Rock haben sich also gehäuft. Aber - dem Sew-Along sei Dank - habe ich sehr viel häufiger zielgerichtet in der Zeitschrift geblättert, als ich das üblicherweise tue und dann konnte ich ja auch noch bei den anderen spicken. Und da fiel mir dann das Kleid Nummer 18 ins Auge. Schlicht und einfach, also zeitlich zu schaffen, und es sieht dazu noch gemütlich aus. Also, Nummer 18 soll es werden. Im Zeitplan liege ich so mittelmäßig: Schnittmuster ist abgepaust und Stoff ist ausgesucht. 






Es ist ein lang gelagerter weiß-senf-gestreifter fester Jersey. Allein wäre er mir eigentlich ein bisschen zu langweilig. Daher würde ich ihn gerne noch mit Stofffarbe bedrucken. Aus dem Buch "Stencil 101" habe ich bisher erst wenig ausprobiert, daher würde sich das ja als Gelegenheit ideal anbieten. Sinnvoll wäre es, erst zuzuschneiden, dann zu bedrucken und dann zu nähen. Was aber wenn dann der Schnitt nicht so ist, wie ich mir das vorstelle? Daher überlege ich, zu schummeln und erst zu nähen und dann noch zu bedrucken. 
Aber erst einmal muss ich ja noch zuschneiden...
Hier ist der Zwischenstand von allen anderen zu sehen und nächste Woche ist ja schon das Finale - das geht alles ganz schwuppdiwupps.

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Fashion Style 9/2015 - Zeitschriften Sew Along

Eigentlich läuft mir gerade mal wieder in jeder Hinsicht die Zeit davon. Beim Winterjacken-Sew-Along habe ich noch keinen wirklichen Zwischenstand vorzuweisen, außer die Tatsache, dass ich die Stoffe herausgesucht und den Schnitt fertig habe (und habe daher schon zum zweiten Mal geschwänzt.) Mich aufzuraffen, etwas Größeres anzugehen fällt mir schwer, auch wenn ich gerade absolute Nähmotivation bei der AnNAEHerung_Süd (Bericht folgt noch) getankt habe. Nachdem ich  abseits vom Luxus des Nähwochenendes keine längeren Zeitfenster zum Nähen habe, sondern eher so klitzekleiner Zeitlöcher und das Chaos gerade meinen Nähbereich dominiert, komme ich schwer in die Gänge. Noch ein Sew-Along ist da ja eigentlich keine gute Idee.



Aber eigentlich ist der ZeitschriftenSewAlong von Jenny genau das Richtige für mich: Alle zwei Monate soll es eine Linkparty geben, bei der Schnitte aus einer bestimmten Nähzeitschriftenausgabe stammen. Bei mir türmen sich Nähzeitschriften, in denen ich zwar häufig blättere, aber genäht habe ich nur aus wenigen ausgewählten etwas. 
Genau wie vielen anderen ist mir der Rock Nummer 6 aus dieser Ausgabe ins Auge gestochen. Nur ein Schnittteil - wie verlockend. Da muss ich ja theoretisch nur noch einen passenden Stoff finden. Das wäre in der Zeit durchaus machbar. 
Also versuche ich mal mein Glück und hoffe auf einen schönen Rock. 
Vielen Dank, liebe Jenny, für die tolle Idee! Ich bin schon sehr gespannt!

Sonntag, 20. September 2015

Winterjackensewalong

Heute geht es auf dem Memademittwochblog los mit der Inspirationssammlung für zukünftige Winterjacken. Eine Winterjacke steht bei mir definitiv auf dem Plan und einen kleinen Schubser brauche ich zur Zeit häufiger beim Nähen, damit ich mal in die Gänge komme. Was ich gerne hätte, weiß ich dafür um so genauer. 

Ich habe einen warmen Wintermantel - in schwarz. Ebenso einen schwarzen Trench und eine blaue Eve, die im Herbst gut warm hält. Auf Knopflöcher wartet noch dieses Teil hier: 



Eine Johanna von Schnittchen, die ich um 10 cm gekürzt habe, weil ich kürzere Jacken brauche, damit ich sie nicht irgendwo durch den Dreck schleife oder in Autotüren eingeklemmt und mitgeschleift werde. Hier fehlen noch die Knopflöcher - und passende Knöpfe. Dann hätte ich meine erste Herbstjacke schon fertig. Meine akute Knopflochphobie verhindert die Fertigstellung schon mindestens ein halbes Jahr. 

Als ganze neue Jacke zählt Johanna aber nicht und ich hätte gern noch eine blaue oder grüne Jacke. In grün hängt hier noch der Robson Coat vom FFSA in halbfertigem Zustand, aber bei dem hadere ich gerade ein bisschen mit der Länge und auch der Größe insgesamt. Daher muss der auf den Frühling warten. 

Ich hätte gerne einen Parka. Gemütlich und bequem und vor allem alltagstauglich in der Freizeit. Warm genug sollte er natürlich auch sein, daher stellt sich dann die Frage, wie er gefüttert sein soll. Als Anhänger der Zwiebeltaktik hat sich die Idee aus der Handmadekultur, einen Parka mit passender Futterjacke zu nähen, immer mehr in meinem Kopf festgesetzt. 


Der Schnitt ist mir aber auf der Rückseite ein bisschen zu zipfelig und nachdem ich mich ein bisschen umgesehen habe, bin ich beim Wind-und-Wetter-Parka von Lotte und Ludwig gelandet. Das ist momentan mein Favorit. 
Also schwebt mir das vor: ein blauer, grüner oder vielleicht auch senfgelber Parka mit einer gemütlichen Futterjacke dazu. Stoff zur Auswahl habe ich genügend hier. 

Vielleicht ändert sich meine Meinung aber noch, wenn ich heute die Ideen der anderen Jackennäher sehe.

Donnerstag, 17. September 2015

Auf den Nadeln im September

Ich habe eine Lieblingsjacke - genau die richtige Länge, sehr gemütlich und die Farbe passt auch in meinen Kleiderschrank. 

Eigentlich ist die Jacke olivgrün - mehr so die Farbe des Herzchens.

Aber - die Jacke ist in die Jahre gekommen. Schon länger. Außer Haus darf sie schon seit einiger Zeit nicht mehr. Von ihr trennen mag ich mich auch nicht. Dafür ist sie viel zu kuschelig. 

Daher muss jetzt ein Nachfolger her. Auf der Suche nach der richtigen Anleitung bin ich nicht fündig geworden. Entweder hat mir die Form nicht ganz so gefallen oder der Kragen war nicht das, was ich wollte. Daher habe ich mich jetzt - vom Wunsch nach einer neuen Lieblingsjacke - einfach daran gemacht, sie frei Schnauze nachzustricken. Die Wolle ist ein bisschen dicker als das der alten Jacke, aber die Farbe (Oliv / Fb. 74 / Bravo Mezzo) ist kompatibel und genau das, was ich für den Herbst und Winter gerne hätte. Große Nadeln heißt ja auch schnellen Fortschritt, daher hoffe ich darauf, dass ich sie auch noch in diesem Jahr in der kalten Zeit fertig bekomme. 

Auch die zukünftige Jacke ist nicht blau, sondern dunkeloliv.

Was sich sonst im September noch auf den Nadeln befindet, wird hier gesammelt.

Dienstag, 15. September 2015

#myfallessentials

Mit jeder neuen Jahreszeit stellt sich natürlich die Frage, was man zum Anziehen unbedingt "braucht". Nach den #springessentials, die ich mit Begeisterung verfolgt habe, folgen jetzt die  #myfallessentials. Aber wie schon im Frühjahr musste ich bei meinen Überlegungen feststellen: 33 kombinierbare Einzelteile bekomme ich (noch) nicht hin. Warum ist die Idee dann überhaupt so spannend für mich? Meist bin ich ein Spontannäher. Oft ohne groß nachzudenken. Das Ergebnis: Viele Einzelteile, die nicht zusammenpassen oder die nicht zu mir passen. Gerade in Zusammenhang mit der Frage nach dem Konsum (auch von Stoffen und Material) finde ich es aber an sich sinnvoll, nicht gleich jedem Impuls nachzugeben. Im Grund meines Herzens bin ich ein Lemming, der etwas Gesehenes gleich haben will, wenn es schön aussieht. Aber oft geht das dann schief, weil mit der Schnitt nicht steht, das Muster so ist, dass ich es nicht trage oder es einfach nicht in meinen Alltag passt. Daher ist ein Grundgerüst hinter allem für micht gut, kein verpflichtender Plan, an den ich mich sklavisch halten muss, sondern eine Orientierung, die mich meinem Traumkleiderschrank einen Schritt näher bringt oder mich erst einmal realisieren lässt, wie der überhaupt aussehen soll. Kein reines Kopfnähen, aber zumindest ein Nachdenken, bevor ich endlos Zeit in ein Teil investiere, das ich dann nicht trage(n kann), weil mir Kombipartner fehlen oder Stoffe kaufe, die ich zwar innig liebe, die aber für immer Streichelstoffe im Schrank bleiben. Neben Elke, Lena und Sindy machen sich diesmal auch  Catrin, Sandra und  Steffi  Gedanken und inspirieren mit unterschiedlichen Ansätze sicher dazu, sich mehr mit der eigenen Garderobe auseinanderzusetzen. Für mich selbst mache ich immer lustige kleine Zeichnungen mit wilder Beschriftung, die außer mir vermutlich niemand versteht. Um meine Überlegungen zu strukturieren, orientiere ich mich daher an Lenas Planung, die ich sehr sinnvoll finde.

Farben
Meine Farbvorstellungen haben sich nicht groß geändert, seitdem ich das letzte Mal darüber nachgedacht habe. Grau, Altrosa und Blau sind die Grundtöne, dazu kommen ein dunkles Rot, Senf oder schöne Grün- und Brauntöne. Schwarz und Weiß dürfen aber auch nicht fehlen. Mehr und mehr habe ich festgestellt, dass große Muster nicht mein Ding sind. Dezente Streifen und Punkte, kleine Muster, die aus der Ferne eher wie Uni wirken oder ein paar kleine Vögelchen oder Blumen sind ok, mehr aber nicht.

Materialien
Ich mag gerne Schichten. Ich liebe zwar dicke Strickjacken, merke aber bei der Arbeit, dass ich fast immer mit hochgeschobenen Ärmeln herumlaufe oder meine Jacken ablege. Ich mag es auch in der kälteren Jahreszeit flatterig und luftig, aber dann eben in mehreren Lagen und mit Strumpfhose, sodass man sich gut einwickeln kann. Ein absolutes Muss ist für mich ein Schal oder Tuch - zumindest wenn ich das Haus verlasse. Das erste Halskratzen hat sich jetzt schon beim Verschwinden der sommerlichen Temperaturen gezeigt, da will ich gewappnet sein. 

Geplant ist also eine Kombi aus Baumwolle, Jeans, Feinstrick, Blusenstoffen, vielleicht auch noch ein bisschen Cord und definitiv dicken Garnen beim Stricken.


Schnitte
Ich trage im Alltag wenig Röcke und Kleider, auch wenn ich sie schön finde. Was ich wirklich gern mag, sind Kleider in Tunikalänge über einer engen Hose (wenn das dann noch als Kleid zählt). Allerdings ist mein Versuch mit dem Eliana Dress von Alice Pauline gerade ein bisschen gescheitert (Ich gebe aber noch nicht auf). Also auch hier wieder Schichten. Insgesamt soll es eher schlicht und geradlinig sein. La Maison Victor steht bei mir hoch im Kurs, dazu würde ich gern den ein oder anderen Schnitt aus diesem oder diesem Buch ausprobieren. Immi hat allerdings mit ihrem Plan, einen Grundschnitt zu erstellen, meinen Wunsch, mir einen wirklich passenden Rock zu konstruieren, aus dem Tiefschlaf geweckt. Also vielleicht gibt es ja doch noch einen Herbstrock für mich. Prinzipiell hätte ich natürlich auch gerne einen Parka.


Was brauche ich also konkret?

Bei einem Blick in meinen Kleiderschrank habe ich festgestellt, dass viele Teile - wie bereits erwähnt - noch auf ihren Kombipartner waren. Daher muss ich da ein bisschen daran arbeiten. Allerdings ist das in manchen Fällen eher Pflicht als Kür - wer näht schon gerne einfarbige Drunterziehtops? Meine Wunschnähprojekte gehen teilweise in eine andere Richtung. 

Parka / Trenchcoat
Ausprobieren will ich gerne den Wind- und Wetterparka von Lotte & Ludwig. Einen Übergangsmantel habe ich vor einiger Zeit - bis auf die Knopflöcher - fertig genäht. Und zwei unterschiedliche Jacken wären schon schön. Im Hinterkopf spukt mir aber noch der Robson Coat herum. Den habe ich beim Nähcamp in Berlin begonnen, aber noch nicht fertiggestellt - mittlerweile zweifle ich ein bisschen an der Größe und auch der Länge.
Schön wäre auch eine Futterjacke zum Parka, dann wäre er länger nutzbar. Vielleicht lässt sich die Futterjacke  zum Parka aus der Handmadekultur , den ich hinten zu lang für mich finde, auch zum Wind- und Wetterparka kombinieren. Mal sehen.

Schmale schwarze Hose

Vor Kurzem habe ich mir ein altes Herren-Jeanshemd in ein für mich passendes Hemd umgearbeitet. Dazu will ich unbedingt eine schmale schwarze Hose. Schnitt steht da noch nicht fest. 

Jeans"kleid"

Wenn wir schon beim Thema Jeans sind: Ich habe hier zwei sehr schöne Chambraystoffe liegen und hätte gern daraus ein Jeanskleid. Das sollte idealerweise so aussehen. Beim Schnitt bin ich noch flexibel. In der neuen Fashion Style sind ja Oberteile und Röcke flexibel kombinierbar, vielleicht könnte ich mir da was basteln. Alternativ wäre auch eine Bettine oder ein Megan Dress von Tilly and the Buttons im Rahmen meiner Vorstellungen. 

Kuschelpullover

Alle meine Kuschelpullover haben das Zeitliche gesegnet. Ich hätte gern einen Pullover, mit großem Kragen und schönen Details (im Stil wie hier). Vielleicht würde ich hier meine Mustervorlieben sogar ein bisschen ausweiten und - wenn ich Zeit habe - mal Stoffdruck / Farbe / Inkodye probieren. Da muss ich vermutlich verschiedene Schnitt kombinieren.

Pintuck Dress

Das Pintuck Dress aus der Ottobre 5 /2008 habe ich schon bei vielen Leuten angeschmachtet, war mir aber sicher, dass es mir nicht steht. Beim Nähcamp in Berlin durfte ich das tolle Kleid von Tatjana von Tamarilla-näht anprobieren. Und war selbst überrascht, dass der Schnitt mir doch an mir gefallen hat. Blauer Stoff liegt hier, Schnittmuster ist abgepaust. Es kann also losgehen.

Kuscheljacke

Ich weiß, ich weiß, Fleece finden ganz viele Leute ganz blöd. Ich bin auch kein Fan - mit einer Ausnahme. Meine graue Fleecejacke mit gelbem Jersey hat sich in vielen Lagen bewährt, wenn ich was Warmes und Praktisches gebraucht habe - im Wald, im Garten, auf dem Spielplatz. Noch ist sie gut in Schuss, aber ich fürchte schon den Tag, an dem sie überhaupt nicht mehr ansehnlich sein wird. Daher hätte ich gerne eine neue, mit anderer Kontrastfarbe. 

Hemden und Blusen

Davon könnte ich jede Menge brauchen. Längere Blusenschnitte mit geraden Linien sind genau mein Ding. Eine Probeversion von Katha von Schnittchen habe ich bereits genäht. Daraus sollen jetzt zwei oder drei Versionen entstehen. Auch das Shirt für Webware von Lillesol & Pelle gefällt mir sehr gut, genau wie das Hemd aus dem Buch Stoff, Schnitt und Stich. Definitiv dabei sein sollen eine weiße Tunika und ein Karo-Hemd. 

Strickjacke

Strickjacken nähen - vielleicht. Selbst stricken - nur zu gern. In jedem Fall hätte ich gern eine Strickjacke in einem dunklen Oliv-Braun-Ton in dickerem Strick. Nachdem ich da das ideale Strickmuster nicht gefunden habe, versuche ich jetzt zum ersten Mal mich selbst voranzutasten. Und sehr verlockt bin ich auch, beim Penelope-KAL mitzustricken. Die Jäckchen von Andi Satterlund fand ich bisher alle toll und das Muster finde ich auch nett anzusehen. Wolle in natur und senf hätte ich noch hier, vielleicht sogar noch andere Farben. 

Jetzt bin ich gespannt auf die nächsten Beiträge zu den #fallessential. Und weil ich zu lange für Bilder bräuchte, meine Gedanken aber festhalten will, gibt es heute alles nur per Buchstabe.

Mittwoch, 9. September 2015

Vanilla Orchid

Nichts Genähtes, sondern Gestricktes gibt es bei mir heute. Ich bin lange um die Anleitungen zu all den schönen Lacetüchern herumgeschlichen und habe mich nicht so recht rangetraut. Nach ein paar Jäckchen mit Lochmuster ist meine Begeisterung fürs (Loch)Musterstricken deutlich gestiegen. Also habe ich mir das "Vanilla Orchid" ausgesucht, weil ich schon so viele schöne Versionen im Netz gesehen hatte, z. B. hier und hier.
 

 Gestrickt habe ich es aus Drops Safran in Grau und Rosa - meinen aktuellen Lieblingsfarben und ich war ganz stolz, dass ich durchgehalten habe beim Stricken. Den Rand habe ich bis fast zum Ende einmal komplett falsch gestrickt und mich dann gewundert, warum sich das Tuch so zusammenzieht. Mein Plan sah dann vor, etwas Passendes dazu zu nähen, aber bei einem Stadtbummel hat sich mir dann ein Kleid entgegengestellt, in das ich mich verguckt habe und das von den Farbtönen so gut dazu passt, dass ich einfach zugeschlagen habe.


Aufgrund der Garnwahl ist es wohl ein bisschen kleiner, zumindest sieht es so aus, wenn ich mir Bilder von anderen Tücher ansehe. Aber ich mag das Garn und die Größe ist für mich auch  gut passend. 
 Hier noch einmal das Muster aus der Nähe:
 

Beim Memademittwoch ist heute Elke die Gastgeberin, deren cooles Kleid und seine Entstehung dazu anregen, mal etwas mehr mit Farbe zu experimentieren. Inkodye kommt in jedem Fall auf die ToDo-Liste.



Freitag, 4. September 2015

Mein Fußballstar

Gefühlte hundert Mal am Tag höre ich zurzeit den Satz: "Komm, du darfst mit mir Fußballspielen!" Eine Ablehnung dieses großzügigen Angebots wird nicht akzeptiert und mir werden allenfalls ein paar Minuten Aufschub bis zum Spielbeginn gewährt, wenn ich einen guten Grund habe, aber wirklich nur bei einem sehr guten. Ab und an brauche ich aber doch mal eine Fußballpause - aber ich habe jetzt einen Auswechselspieler - unseren Fußballstar von shesmile.

Ich habe mich schon beim ersten Blick in den kleinen Fußballer verliebt und habe mich wahnsinnig gefreut, als ich beim Probenähen dabei sein durfte. Bei der Frage nach der Mannschaft war schnell klar, dass der kleine Mann entweder das Trikot der Nationalmannschaft tragen oder ein "Clubberer" werden sollte. Die Entscheidung fiel dann für das Vereinstrikot. 


Einen - ansonsten fußballfreien - Nachmittag fürs Nähen hat es gebraucht, um ihn fertig zu bekommen. Dabei ist gar nicht einmal das Nähen das Aufwendige, sondern eher das Zuschneiden der Einzelteile. Schließlich kommt es beim Trikot schon auf die richtigen Streifen etc. an. Das Ebook ist schön gestaltet und es bleiben genügend Möglichkeiten für alle Vereine, Farben oder Abzeichenwünsche. Für alle kleinen Fußballfans ist er perfekt. Mir wurde er hier gleich aus den Händen gerissen und er darf auch überall mit hinfahren. Ein Privileg, das anderen Puppen oder Kuscheltieren bei uns meist verwehrt bleibt. 




Der einzige wird es vermutlich nicht bleiben. Es wurde schon die Forderung nach einem Torwart laut. Macht ja auch Sinn - den braucht man ja schließlich auch. 

Wem auch der Sinn nach seinem persönlichen Fußballstar steht, der findet das Ebook hier bei Shesmile. 


Mittwoch, 2. September 2015

Memademittwoch: Chino mit Frau Luise

Zum Memademittwochstart nach der Sommerpause habe ich endlich einmal wieder etwas Selbstgenähtes für mich. Nachdem ich eingesehen festgestellt habe, dass Röcke - obwohl ich sie schön finde - einfach meist bei mir im Schrank versauern, muss ich mich wohl der Tatsache stellen, dass ich mich mit der Frage nach dem Hosennähen beschäftigen muss. Ganz ehrlich habe ich aber einen Riesenrespekt davor. Ich taste mich also in kleinen Schritten an das Thema heran und versuche, mich Stück für Stück zu steigern. Ein erster Versuch waren die Scarlet Shorts, die mich in mehrfacher Hinsicht positiv überrascht haben: Zum einen war ich überzeugt, dass Shorts bei mir noch seltener aus dem Schleiderschrank kommen als Röcke, ich habe sie bei dem schönen Wetter der letzten Wochen aber doch häufiger getragen. Zum anderen musste ich gar nicht viel anpassen. Mein erster Versuch mit einem Schnittmuster von La Maison Victor war also ein voller Erfolg für mich und die nächsten Schnitte aus den Heften stehen schon auf meiner Wunschliste. 
Aber nachdem der Herbst naht, müssen auch längere Hosen her. Bei Chinos war ich bisher sehr skeptisch, weil sie nicht wirklich in mein Beuteschema fallen, allerdings verheißt ja der nicht so enganliegende Teil um die Hüfte weniger Anpassungsbedarf als z. B. bei einer gerade geschnittenen Hose (habe ich mir zumindest so gedacht). Daher habe ich aus einem Reststück von leicht dehnbarem rosa Stoff eine PhinoChino von FeeFee genäht. 



Am Bein passt die Größe recht gut, allerdings ist die Taille bei mir voll daneben gegangen. Es gibt keinen festen Bund, sondern es wird ein Bündchen aufgenäht. Bei mir ergibt sich da aber eine Menge Stoff, die zusammengerafft wird. Da müsste ich das nächste Mal von der Hüfte zur Taille hin schon mehr anpassen. Bei der Länge hatte ich wohl einen Knoten im Kopf: Ich habe die Länge laut Anleitung angepasst, aber so ist sie wirklich lang geworden. Der Rest ist ok, aber die große Chino-Liebe wird es bei mir nicht werden, weil das einfach nicht meine Hosenform ist.


Insgesamt würde ich die Hose nicht mit einem Oberteil tragen, das den Bund zeigt - so wie hier mit einer Frau Luise von Schnittreif finde ich es aber in Ordnung. Frau Luise liebe ich dafür um so mehr und Frau Liese wartet hier auch schon für den Herbst. 
 
 

Sonntag, 30. August 2015

This is not okay!




Auf den letzten Drücker habe ich es auch noch geschafft, mein Outfit für "This is not okay" fertig zu bekommen. 


Was ist This is not ok überhaupt? 

Susanne von mamimade hat dazu aufgerufen, mit ihr einen Onlinekatalog zu erstellen. Darin sollen die Bloggerinnen mit vollständig selbstgenähten Outfits zu sehen sein. Das betrifft die Hose und das T-Shirt genau so wie die Schuhe und Modeschmuck. Die einzige Ausnahme stellt Fairfashion dar. Ziel ist es, deutlich zumachen, dass es auch ohne die Ausbeutung in der Modeindustrie geht. Im ersten Moment klingt das gar nicht so schwierig - ein selbst genähtes Outfit. Aber ich bin - wie viele andere vermutlich auch - bei Schuhen und Schmuck an meine Grenzen und ins Nachdenken geraten. Und habe angefangen, einmal nach fairen Schuhen zu suchen. Und das ist in meinen Augen auch ein wichtiges Ziel der Aktion: Zum Nachdenken anregen darüber, was man anzieht. Zu sehen, dass man sich anders anziehen kann und auch noch einmal zu reflektiern, wie viel Zeit und Arbeit dann tatsächlich in einem Kleidungsstück steckt, dass ein Shirt für 3 Euro wohl nicht unter angemessenen Arbeitsbedingungen produziert werden kann und dass man selbst an einigen Stellen noch viel mehr darauf achten sollte, wo und was man kauft. Knackpunkt ist dabei natürlich auch der Stoff oder die Wolle an sich - selber nähen ist toll und natürlich auch ein guter Schritt, aber eigentlich muss dann auch die Stoff- und Wollauswahl fair sein. Ein Punkt, bei dem ich selbst mal ein bisschen genauer hinsehen muss.
 
Mein Lieblingsbild ist leider Quer- und nicht Hochformat, sodass es nicht in den Katalog passt. 
 

Neben genähter Hose und Shirt gehört auch noch mein rosa Strickjäckchen zum Outfit. 


Und hier das Bild für den Katalog (wenn es noch dazupasst und ich nicht zu spät bin):

Hose: Scarlet Shorts aus La Maison Victor aus bedrucktem Jeansstoff
Shirt: Mayla von Ki-ba-doo

 Strickjacke: Hetty von Andi Satterlund in Drops Paris. 







Mittwoch, 12. August 2015

Stoffwechsel - das Finale

Schon seit dem letzten Wochenende versammeln sich nach und nach mehr Stoffwechselteilnehmerinnen bei Frau Siebenhundertsachen, um die Ergebnisse ihres Stoffwechselnähens zu zeigen. Ich habe ein bisschen Verspätung. Mein Kleid ist zwar schon ein paar Tage fertig, aber die Fotos sind das, was mir momentan immer fehlt. Gestern habe ich also die Gelegenheit am Schopf ergriffen und wir haben das Kleid von allen Seiten geknipst. 





Der Schnitt ist eine Eva von Yourstylerocks. Den Schnitt habe ich erst einmal genäht, seitdem stand er aber immer auf meiner Nähliste. Der Stoff hat mir gleich die Gelegenheit dazu geboten. Und ich habe tatsächlich das erste Mal meine Zwillingsnadel zum Einsatz kommen lassen - und bin begeistert. Meine Stoffpatin (die mir zwar Hinweise gegeben hat, von der ich aber noch nicht weiß, wer sie ist) hat definitiv eine gute Wahl für mich getroffen. In der Kombination mit dem Schnitt ist es ein wirklich luftiges und angenehmes Teil für Sommertage. Durch die Viskose fühlt es sich leicht an. Einziger Nachteil ist, dass er natürlich auch sehr dünn ist und sich schnell alles abzeichnet. Vielleicht wäre ja ein formgebendes Untendrunter gar nicht schlecht. Insgesamt ist es aber genau das Kleid, das man schnell drüberziehen kann, wenn es ins Schwimmbad geht oder ich einfach gemütlich auf dem Balkon sitzen will. Vielen lieben Dank also an meine Stoffpatin!

Vielen Dank auch noch einmal an Frau Siebenhundertsachen und Lotti Katzkowski für die Organisation.

Freitag, 3. Juli 2015

Stoffwechsel - Mein Stoff

 Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude, aber die Post hätte meine Vorfreude gerne ein bisschen verkürzen können. Was habe ich den Postboten also bejubelt, als er das erste Mal nach ein paar Wochen ohne jede Postzustellung mit einem gelben Päckchen für mich aus dem Auto gestiegen ist.
Ich konnte dann auch gar nicht lange abwarten und habe das Päckchen ganz schnell geöffnet. Neben einem lieben Brief und zarten getrockneten Rosen lag dann da - mein Stoffwechselstoff. 


Es ist ein toller Viskosejersey, weich und fließend, der genau in mein Farbschema passt. 


Im Vergleich zu manch einem Stoff, der sich beim Stoffwechsel auf den Weg gemacht hat, sieht er eher unauffällig aus. Genau richtig für mich! Ich tendiere ja eher zu uni, in zu großen, unruhigen oder auffallenden Mustern fühle ich mich meist nicht wohl. Aber immer nur uni ist ja auch langweilig. Daher ist der Stoff die perfekte Mischung für mich: ein Muster, das aus der Ferne gar nicht so zu sehen ist, aber dann beim genaueren Blick auffällt.  


Meine Stoffpatin hat geschrieben, dass sie ein Knotenkleid gesehen hat, das in dem Stoff super ausgesehen hat. Das kann ich mir an sich gut vorstellen, weil der Stoff sehr weich fällt. Allerdings ist mein einziger Knotenkleidversuch kläglich gescheitert - nicht am Knoten, der war zum Glück nach einiger Zeit in meinem Kopf geplatzt, aber das Kleid (Onion 2022), zu dem ich mich lemminghaft hinreißen habe lassen, hat von der Form überhaupt nicht zu mir gepasst. Ich brauche einen Schnitt, der irgendwie noch Taille zeigt, sonst sehe ich aus wie eine Tonne. Im Moment liebäugle ich noch mit einem Eva Dress oder auch einer Ella - beides mit Wasserfallausschnitt. Ich bin aber noch offen für Vorschläge.

In jedem Fall bin ich mir sicher, das das was wird mit dem Stoff und mir.
Vielen lieben Dank an meine - mir unbekannte - Stoffpatin (die mir ein paar Hinweise gegeben hat, anhand derer ich schon so langsam eine Ahnung entwickle, wer er sein könnte, aber ich bin noch am systematischen Einkreisen). In jedem Fall hast du genau ins Schwarze getroffen.

Vielen Dank auch an Frau Siebenhundertsachen und Lotti Katzkowski für die tolle Organisation!
Alle Stoffe sind hier zu finden.

Samstag, 16. Mai 2015

Stoffwechsel 3: Mein Steckbrief

Was nähst du am liebsten für dich?

Ich mag einfache schlichte Schnitte. Weil oft wenig Zeit bleibt, nähe ich gern Shirts. Meine immer noch akute Knopflochphobie führt dazu, dass ich Knopflöcher nach Möglichkeit vermeide, was nicht gut für meinen Bestand an Blusen ist. Insgesamt nähe ich eher Oberteile als Röcke oder Hosen. Letzteres würde ich gerne ändern, bräuchte aber auch einfach mal Zeit, mich damit genauer zu beschäftigen, damit ich Schnitte auch passend anpassen kann.

Hast du dir für diese Frühjahrs/Sommersaison Pläne gemacht, etwas
bestimmtes vorgenommen? Was wirst du wohl als nächstes nähen wollen?

Mein großes Ziel sind Grundschnitte. Ich bin ein absoluter Lemming. Wenn ich ein schönes Stück bei jemandem sehe, will ich am liebsten auch gleich nähen. Mein Gehirn schaltet dann irgendwie ab und berücksichtigt überhaupt nicht mehr, ob mir das auch stehen könnte oder ob ich das überhaupt anziehen würde. Daher muss ich meine Wünsche mal ein bisschen reduzieren: ein Rock, eine Hose, ein Shirt, ein Jacke - das wär's. Dann einfach mal von dem Schnitt ausgehend ausprobieren, was noch so zu machen ist. Bei den Oberteilen bin ich ein bisschen großzügiger. Da habe ich weniger Schwierigkeiten mit dem Anpassen. Auf meiner (viel zu langen) Wunschliste hier stehen die Camas Blouse, Frau Emma, Frau Luise/ Liese, ein Hemd aus der Ottobre, MaLou, eine Zipfeljacke und auch die Sassy Librarian Blouse bzw alternativ die Mimi Blouse aus Love at First Stitch. Die lange Reihe zeigt auch schon, dass ich dringend Oberteile bräuchte.
Bei Kleidern bin ich mittlerweile vorsichtig geworden - ich ziehe sie einfach zu selten an. Vorgenommen habe ich mir allerdings eine Dolores von Milchmonster - ein passender Stoff wäre dann vielleicht ein Grund sich sowohl dem Kleidermangel als auch der Knopflochphobie zu stellen. 

Die Glaubensfrage: Webstoff oder Jersey? Oder doch beides?

An sich beides. Mit Tendenz zu mehr Jersey, Sweat und Strickstoffen. Im Moment - wohl angesichts der steigenden Temperaturen und des Sonnenscheins möglichst luftig, leicht und fließend.


Welches Material vernähst du am liebsten (z.B. Viskose, Baumwolle,
Wolle, …) – gegen was hast du eine (starke) Abneigung?

Ich nähe gerne mit Baumwolle- und Viskosestoffen. Alles Tierische wie Wolle oder Seide ist bei mir Fehlanzeige. Spitze mag ich, Tüll und Chiffon finde ich verlockend, habe mich aber noch nicht wirklich rangetraut. Wenn ein Stoff besonders schön ist, kann ich auch mit Polystoffen leben, an sich ist mir ohne oder mit einer Mischung mit kleinerem Anteil bei Sachen, die ich direkt auf der Haut trage, lieber. Wie oben gesagt: fließend, weich, aber nicht zu flutschig sind bei mir momentan zentrale Wünsche - außer wenn es um Hosenstoff oder auch um einen Bleistiftrock geht.

Was sind deine Lieblingsfarben, welche stehen dir gut? Welche gehen gar nicht?

In letzter Zeit hat sich mein Farbbeuteschema ein bisschen gewandelt. Blautöne gehen immer. Allerdings sind mir mittlerweile rauchblau und graublau lieber als ein dunkelblau. Im Moment liebe ich aber auch grau und altrosa. Also alles eher in gedämpften Farbtönen. Grell und knallig ist nicht so meins. Gar nicht geht lila, alle Neonfarben oder beige und reinweiß. Laut Farbberatung bin ich ein Sommertyp, aber auch vieles von den Herbstfarben ist ok. Hier habe ich mir schon mal Gedanken über meine Lieblingsfarben gemacht.

Welche Muster magst du? Groß oder klein? Blumen, Streifen, Punkte?
Oder sind Muster vielleicht gar nicht so deins?

Die Tendenz geht bei mir prinzipiell eher zu uni. Oft kombiniere ich zu unifarbener Kleidung dann aber einen gemusterten Schal / Loop oder ziehe ein gemustertes Shirt an, über das noch eine unifarbene Jacke kommt. Ganz in Muster ist mir oft zu unruhig. Was ich liebe, sind Muster mit Tieren. Zumindest, wenn sie nicht zu groß und auffällig sind. Große Landschaften, Foto- und Animalprint oder Ähnliches sind für mich nicht wirklich war. Punkte gehen eigentlich immer, Karo auch, bei Blumen sind es bei mir immer Spontanentscheidungen. Ornamente oder abstrakte Muster gefallen mir dann meist noch besser. Prinzipiell tendiere ich dann aber mehr zu dunklerem als zu hellem Untergrund. Mein Lieblingsmusterstoff in der letzten Zeit war ein Jersey mit kleinen Fahrrädern. Eigentlich ein bisschen albern und vielleicht eher ein Kinderstoff, aber ich wollte ihn einfach haben. Insgesamt darf es nicht zu verspielt und zu lieblich sein, sondern noch gradlinig und eindeutig. 

Was sind die Kleidungsstücke, die dir (in letzter Zeit) in deinen
Augen am besten gelungen sind? (Bitte mit Link oder Foto) Sind welche
dabei, die du vor allem wegen ihres Stoffes magst?

Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass schon langenichts für mich selbst fertig geworden ist. Seit dem Nähcamp, bei dem mein Robson Coat auch unvollendet blieb, habe ich kein einziges Stück mehr für mich genäht. Daher eher ein Blick zurück (ganz zerknittert): 

Einmal eine Kuschelflanellhose in Karo, zwei Frau Luise-Tops und das besagte Fahrradshirt nach einem Ottobreschnitt


Wieviel Stoff verbrauchst du ca. für einen Rock, ein Oberteil, ein
Kleid? Welche Mindestmenge benötigst du für die Verarbeitung? Oder
hast du sogar ein Maximalmaß für Stoff?

Bei einem kurzen Rock komme ich auch mit einem Meter hin, genau wie bei einem Top aus Jersey. Für Shirts mit Ärmeln 1,5m. Meist kaufe ich zwei Meter und versuche dann auszutüfteln, wie es funktioniert. 

Ab heute gibt es die Steckbriefe aller Teilnehmerinnen hier zu sehen. Das verspricht einmal wieder sehr spannende Lektüre - und noch mehr gespannt bin ich auf die Auslosung, wer wen beschenken darf.

Dienstag, 21. April 2015

Spring Style Along - Style Code, Check

Was habe ich hin- und herüberlegt, Prioritäten auf der Nähliste gesetzt und wieder verworfen, Stoffe von links nach rechts getragen - mich festzulegen, fällt mir einfach nicht leicht. Akutes Stoff- und Schnittehamstern macht das nicht leichter. 
Der Style Along soll ein Ergebnis bringen, das gut kombinierbar ist und vor allem auch tragbar im Alltag. Die Türen zum meinem Kleiderschrank mag ich in letzter Zeit gar nicht öffnen, weil ich ihn gerne völlig über den Haufen werfen würde. Für eine groß angelegte Ausmist- und Sortieraktion fehlt mir die Zeit. Genug Zeit war jetzt aber, darüber nachzudenken, welchen "Spring Style" man haben möchte. Ich habe beim Überlegen festgestellt, dass ich neben einer Oberteilschwäche, von der zur Zeit bei vielen die Rede ist, ich vor allem auch unter einer Rock- und Hosenschwäche leide. Röcke habe ich schon eine Reihe genäht. Getragen habe ich sie vor allem zuhause und in der Freizeit. Ich hätte aber gerne auch jobtaugliche und vor allem perfekt passende Röcke - ohne Zuppeln am Saum und ohne ständiges Runterziehen. Und vor allem sommertaugliche Röcke. Der Großteil meiner Röcke sieht nur mit Strumpfhosen im Winter die Welt außerhalb des Kleiderschranks. Auch bei Hosen hätte ich dringend Bedarf. Davor habe ich aber höchsten Respekt und brauche noch etwas Zeit, mich damit genauer auseinanderzusetzen. Zu einigen Strickstücken fehlt mir noch ein wirklich schönes "Unterteil". 

Zwei Mal Hetty (in altrosa noch ohne Knöpfe) und einmal Fannie Fouche
Das gilt besonders für meine Strickjäckchen, die ich allesamt schön finde, zu denen aber Kombipartner- d.h. ein schöner Rock und ein passendes Top - fehlen.


Mein Style Code ist daher ganz einfach: Back to the Basics. Ich will an meiner Grundgarderobe arbeiten - unifarben, schlicht und wenig Muster (außer vielleicht bei den Tops). Die Farben sind dabei eigentlich genau die, die oben bei den Strickjacken zu sehen sind: altrosa, grau, blau. 



Hauptziel sind zwei wirklich passende Röcke - einmal in gerader Form, einmal ausgestellt. Maximal knielang, lieber eine Handbreit kürzer. Weil mir noch kein Schnitt so gepasst hat wie ich es mir vorgestellt habe, will ich an einem Grundschnitt für mich arbeiten. 


Ein bisschen gemessen und aufgemalt habe ich schon. Systematisch an einem Schnitt zu arbeiten, scheint mir gerade sinnvoll, um meinen Frust mit vielen Schnittmustern zu bewältigen. In jedem Fall gibt's erst mal einen Testrock.

Was mir neben dem Rock noch im Kopf herumschwirrt, ist das Pintuck Dress aus der Ottobre. Im Nähcamp hat Tatjana eine wunderbare Version davon genäht, die ich auch anprobieren durfte. Ein absoluter Glücksgriff für mich, denn ich hatte schon lange mit dem Schnitt geliebäugelt, war mir aber nie sicher, ob er wirklich was für mich ist. Jetzt bin ich davon überzeugt und ein dünnes Baumwollleinen wartet hier schon auf seinen Einsatz. 

Nachdem mir noch zwei wundervolle weiche Jeansstoffe in die Hände gefallen sind, wären zwei Hemden aus den Stoffen noch ein absolutes Highlight. Aber das ist nicht wirklich realistisch. Die Röcke allein wären schon gut, das ein oder andere Top dazu noch besser.

Alle diese geplanten Teile sind eher schlicht, aber deshalb auch gut kombinierbar - wodurch sich man eine Lücke in meinem Kleiderschrank schließen könnte. Die anderen Pläne für das frühlingshafte Nähen finden sich hier.

Montag, 13. April 2015

Spring Style Along






Wenn ich das schöne Bild und Spring Style Along sehe, dann möchte ich eigentlich am liebsten in einem Kirschblütenkleid in sonnigem Wetter flanieren gehen. Meine Realität sieht aber anders aus und daher wird sich auch mein Style dem Ganzen etwas anpassen müssen. Ich mag einen geradlinigen Stil, liebe zwar bunt gemusterte Stoffe, trage aber meist nur unifarbene Teile oder gemäßigte Muster, bei Röcken und Hosen bin ich gerade auf der Suche nach dem Schnitt, der mir wirklich passt und steht und bei Oberteilen neige ich gerade zu fließenden Stoffen, luftigen Blusen oder schönem leichten Strick. Es soll zwar schön aussehen, aber einen gewissen Kuschel- und Gemütlichkeitsfaktor mag ich nicht missen. Großen Bedarf habe ich auch an Tüchern und Taschen. Letzere nähe ich aber nicht so wirklich gerne selbst.
Was ich immer wieder feststelle - egal, ob beim Einkaufen oder beim Selbernähen bzw. -stricken - ist, dass es mir schwerfällt, ein einheitliches Farbschema zu verfolgen. Klar, habe ich bestimmte Lieblingsfarben, aber manchmal lacht mich etwas an und will unbedingt mit, auch wenn es sonst nicht in mein Beuteschema passt. Manchmal habe ich Glück und es fügt sich in meinen Kleiderschrank ein, manchmal eben nicht. Mit großer Neugierde und Spannung habe ich in der vergangenen Zeit alle Überlegungen zum Thema "Kleiderschrank" verfolgt, z. B. letztes Jahr im Rahmen von "Mein Kleiderschrank und ich" bei Tessa oder #myspringessentials bei Elke, Sindy und Lena, die sich der Frage nach einer möglichst kombinationsfreundlichen Frühlingsgarderobe auseinandergesetzt haben. Für mich klingt es traumhaft, einen Kleiderschrank zu haben, in den ich früh beliebig greifen kann und dann ein passendes Outfit in den Händen halte. Aber ich glaube, für mich wird das schwierig. Dazu habe ich aber (noch) nicht genau das Farbspektrum gefunden, das für mich passt. Nicht nur Farben, auch Schnitte und Formen beschäftigen mich gerade sehr, weil ich das Gefühl habe, mein Kleidungsgefühl befindet sich gerade im Umbruch. Ich habe eine Reihe von Teilen im Kleiderschrank, die dort versauern, weil mir immer das passende Shirt / der passende Rock / die passende Hose dazu fehlt. Manchmal sind es Stücke, bei denen ich ein konkretes Bild im Kopf habe, wie das Outfit dazu aussehen könnte, es müssten nur noch die einzelnen Teile dazu her. Ein realistisches Ziel für mich wäre es daher, nicht eine in sich kombinierbare Komplettgarderobe zu entwerfen, sondern eher verschiedene Outfits - die dann später wiederum erweitert werden können, um noch mehr Kombipartner zu haben. Dieser Ansatzpunkt wäre aus dieser Sicht also für mich der vernünftigste. 
Aber wie es mit der Vernunft nun immer so ist... Der Gedanke an die kombifreundliche "Capsule Wardrobe" ist schon auch sehr verlockend. Die kurze Farbberatung beim Nähcamp in Belin hat mich noch einmal auf für mich schon seit einiger Zeit interessante, aber bisher seltener genutzte Farben gestoßen, die ich noch stärker in meinen Kleiderschrank integrieren wollen würde. Vorsichtshalber habe ich gleich mal ein paar Stoffe bestellt. Die Farbtendenz würde dann auch eher in die Kirschblütenrichtung gehen und ich meiner Vorstellung von einer solchen dann doch näher kommen. Allerdings passt das farblich schon wieder gar nicht zu meinem momentan entstehenden Robson Coat in Knallgrün (einer Farbe, die laut Farbberatung gar nicht in mein Schema passt, der ich aber einfach nicht widerstehen kann). Nachdem ich aber für den Robson Coat gerne auch noch ein passendes Outfit für untendrunter hätte, wäre das in Kombination mit einem zweiten Outfit für meine sanfte Seite perfekt. 
Diese Überlegungen noch in ein Stylemotto zu packen und meine gegensätzlichen Wünsche stylemäßig zu vereinen, ist meine Herausforderung bis zum nächsten Treffen.
Hier beim SpringStyleAlong habe ich gestern und heute schon fantastische Ideen gesehen. Ich bin gespannt wie sich das alles entwickelt. Vielen Dank an Alex und Marja für die tolle Aktion und die Organisation!

Sonntag, 5. April 2015

Frühlingsjäckchen - das Finale?



Foto vom fertigen Jäckchen? Leider Fehlanzeige. Fertiges Jäckchen? Leider auch Fehlanzeige. Aber wenigstens einen kurzen Zwischenstand, der ja eigentlich ein Endergenis hätte sein sollen. Ein fast fertiges Jäckchen habe ich zu bieten: An meiner Hetty fehlt noch der Kragen (= drei Reihen Stricken), die Fäden müssen noch vernäht und Knöpfe gefunden und angenäht werden. Eigentlich wäre das durchaus zu bewältigen gewesen in den letzten Tagen. Aber meine Energie hat gerade irgendwie Pause. Gestern abend wollte ich gerne fertig werden, meine Hände waren aber zu müde. Aber bald gibt es zumindest davon ein Bild. 
Der Streifenpulli ist nicht weiter gediehen. Aber auch da bin ich zuversichtlich, dass die Ärmel und der Kragen schnell gehen werden. Mein Strickgurkendasein ist also hoffentlich nur von begrenzter Dauer. Beim Finale der Herzen zeige ich euch dann dafür zwei Fotos, oder drei.
Viele tolle Ergebnisse lassen sich schon hier bewundern. Vielen Dank an Susa und Wiebke für die Organisation, die Motivation zum Stricken und vor allem auch die beruhigende Bestätigung, dass nicht nur bei einem selbst manchmal nicht alles so läuft wie geplant. Euch allen noch Frohe Ostern - ich geh dann mal mein Strickzeug holen.

Dienstag, 31. März 2015

FUSSA 2015 - Nummer 2: Schnitt- und Stoffvorstellung

Heute geht es weiter mit dem Film- und Serien-Sew-Along: Bei Luzie werden heute die Schnittmuster und Stoffe vorgestellt. Ich habe schon ein bisschen vorgearbeitet und habe tatsächlich schon ein bisschen genäht. Ich hatte das große Glück, dass ich am letzten Wochenende beim Nähcamp in Berlin dabei sein durfte, das Elke, Catrin und Marie organisiert haben. Es war einfach toll (ausführlicher Bericht folgt noch) und seitdem schwelge ich in neuen Nähplänen. Ein absolutes Nähmotivationshoch, in dem ich mich befinde.

Meine Entscheidung ist - wie bei manch anderem - auf einen Sophie-Haas-Mantel gefallen. Die grüne Version allerdings. Als Schnittmuster habe ich mir den Robson Coat ausgesucht und hätte ich nicht aufgrund eines dummen Nähfehlers am Samstag zwei Stunden mit Trennen verbringen müssen, wäre mein Mantel sicherlich am Wochenende nicht nur angefangen, sondern auch fertig geworden. Jetzt muss ich ein Zeitfenster finden, in dem ich Ruhe und Muße zum Nähen habe. Aber das wird schon. 

Der Zwischenstand - ungebügelt und in Rohfassung
Wenn ich den Mantel rechtzeitig hinbekomme und noch etwas Luft habe, dann will ich mich an der Vervollständigung des Outfits versuchen. Das heißt, ich hätte gernen einen schwarzen Rock und ein schwarz-weiß gestreiftes Oberteil dazu.

 
 In meiner Idealvorstellung kombiniert mit gelber Tasche und gelben Schuhen. 


Als Schnittmuster für den Rock hätte ich gerne etwas Ausgestelltes, also kommt für mich entweder ein Ottobre-Wickelrock in Frage, den ich schon mal getestet habe, nach dem ich aber erst wieder suchen müsste, oder vielleicht auch der Delphine-Skirt aus dem "Liebe auf den ersten Stich"-Buch von Tilly and the Buttons. Der gestreifte Jersey ist sehr weich und fließend, daher soll daraus ein Wasserfallshirt werden. 
Mal sehen, wie es weitergeht.



 

Sonntag, 15. März 2015

FrühlingsjäckchenKnitAlong - Der zweite Zwischenstand

Dieses Wochenende ist ja wirklich was los. Gestern abend tanzten viele auf dem Dressmaker'sBall, der ganz toll gewesen sein muss, wenn man die begeisterten Reaktionen hört und vereinzelt schon ein paar Bilder der Ballkleider und des fantastischen Veranstaltungsortes sieht. Und heute gibt es nicht nur den nähtechnischen Start in die Film- und Serienwelt, der mich - wie heute schon berichtet - eine Inspiration nach der anderen sammeln lässt, sondern auch den Zwischenstand bei den Frühlingsjäckchen zu sehen. 

Ich muss gestehen, meine zwischenzeitliche Euphorie für das Stricken ist ein bisschen eingeschlafen. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Ich bin abends oft so müde, dass ich meine sonst übliche Strickzeit auf dem Sofa eher schlafenderweise (und eine Woche lang auch mit Magen-Darm-Virus) verbracht habe. Manchmal konnte ich mich noch aufraffen, ein paar Handstiche an einer Patchworkdecke zu machen, aber das Strickzeug auszupacken scheiterte meist schon an der Tatsache, dass ich dann ja meinen Kopf einschalten hätte müssen, um mich zu erinnern, was als Nächstes kommt und das war mir dann doch zu viel. 

Der Streifenpulli mit seinem langen Ausschnitt ist daher vollständig liegen geblieben.

Der Ringelpulli als Wohnzimmerdeko
An meiner Hetty habe ich ein bisschen weitergestrickt, eher lieblos, aber doch ein bisschen. So aus Pflichtgefühl. Im Moment ist es alles ein bisschen chaotisch, weil ich wegen der fehlenden Wolle weder am Saum noch an den Ärmeln bisher ein Bündchen gestrickt habe und alles auf Nadeln darauf wartet, dass es endlich weitergeht. An ein paar Stellen habe ich eher gemurkst das Muster eher frei interpretiert, aber ich glaube (hoffe), dass man das im getragenen Zustand nicht mehr sehen wird. Ärmel zwei ist zur Hälfte fertig und dann kann ich mal sehen, ob ich noch etwas von der ersten Wollladung übrig habe, um das Jäckchen zu verlängern, bevor ich die neu nachbestellte Wolle dann für die Bündchen verwende.

Hetty mit vielen Fäden und Nadeln
Nächstes Wochenende ist nähtechnisch auch schon wieder viel geboten und das hat für mich auch mit dem Stricken zu tun. Ich hatte nämlich das Glück, auf der Warteliste für das Nähcamp in Berlin aufzurutschen und darf in ein paar Tagen einmal vollständig in die Nähwelt eintauchen. Da die Zugfahrt doch ein Stückchen dauert und ich etwas "Leichtes" (im Sinne von "leicht zu transportieren" ) zum Stricken brauche, war ja eigentlich das Lacetuch auf dem Programm zur Unterhaltung während der Bahnfahrt. Die Kiste mit der Wolle ist aber wieder in den Schrank gewandert, als ich bei Julia ihr tolles Stricktuch gesehen habe. Da ich ja ohnehin Wolle für die Hetty nachordern musste, habe ich gleich noch Wolle für das schöne Tuch mitbestellt und freue mich darauf, ganz unvernünftig noch ein drittes Projekt zu beginnen. Da das Tuch mit nur vier Knäueln Wolle auskommt und wenig Platz braucht, habe ich die perfekte Ausrede dafür, warum genau dieses Teil doch noch angeschlagen werden muss.

Wolle für das geplante Tuch
Mit einem halben Auge habe ich heute hier schon mal die Zwischenstände angesehen - und fürchte, ich hänge ganz schon hinterher. Aber es gibt ja auch ein Finale der Herzen - und vielleicht habe ich bis dahin dann wirklich alle drei Teile fertig?