Samstag, 10. Januar 2015

UFO Abbau 2015 Sew Along

Wären die bei mir lagernden UFOs tatsächlich fliegende Untertassen, dann wäre bei uns 
zuhause sicherlich der intergalaktische Hauptbahnhof. Die UFOs entstehen oft einfach so nebenbei, aus einem anderen Nähprojekt heraus, weil noch ein Stück Stoff übrig ist oder ich an irgendeinem Abend mal wieder der Meinung bin, es wäre sehr viel effektiver, erst einmal ganz viel zuzuschneiden und es alles an einem anderen Abend zu nähen. Schon im letzten Jahr gab es einen Angriff auf die UFOs, die nicht nur die Schränke, sondern auch das schlechte Gewissen belasten. In diesem Jahr ruft Muriel von nahtzugabe5cm zum UFO-Abbau auf und motiviert uns so, endlich mal die aufgeschobenen Dinge anzugehen. 

Der erste Schritt ist die UFO-Sichtung: Ein paar Stücke habe ich gleich beim Durchsehen aussortiert. Alle fallen in die Kategorie "Halbherzig zugeschnitten" oder "als Geschenk gedacht und nicht mehr passend". 

Die Liste der noch zu überdenkenen UFOs ist aber auch nicht kurz. 
An erster Stelle steht ein typischer Fall von Resteverwertung. Als Geschenk recht begehrt sind hier immer kleine Reissverschlusstäschchen und so nähe ich relativ häufig immer wieder neue. Irgendwann entstand so dieser Haufen: 


Insgesamt sind es zehn Taschen, schon mit passendem Webband und Reissverschluss zusammengepackt. Eigentlich genau das Richtige für einen Abend, an dem man zu müde für kompliziertes Nähen ist. Problem: Wenn ich eh schon ein bisschen müde bin, setze ich mich lieber aufs Sofa und stricke. 
Was tun?  Auf einen gemütlichen Abend warten, der einfaches Nähen erlaubt. Diese UFOs dürfen aber auch noch ein bisschen herum(f)liegen.


 Nummer 2 fällt auch in die Kategorie "Taschen" und "Geschenk". Zugeschnitten sind hier zwei Corry Bags aus rotem Kunstleder und einem gemusterten Futter. Das Muster mit den Blumen finde ich nach wie vor schön, die weißen Punkte auf blau halten mich aber vom Nähen ab. Was tun? Zusätzlich benötigtes Material (Ösen) heraussuchen/ kaufen, für die zweite Tasche ein neues Futter heraussuchen.


Nummer 4: Typsiche Resteverwertung. Nachdem ich mir ein Shirt aus dem Stoff genäht hatte, blieben ein paar Reste übrig. Gerade genug für eine Frau Luise.Könnte ich auch durchaus brauchen. Den Schnitt mag ich sehr gerne und das Top kann ja auch in kalten Zeiten als Unterziehshirt dienen.

Was tun? Nähen



 Mein "Schnittchen". Der Mantel Johanna in einer etwas gekürzten Form. Ich habe gehadert, weil ich mit den Ärmeln nicht so wirklich klargekommen bin. Futter ist noch keins zugeschnitten, davor drücke ich mich immer recht lange. Material ist ein grauer Mantelflausch, der mir dann auch recht schlicht vorkommt. Eine Idee war noch, den Mantel zu besticken. Das müsste ich aber jetzt vor dem weiteren Nähen tun. Ich bin unentschlossen, aber das ist das UFO, das mir am meisten im Magen liegt, daher muss sich hier was tun.

Diese beiden fallen in die Kategorie "NfA" - nämlich für den Mann im Haus. Beim Shirt nach dem Schnitt Negroni von Colette fehlen nur noch die Knopflöcher und die Knöpfe. Hier greift mal wieder meine Knopflochphobie. Aus Angst, damit alles zu verhunzen, habe ich das Shirt lieber in der Ecke liegen lassen. 

Was tun? Endlich ordentliche Knopflöcher nähen.



Ein Poloshirt aus hellblauem Polojersey (nicht so dunkel wie auf dem Bild). Alles zugeschnitten, nie eine Naht gemacht. Das Schnittmuster muss ich erst einmal wieder finden. Es war irgendeine französische Firma und die Erklärungen haben mich nebst der Furcht vor dem Kragen abgeschreckt. 

Was tun? Schnittmuster suchen, nähen. 



Dieses Kleid ist der direkte Nachfolger zu meinem Stoffwechselkleid- McCalls6503. Nachdem ich mich endlich an den Schnitt gewagt und dann auch ganz begeistert davon war, habe ich das Kleid gleich noch einmal aus grauer Baumwolle mit weißen Punkten zugeschnitten. Ich dachte es wäre perfekt zu meine senfgelben Miette. Dann kam mir die Farbe zu hell für mich vor und die Pünktchen irgendwie zu niedlich. An sich gefällt der Stoff mir aber schon. Also sollte ich es doch in Angriff nehmen.


Kein wirkliches Nähprojekt, sondern eine typische Pinterest-Idee. Ich dachte, das würde ein schnelles, kleines Nähstündchen zwischendrin ergeben. Von einem Kaufshirt habe ich die Einfassung am Hals abgetrennt, Spitze ausgesucht und wollte diese jetzt unter die Einfassung nähen. Eigentlich ganz einfach, aber mir ist noch keine ideale Möglichkeit eingefallen, die Spitze zu einem ordentlichen Kreis zu schließen. 



Daneben lagern hier noch ein paar weitere UFOs, die vermutlich endlich einmal ihren Weg in die Tonne finden sollten: Eine Mamina aus einem Stoff, den ich vom Muster her zwar schön finde, den ich aber trotzdem nicht mag, weil er so sperrig ist. Ein Blazer aus hellgrauem Cordsamt, den ich im Anschluss an den Kostüm-Sew-Along zugeschnitten habe. Allerdings habe ich schon ursprünglich genähten Blazer eigentlich nie angezogen, also macht das wohl wenig Sinn.
Wirklich vorgenommen habe ich mir erst einmal nur den Mantel und die zwei Shirts für mich, weil ich gerade noch an einem Probekleid nähe und das ja nicht auch noch zum UFO werden darf.
Wer auch ein paar UFOs im Schrank hat, erfahrt ihr hier.












Kommentare:

  1. Ich persönlich würde auch mit dem Mantel beginnen. Jetzt hast du noch das passende Wetter um ihn tragen zu können.
    Lg Mathilda

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  2. Aha, hier also auch Knopflochphobie und verlegte Anleitungen/Schnittmuster... Das beige Kleid wird bestimmt toll zur senfgelben Miette. LG

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  3. Hallo Elsa,
    ja, das mit den schnellen Projekten für zwischendrin kenne ich nur zu gut.
    Ich sehe Du fängst mit den großen Projekten (Mantel etc.) zu erst an .. ich habs genau anders rum gemacht. Ich arbeite mich von den kleinen UFOs vor zu großen.
    Viel Erfolg beim UFO-Abbau.
    Lieber Gruß, Muriel

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