Mittwoch, 7. Januar 2015

Willkommen 2015

Irgendwie bin ich mal wieder in das neue Jahr reingeschusselt, ohne wirklich zu merken, dass es da ist. Klar ist da ein nicht zu überhörendes Feuerwerk um zwölf und logisch habe ich mir schon vor Silvester Gedanken über sinnvolle neue Gewohnheiten gemacht. Aber jetzt ist das neue Jahr schon eine Woche alt und es fühlt sich noch nichts so richtig neu an. Ich bin gedanklich und gefühlt doch eigentlich noch ein paar Wochen hinterher, überlege und plane, was denn im neuen Jahr so wünschenswert wäre. Die Liste ist zwar schon lang begonnen, aber noch nicht fertig und wie dann die Pläne in die Tat umgesetzt werden sollen, ist mir auch noch ein bisschen schleierhaft. Obwohl ich es eigentlich ganz bescheiden und realistisch rangegangen bin. Lustigerweise ist mir beim Listenschreiben aber auch etwas ganz Wesentliches aufgefallen: Ich bin perfekt im Listenschreiben und Planen. Ich verfüge über endlose Übersichten, was ich noch nähen, kochen, selbermachen will, wann ich putzen oder arbeiten möchte / sollte / könnte. Ich könnte und kann auch Stunden damit verbringen, neue Listen aufzustellen, alte Listen umzustellen und mich daran zu freuen, dass ich jetzt einen guten Plan habe. Das Problem damit ist aber, dass ich diesen Herbst festgestellt habe, dass die Listen nicht zu besseren Ergebnissen oder mehr Organisation führen. Im Gegenteil. Die Listen stressen mich und hindern mich daran, wirklich etwas anzufangen. Im Herbst konnte ich mich nie zu etwas aufraffen und hatte einfach nur das Gefühl, keine Zeit zu haben. Klar liegt das auch daran, dass ich im Moment noch einen Rhythmus finden muss, in dem ich Familie, Arbeit und alles sonstige passend unterbringen kann. Kurz vor dem neuen Jahr hatte ich aber unabhängig davon ein AHA-Erlebnis für mich. Ich habe mir am Morgen, als klar war, dass ich endlich einmal wieder Nähzeit haben werde, eine Liste geschrieben, was ich an dem Nachmittag alles nähen will. Als ich mich an die Nähmaschine gesetzt habe, habe ich draufgeguckt und wieder fast die Lust verloren. Also habe ich die Liste in den Mülleimer geworfen und ganz entspannt einfach nur mal ein Teil Schritt für Schritt genäht, in aller Ruhe, ohne Zeitplan oder Listenerfüllungsdruck. Und es hat endlich wieder richtig Spaß gemacht, sodass die beiden anderen Teile danach schwuppdiwupps gingen. 
Das Grundprinzip für 2015 also: Schluss mit langen Listen und Plänen, Weg mit den Unmengen an Material, das mich stresst, immer nur eine Sache nach der anderen und nicht wieder fünfzig auf einmal und dann vor allem einfach mal: anfangen und das dann auch fertig machen. Erst einmal geht es also ans Aussortieren der alten UFOs und der Stoffberge, die mich fast ersticken - und dann wird einfach gestrickt, gehäkelt, gebacken, gekocht und genäht, getreu dem Motto: 





1 Kommentar:

  1. Liebe Elsa, ich kenne das Problem mit den vielen Listen. Eigentlich sollen sie Ordnung ins Chaos bringen, machen einen aber müde und antriebslos. Als ich das erst mal erkannt hatte und keine Listen mehr schrieb, ging es mir tatsächlich besser. Der Druck war plötzlich weg und der Spaß an der Sache kam wieder zum Vorschein. Auch ein Grund, warum es bei mir in diesem Jahr keine (guten) Vorsätze gibt. Ich kann dem selbst auferlegtem Zwang sowieso nicht standhalten. Also lasse ich es lieber gleich.
    Ich wünsche Dir viel Spaß beim Stricken, Häkeln, Backen, Kochen, Nähen und bei Allem, was Dir sonst noch Freude macht!
    Herzliche Grüße
    Ulrike

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