Sonntag, 10. Januar 2016

Brot und Butter - Was brauche ich wirklich?

Kleidung für den Alltag - genau das brauche ich. Da kommt die Idee von Frau Siebenhundertsachen genau richtig: Im Projekt Brot und Butter geht es um selbstgenähte Alltagskleidung, Stücke, die ständig aus dem Kleiderschrank gezogen werden anstelle von schönen Schrankhütern. 



Daher ist die zentrale Frage natürlich: Was trage ich tatsächlich? Für mich tägliches Programm ist Hose (meist Jeans) mit Shirt + Pullover / Strickjacke oder alternativ ein lockerer Blusenschnitt und definitiv (momentan) ein dicker Schal oder ein kuscheliges Tuch. Röcke und Kleider - so schön ich sie finde - trage ich meist nur im Sommer und dann meist auch nur in der Freizeit. Trotzdem habe ich hier unzählige Kleiderschnitte liegen. 

Hosennähen steht für dieses Jahr fest auf meinem Plan. Die einzige Hose, die mich bisher allerdings überzeugen konnte, waren die Scarlet Shorts aus der La Maison Victor. Die müssen aber auf den Sommer warten. Verliebt habe ich mich außerdem in die Birkin Flares von Baste & Gather. Allerdings warte ich da a) darauf, dass mein Weihnachtsspeck schwindet und b) dass der Sew-Along zu den Hosen beginnt. Nummer 2 auf der Wunschliste ist die zur Zeit überall erwähnte Ginger Jeans, von man ja nur Gutes hört und die ich bei Sandra von Rehgeschwister auch schon live bewundern konnte, sodass ich sie endgültig auf meine Nähliste gesetzt habe. Nachdem da aber auch erst Punkt a) erfüllt sein muss, müssen die Hosen noch ein bisschen warten. 

Shirts und Jacken brauche ich aber noch jede Menge. Zum einen habe ich zwei Strickjacken, zu denen mir noch das perfekte Shirt fehlt, zum anderen brauch ich noch mehr bequeme Cardigans und Pullover. Generell habe ich alles gerne ein bisschen länger. Shirts, die knapp unter dem Hosenbund enden, mag ich nicht und Strickjacken sollten auch ein ganzes Stück unterhalb der Hüften enden. Um meine Erfolgsquote beim Nähen zu erhöhen, habe ich beschlossen, mehr auf bereits getestete Schnitte zurückzugreifen und nur den ein oder anderen neuen Schnitt auszuprobieren. 

Nähen würde ich also gerne zwei Tops zum Drunterziehen unter die Strickjacken, einen Fledermauspulli Usedom, eine oder zwei Strickjacken und dann noch zwei bis drei Webware-Blusen/ Tuniken. Bei letzteren habe ich jetzt zwei, drei Schnitte, die ich alle ganz schön finde. 

Idealerweise sollten die Shirts dann auch zu der noch nicht ganz fertigen Penelope passen, die ich mir gerade in gelb und weiß stricke bzw. zu zwei fertigen Strickjacken, die vorwiegend ungetragen im Schrank liegen, weil ihnen ein Kombipartner fehlt.

Röcke und Kleider sind -wie gesagt- nicht auf meiner Brot und Butter-Liste. Das einzige Kleidungsstück, das noch als Kleid durchgehen könnte, das dennoch gute Trageaussichten hat, ist das Kleid Mittsommer/ Wintersonne. Das Oberteil habe ich jetzt angepasst und nachdem das Kleid zwei (Kauf)Lieblingsteilen in meinem Schrank sehr ähnelt, die ich gerne über eine enge Hose anziehe, kommt auch das noch auf meine Wunschliste. Noch dazu finde ich solche Flatterteil in Kombination mit einer dicken Strickjacke für den Übergang genau richtig.

Daneben liegen hier noch ein paar UFOS, deren Fertigstellung sicherlich alltagstaugliche Stücke hervorbringen und vor allem auch eine wirkliche Lücke in meinem Kleiderschrank schließen würde: einen angefangenen Robson-Coat und eine Johanna ohne Knopflöcher (falls ich jemals meine Knopflochphobie überwinde) sowie eine Zipfeljacke.   Dafür will ich mir bei Muriel von Nahtzugabe5cm auch in diesem Jahr wieder ein bisschen Starthilfe holen. Nachdem ich in diesem Januar nicht so viel Zeit haben werde, werde ich dort vor allem zugucken, aber mir eine große Portion Motivation und den Tritt in den Hintern geben lassen, mit dem ich dann ein paar angefangene Stücke weiternähen will. 

Idealerweise habe ich also am Ende des Sew-Alongs jede Menge neuer Oberteile, die dann in der nächsten Nähetappe durch Hosen ergänzt werden. Und vielleicht ja auch mal durch einen Rock - ein bisschen Veränderung im Kleidungkonzept wäre ja auch nicht schlecht. 

Hier gibt es die Pläne und Überlegungen von allen Brot-und-Butter-Planerinnen zu sehen.

Kommentare:

  1. Hach, es macht richtig Spaß deinen Post zu lesen. Es ist doch immer wieder interessant wieviel Energie so ein Jahresanfang mit sich bringt. Ich wünsche dir viel Erfolg und bin auf die Bilanz sehr gespannt.

    Liebe Grüße
    minnies

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  2. Oh nein, Mäntel, die nur wegen den Knopflöchern noch rumliegen!? Ich schick Dir Mut und Motivation rüber!

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  3. Knopflöcher kann man auch machen lassen. Ruf doch einfach die nächste Schneiderei an und frag ob Sie das machen und was es kostet. Sicher weniger als der Stoff und Du hast dann eine Jacke die Du anziehen kannst! Oder auf den Stoffresten üben, üben, üben.
    LG,
    Martina

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