Samstag, 6. Februar 2016

#ProjektBrotundButter

Pläne machen klingt ja eigentlich ganz einfach - für mich ist das aber eine echte Herausforderung. Ich weiß gar nicht, wie oft ich Stoffe und Schnittmuster hin- und hergeschlichtet habe. Den Post hier habe ich auch schon zwei Mal begonnen und wieder verworfen. Bei der Frage, was ich wirklich brauche und was ich wirklich will, öffnet sich eine solch lange Liste, dass es mir schwer fällt, realistisch einzuschätzen, was ich wirklich brauche.
Ich beginne mal mit den einfachen Sachen: Ich brauche Tops unter meine Strickjacken - in allen Längen und Farben. Genäht habe ich bisher eine Frau Luise in senfgelb. Nachdem ich diesmal eine andere Variante des Ärmelabschlusses gewählt habe, stehen die Ausschnitte ein bisschen ab.  Ganz alleine Senf in Kopfnähe ist bei mir nicht das Optimum, daher ist es ok, weil es nur als Untendrunter geplant ist. Allerdings ist das Tops seit seiner Fertigstellung spurlos verschwunden - daher gibt's auch kein Foto.

Fertig geworden ist endlich auch eine Zipfeljacke, bei der ich lange nicht wusste, wie ich weitermachen sollte. Eigentlich sollte der Rand nur ein Rollsaum werden, aber nachdem der Stoff so wahnsinnige Wellen schlägt, habe ich jetzt einfach rundum ein Jerseyschrägband angennäht, was mir im Endeffekt gut gefällt. Der Schnitt ist von hier und ist um 10 cm verlängert (was im Nachhinein betrachtet nicht unbedingt notwendig gewesen wäre).


Noch nicht ganz fertig ist der Serena Wickelrock aus der Ottobre 2 / 2012. Den Schnitt hatte ich vor einiger Zeit schon einmal genäht. Weil passformtechnisch wenig Anpassungen nötig sind und ich noch ein passendes Stück blauen Stoff hier liegen hatte, habe ich gegen meinen Grundsatz verstoßen, keine Röcke nähen zu wollen. Bei dem Schnitt stehen die Chancen aber gut, dass ich den Rock auch tatsächlich trage. 

Dazu hatte ich mir mein Penelope-Jäckchen wirklich schön vorgestellt. Daher habe ich ganz fleißig am Freitagabend die letzten Maschen gestrickt, um dann festzustellen, dass Kleinkinder im Haushalt zu kräftigeren Oberarmen führen. Die Jacke spannt also an dieser Stelle und liegt daher erst einmal wieder in der Ecke. BÄH! 

Vielleicht dann doch nur ein Bettjäckchen?

Heute habe ich endlich den Robson Coat wieder in Angriff genommen. Ob das mit uns war wird, weiß ich noch nicht. Nachdem jetzt aber ein Ärmel drin ist, bin ich trotz meiner Murkserei bei den Taschen etwas optimistischer. 




Folgendes kam jetzt beim Planen heraus:

a) Generell brauche ich kombifreundliche Basics in blau, schwarz und grau. Dazu kann dann noch ein bisschen Farbe in Form von senf oder altrosa kommen. 



Vorsichtshalber habe ich mal nur die wirklichen Basicfarben rausgesucht.
b) Damit ich die Zipfeljacke anziehen kann, brauche ich ein passendes Shirt für drunter und einen Schal- daher gibt es eine schwarze Frau Luise und einen einfachen Schal

c) Frau Luise brauche ich in mehreren Farben, vor allem aber in blau

d) An meinen quasi fertigen Scarlett Shorts fehlt nur noch der Knopf - der muss da irgendwie dran, Knopflochphobie hin oder her. Dazu hätte ich gerne noch einen dünnen Strickpulli. Geplant war eine Kombi aus dunkelblauem Strickstoff mit passendem Strickpailettenstoff. Aber ich suche schon ewig nach dem passenden Schnitt. Usedom von Schnittreif würde mir im Prinzip gefallen, aber ich wollte nur das Vorderteil aus Pailettenstoff.Vielleicht doch noch einmal Linden?

e) Beim Aufräumen habe ich eine zugeschnittene Sweatjacke gefunden - in blau. Passt ins Farbschema und kommt dazu. 

f) Gorgeous Grey aus der aktuellen Ottobre Woman (5/2015) liegt hier ebenso zugeschnitten - in grau 

g) Auf jeden Fall nähen möchte ich noch eine Tunika "Katha" von Schnittchen. In Karo. 

h) Ich brauche ein Jeanshemd. 

Mögliche Stoffe für g) und h)



Wie immer ist die Liste zu lang. Röcke habe ich jetzt mal vernachlässigt - Hosen auch. Da muss erst mal der Bestand langen. Allerdings hätte ich eigentlich schon gerne mal einen Hollyburn - und einen Moss-Proberock habe ich immerhin auch schon genäht. Im Moment hoffe ich noch, dass sich alle Puzzleteile, die sich zu meiner Planung in meinem Kopf befinden, auf wundersame Weise zusammenfügen und ein Gesamtbild ergeben. Wie auch immer: Pläne sind ja dafür da, dass sie auch wieder überarbeitet werden. Schön ist, dass ich ja nicht alleine bin beim Planen. Hier finden sich alle anderen Brot und Butter Pläne.